Der Song „Prendre racine“ von Calogero handelt von der Suche nach Stabilität, Zugehörigkeit und Identität. Er beschreibt das Gefühl, nach einem festen Ort oder Ruhe zu suchen. Es geht um die Schwierigkeit, mit sich selbst und anderen umzugehen. Man will Schwächen verbergen, hat Angst vor Nähe, vor Rückkehr oder Veränderung. Beziehungen sind wichtig. Man kann sich lieben oder entlieben. Aber was man wirklich tut und lebt, ist wichtiger als das, wovon man träumt.
Manche Reisen bringen einen ans Ziel. Andere nicht. Aber man findet immer einen Grund, dort zu bleiben.
Zusammengefasst: Ein Song über Heimat, innere Balance, menschliche Schwächen und Beständigkeit.
Das Vergangene ist nicht tot. Es ist nicht einmal vergangen.
William Faulkner, „Requiem für eine Nonne“ (Requiem for a Nun), 1951
Faulkner verwendet diesen Satz, um die anhaltende Präsenz der Vergangenheit in der Gegenwart zu beschreiben. Dies ist ein zentrales Thema in vielen seiner Werke, in denen er sich mit der Geschichte des amerikanischen Südens sowie den Folgen von Sklaverei und Rassismus auseinandersetzt.
Meine Eltern fanden, also eher fand das mein Vater, ein Mann soll einen Baum pflanzen, ein Haus bauen und einen Sohn zeugen. –
Zuerst kam der Sohn, also ich. Sie stellten sich vor, also eher mein Vater stellte sich vor: Ich sollte genauso sein wie er (sich sah). Ich sollte aufgeschlossen, offen, kontaktfreudig, gesellig, leutselig, sportlich, handwerklich begabt und bärenstark sein. Sie (vermutlich er) entschieden sich für einen Namen mit althochdeutschen Wurzeln.
Sie bekamen eine verschlossene, in sich gekehrte, schüchterne, durchschnittlich sportliche und handwerklich unbegabte, verspielte Leseratte, wie meine Mutter.
Mein Vater atmete seine Enttäuschung selbst noch auf dem Sterbebett mit seinem letzten Atemzug aus. Meine Mutter lächelte immer leis‘; ich kam nach ihrer Familie, auch wie ich aussah. Sie bestand auf einem zweiten Vornamen, den Vornamen ihres Großvaters (sen.) und ihres Onkels (jun.), Tradition eben. Den Vornamen trugen schon berühmte Schriftsteller, Meistersinger und Architekten – in unserer Familie reichte es lediglich für eine lokale Bekanntheit.
In der Grundschule wurde ich wegen meines profanen Nachnamens gehänselt. Später, auf dem Gymnasium, meinten meine Mitschüler (nicht die Mitschülerinnen), das sei kein Name, sondern ein Sammelbegriff. –
Der Song erzählt die Geschichte eines Liebesdramas aus der Perspektive einer Frau, die ihre Rivalin Marleen direkt anspricht. Sie bittet Marleen eindringlich, sich von ihrem gemeinsamen Geliebten zu trennen.
Die Sängerin ist sich bewusst, dass sie mit Marleens makelloser Schönheit und Anziehungskraft nicht mithalten kann. Sie gesteht, dass ein Teil des Mannes bereits Marleen gehört. Aus Angst, ihn komplett zu verlieren, appelliert sie an Marleens Mitleid und argumentiert, dass Marleen so begehrt ist, dass sie leicht einen anderen finden kann. Für die Sängerin ist dieser Mann hingegen ihre einzige Chance auf Glück.
Sag einmal, wohin werden wir rennen, sag einmal, wohin werden wir rennen, wohin werden wir rennen am letzten Tag?
Rennen wir dann zum Wald, und der Wald schreit: Ich bin schon verbrannt! Der Wald schreit: Ich bin schon verbrannt! Ich bin längst im Rauch aufgegangen! Und ich schrei: Wald! Wald, wer hat dir dieses Feuer gelegt? Wer hat dir dieses Feuer gelegt?
