Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) befürwortet unter bestimmten Umständen den Einsatz von Gewalt sowie atomarer Abschreckung. |

In einer neuen Denkschrift hat die Evangelische Kirche in Deutschland ihren bisherigen christlichen Pazifismus aufgegeben. Sie befürwortet nun unter bestimmten Umständen den Einsatz von Gewalt und atomarer Abschreckung. Dies hat zu erheblichen Kontroversen und Widerstand innerhalb der Kirche geführt.

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat eine Denkschrift veröffentlicht, die den christlichen Pazifismus infrage stellt und einen neuen Kurs in der Friedensethik vorschlägt. Dieser sieht vor, militärische Gewalt als letztes Mittel in Betracht zu ziehen. Kritiker:innen befürchten, dass diese Positionierung die Möglichkeit eines friedlichen Dialogs untergräbt und die Verantwortung für internationale Konflikte vernachlässigt, insbesondere im Hinblick auf die Situation in der Ukraine und im Nahen Osten. Eine Gruppe von Friedensaktivisten hat bereits Protest gegen die Denkschrift geäußert, da sie eine verstärkte militärische Ausrichtung der Kirche befürchten. Sie erachten Diplomatie und Verhandlungen als notwendig, um Frieden zu erreichen.

»Abschied vom christlichen Pazifismus – Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat eine Denkschrift veröffentlicht: „Welt in Unordnung – Gerechter Friede im Blick. Evangelische Friedensethik angesichts neuer Herausforderungen“. Viele Aussagen darin passen auffallend gut zum Aufrüstungs- und Militarisierungskurs der Bundesregierung. Doch es regt sich Widerstand. Von Volker Rekittke.Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat eine Denkschrift veröffentlicht: „Welt in Unordnung – Gerechter Friede im Blick. Evangelische Friedensethik angesichts neuer Herausforderungen“. Viele Aussagen darin passen auffallend gut zum Aufrüstungs- und Militarisierungskurs der Bundesregierung. Doch es regt sich Widerstand. Von Volker Rekittke.«, 13.11.2025, https://www.nachdenkseiten.de/?p=142031

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Hier ist eine Übersicht über die russische Zweitschlagsfähigkeit. |

Nachdem die USA den ABM-Vertrag gekündigt haben und einseitig versuchen, das strategische Gleichgewicht zu ihren Gunsten zu verändern, reagiert Russland auf die westlichen Abwehrsysteme mit der Entwicklung neuer, fortschrittlicher Waffensysteme, um die strategische Stabilität und seine nukleare Zweitschlagsfähigkeit zu sichern.

Der Artikel analysiert Russlands Reaktionen auf westliche Abwehrsysteme sowie die Entwicklung neuer Großwaffensysteme als Antwort auf geopolitische Spannungen, die durch den einseitigen Ausstieg der USA aus dem ABM-Vertrag entstanden sind. Dabei wird betont, dass die nukleare Abschreckung nach wie vor eine zentrale Rolle bei der Wahrung der strategischen Stabilität spielt und die neuen russischen Waffen – darunter Hyperschallraketen und Unterwasserdrohnen – darauf abzielen, die westlichen Abwehrsysteme zu überwinden. Abschließend wird die Notwendigkeit hervorgehoben, bestehende Rüstungskontrollverträge zu erneuern, um einen neuen Rüstungswettlauf zu verhindern und die geopolitischen Spannungen zu entschärfen.

»Russlands Reaktionen auf die westlichen Abwehrsysteme – oder Abschreckung als harte Währung im Weltneuordnungskrieg – Politik ist mehr als aktuelle tagespolitische Debatten und Entscheidungen. Diese sind nicht selten Ergebnisse vorausgegangener Ereignisse. Diese Ereignisse können Jahrzehnte zuvor stattgefunden haben. In diesem Kontext sind auch die Vorstellung neuester russischer Großwaffensysteme wie Poseidon, Burewestnik, Kinshal, Oreschnik, Zircon und Awangard zu verstehen. Von Alexander Neu.«, 11.11.2025, https://www.nachdenkseiten.de/?p=141913

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Größte Umweltschäden als Sicherheitsmaßnahme? |

Das Militär wird als der größte Umweltschädiger unserer Zeit dargestellt. Dessen Aktivitäten verursachen nicht nur militärische Gefahren, sondern auch erhebliche Schäden für das Klima und die Umwelt. Gleichzeitig propagieren die NATO und andere Militärorganisationen ihre Eskalationspolitik als Sicherheitsmaßnahme.