Sag, wer war das? Keiner weiß, wie lange es noch so weitergeht, keiner weiß, wie lange es noch so weitergeht, keiner weiß, wie lange es noch so weitergeht, keiner weiß, wie lange.
Keiner weiß, was der „Gescherte“ (der Mächtige / der mit Macht spielt) noch alles vorhat, keiner weiß, was der Gescherte noch alles vorhat, was der Gescherte noch alles vorhat, drüben in Amerika.
Keiner weiß, wann wieder einer durchdreht, keiner weiß, wann wieder einer durchdreht, wann wieder einer durchdreht, keiner weiß, ob heute.
Hey, sag einmal, wohin soll das gehen? Hey, sag einmal, wohin sollen wir gehen? Wohin sollen wir gehen am letzten Tag?
Sogar die Kinder zeigen schon auf die Sünder, sogar die Kinder zeigen schon auf die Sünder, sogar die Kinder zeigen schon auf die Sünder, an jedem freien Tag.
Power! (Power … wiederholt)
Keiner weiß, wie lange es die Welt noch geben wird, keiner weiß, wie lange es die Welt noch geben wird, wie lange es die Welt noch geben wird, keiner weiß, wie lange.
Keiner weiß, wie lange unser Haus noch steht, keiner weiß, wie lange unser Haus noch steht, wie lange unser Haus noch steht, keiner weiß, wie lange.
Wo ist dann noch ein Rennen, wenn alles brennen wird? Wo ist dann noch ein Rennen, wenn alles brennen wird, wenn alles brennen wird am letzten Tag?
Sogar die Kinder zeigen schon auf die Sünder, sogar die Kinder zeigen schon auf die Sünder, sie zeigen schon auf die Sünder an jedem freien Tag.
Power! (Power … wiederholt)
Der Song „Sünder” von Hubert von Goisern ist ein warnendes, beinah apokalyptisches Lied.
Er beschreibt ein Gefühl der Unsicherheit über die Zukunft: Niemand weiß, wie lange die Welt noch existieren oder „unser Haus“ noch stehen wird.
Das Bild des brennenden Waldes steht für die Zerstörung der Natur sowie für von Menschen verursachte Katastrophen.
Mit dem „Gescherte“ (wörtlich: der Geschorene, sinnbildlich: jemand Mächtiges oder Skrupelloses, eventuell Politiker oder Anführer) kritisiert er jene, die über die Zukunft der Welt entscheiden und deren Handlungen gefährlich sind.
Auch die Gefahr von Gewalt und Kriegen klingt an („wann wieder einer durchdreht“).
Besonders eindringlich ist die Stelle, an der sogar die Kinder die Schuldigen erkennen, was bedeutet, dass die Verantwortungslosigkeit unübersehbar geworden ist.
Den Refrain „Power“ kann man als ironische Kritik am Machtstreben und am blindem Fortschrittsglauben deuten.
Insgesamt ist das Lied eine Klage über Umweltzerstörung, politische Machtspiele und den drohenden Untergang, verbunden mit der Frage: „Wohin soll das noch führen?”
He sog amoi wohi wern ma rennen He sog amoi wohi wern ma rennen Wohi wern ma rennen Am letztn Tog
Rennen ma donn zum Woid Und da Woid schreit: I bin schun verbrennt Da Woid schreit: I bin schun verbrennt I bi schu long im Rauch aufgongen Und i schrei: Woid! Woid, wer hot des Feier dir glegt? Wer hot des Feier dir glegt?
Sog, wer is des gwen Koana woaß wia longs nu so dahin geht Koana woaß wia longs nu so dahin geht Koana woaß wia longs nu so dahin geht Koana woaß wia long
Koana woaß wos der Gscherte nu olls vur hot Koana woaß wos der Gscherte nu olls vor hot Wos der Gscherte nu olls vor hot Drübn in Amerika
Du muss angemeldet sein, um einen Kommentar zu veröffentlichen.