Der Artikel kritisiert das Militär als einen der größten Umweltschädiger unserer Zeit und beschreibt, wie die Militärlobby ihr positives Image nutzt, um ihre umweltschädlichen Aktivitäten zu legitimieren. Es wird argumentiert, dass das Militär nicht nur ökologische Warnsignale ignoriert, sondern aktiv zur Zerstörung der Lebensgrundlagen beiträgt, während es gleichzeitig von der NATO als Garant für Sicherheit dargestellt wird. Die Autorität des Militärs wird als irreführend angesehen, da es die wahren ökologischen und sozialen Kosten seiner Aktivitäten verschleiert und die Bedrohung durch externe Akteure wie Russland als Rechtfertigung für eine Militarisierung nutzt.

»Militär als Klima-Killer: Der Wolf im Schafspelz – Die Militärlobby frisst ununterbrochen Kreide, um ein freundliches Image dafür zu nutzen, die Menschen für ihren zerstörerischen Weg zu gewinnen. Dieser Weg bringt nicht nur höchste militärische Gefahren mit sich, er birgt auch große Gefährdungen für Klima und Umwelt: Das Militär ist der größte Umweltschädiger unserer Zeit. Von Bernhard Trautvetter.«, 22.10.2025, https://www.nachdenkseiten.de/?p=140904

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Wie im kleinen, diskreten Rahmen gedacht und was auf welche Weise gesagt wird. |

Auf dem Treffen des „Mittelstand Defense Forum“ in Düsseldorf plädierte der ehemalige NATO-General Christian Badia dafür, dass die NATO offensiv agieren müsse. Joschka Fischer bezeichnete die Deutschen hingegen als „strukturelle Pazifisten“ und forderte eine Abkehr von dieser Haltung. Dies deutet auf eine wachsende Unterstützung für Militarismus und Aufrüstung in Deutschland hin.

Auf dem „Mittelstand Defense Forum“ in Düsseldorf sagte der ehemalige Außenminister Joschka Fischer, die Deutschen gelten als „strukturelle Pazifisten“ und diese Haltung müsse überdacht werden. Der ehemals ranghöchste deutsche NATO-General, Christian Badia, forderte eine offensive Militärstrategie und erklärte, dass die NATO kein defensives Bündnis sei. Dies deutet auf eine zunehmende Militarisierung und Aufrüstung hin. Die von der nordrhein-westfälischen Landesregierung unterstützte Veranstaltung zielt darauf ab, eine europäische Militärmacht aufzubauen und den Einfluss der Verteidigungsindustrie zu stärken.

»„Wir müssen offensiv gehen“ – ehemaliger ranghöchster deutscher NATO-General bei diskretem Treffen in Düsseldorf – Die Deutschen – „strukturelle Pazifisten“. Das muss sich ändern – findet zumindest Joschka Fischer. Der ehemalige Außenminister hat sich auf einem diskreten Forum in Düsseldorf zu Wort gemeldet. Die WELT berichtet über das Treffen des „Mittelstand Defense Forum“. Was dort gesagt wurde, hat es in sich. Hinter den Kulissen gibt es Kräfte, die massiv Aufrüstung, Militarismus und den Kurs der Konfrontationspolitik forcieren. Unter anderem sprach der ehemals ranghöchste deutsche NATO-General und sagte: „Die NATO ist kein defensives Verteidigungsbündnis (…). Wir müssen offensiv gehen.“ Ein Überblick zu der Veranstaltung. Von Marcus Klöckner.«, 23.10.2025, https://www.nachdenkseiten.de/?p=140966

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