Wohin werden wir rennen?

Sag einmal, wohin werden wir rennen,
sag einmal, wohin werden wir rennen,
wohin werden wir rennen
am letzten Tag?

Rennen wir dann zum Wald,
und der Wald schreit: Ich bin schon verbrannt!
Der Wald schreit: Ich bin schon verbrannt!
Ich bin längst im Rauch aufgegangen!
Und ich schrei: Wald! Wald, wer hat dir dieses Feuer gelegt?
Wer hat dir dieses Feuer gelegt?

Sag, wer war das?
Keiner weiß, wie lange es noch so weitergeht,
keiner weiß, wie lange es noch so weitergeht,
keiner weiß, wie lange es noch so weitergeht,
keiner weiß, wie lange.

Keiner weiß, was der „Gescherte“ (der Mächtige / der mit Macht spielt) noch alles vorhat,
keiner weiß, was der Gescherte noch alles vorhat,
was der Gescherte noch alles vorhat,
drüben in Amerika.

Keiner weiß, wann wieder einer durchdreht,
keiner weiß, wann wieder einer durchdreht,
wann wieder einer durchdreht,
keiner weiß, ob heute.

Hey, sag einmal, wohin soll das gehen?
Hey, sag einmal, wohin sollen wir gehen?
Wohin sollen wir gehen
am letzten Tag?

Sogar die Kinder zeigen schon auf die Sünder,
sogar die Kinder zeigen schon auf die Sünder,
sogar die Kinder zeigen schon auf die Sünder,
an jedem freien Tag.

Power!
(Power … wiederholt)

Keiner weiß, wie lange es die Welt noch geben wird,
keiner weiß, wie lange es die Welt noch geben wird,
wie lange es die Welt noch geben wird,
keiner weiß, wie lange.

Keiner weiß, wie lange unser Haus noch steht,
keiner weiß, wie lange unser Haus noch steht,
wie lange unser Haus noch steht,
keiner weiß, wie lange.

Wo ist dann noch ein Rennen, wenn alles brennen wird?
Wo ist dann noch ein Rennen, wenn alles brennen wird,
wenn alles brennen wird
am letzten Tag?

Sogar die Kinder zeigen schon auf die Sünder,
sogar die Kinder zeigen schon auf die Sünder,
sie zeigen schon auf die Sünder
an jedem freien Tag.

Power!
(Power … wiederholt)

Der Song „Sünder” von Hubert von Goisern ist ein warnendes, beinah apokalyptisches Lied.

Er beschreibt ein Gefühl der Unsicherheit über die Zukunft: Niemand weiß, wie lange die Welt noch existieren oder „unser Haus“ noch stehen wird.

Das Bild des brennenden Waldes steht für die Zerstörung der Natur sowie für von Menschen verursachte Katastrophen.

Mit dem „Gescherte“ (wörtlich: der Geschorene, sinnbildlich: jemand Mächtiges oder Skrupelloses, eventuell Politiker oder Anführer) kritisiert er jene, die über die Zukunft der Welt entscheiden und deren Handlungen gefährlich sind.

Auch die Gefahr von Gewalt und Kriegen klingt an („wann wieder einer durchdreht“).

Besonders eindringlich ist die Stelle, an der sogar die Kinder die Schuldigen erkennen, was bedeutet, dass die Verantwortungslosigkeit unübersehbar geworden ist.

Den Refrain „Power“ kann man als ironische Kritik am Machtstreben und am blindem Fortschrittsglauben deuten.

Insgesamt ist das Lied eine Klage über Umweltzerstörung, politische Machtspiele und den drohenden Untergang, verbunden mit der Frage: „Wohin soll das noch führen?”

He sog amoi wohi wern ma rennen
He sog amoi wohi wern ma rennen
Wohi wern ma rennen
Am letztn Tog

Rennen ma donn zum Woid
Und da Woid schreit: I bin schun verbrennt
Da Woid schreit: I bin schun verbrennt
I bi schu long im Rauch aufgongen
Und i schrei: Woid! Woid, wer hot des Feier dir glegt?
Wer hot des Feier dir glegt?

Sog, wer is des gwen
Koana woaß wia longs nu so dahin geht
Koana woaß wia longs nu so dahin geht
Koana woaß wia longs nu so dahin geht
Koana woaß wia long

Koana woaß wos der Gscherte nu olls vur hot
Koana woaß wos der Gscherte nu olls vor hot
Wos der Gscherte nu olls vor hot
Drübn in Amerika

Koana woaß wonn wieda oana durchdrahnt
Koana woaß wonn wieda oana durchdrahnt
Wonn wieda oana durchdrahnt
Koana woaß des heit

He, sog amol, wo soll des hingehn
He, sog amol, wo solln ma hingehn
Wo solln ma hingehn
Am letztn Tog

Sogor de Kinder zoagn schu auf de Sünder
Sogor de Kinder zoagn schu auf de Sünder
Sogor de Kinder zoagn schu auf de Sünder
An jedem freien Tog

Power (Power)
Power (Power)
Power (Power)
Power (Power)
Power (Power)
Power (Power)
Power (Power)

Koana woaß wia longs die Welt nu gebn wird
Koana woaß wia longs die Welt nu gebn wird
Wia long′s die Welt nu gebn wird
Koana woaß wia long

Koana woaß wia long unsa Haus steht
Koana woaß wia long unsa Haus steht
Wia long unsa Haus steht
Koana woaß wia long

Wo is olm a Renna wonn ois wird brenna
Wo is olm a Renna wonn ois wird brenna
Wonn ois wird brenna
Am letztn Tog

Sogor de Kinder zoagn schu auf de Sünder
Sogor de Kinder zoagn schu auf de Sünder
Sie zoagn schu auf de Sünder
An jedem freien Tog

Power (Power)
Power (Power)
Power (Power)
Power (Power)
Power (Power)
Power (Power)
Power (Power)
Power (Power)

Power

Klassenkrieg.

»Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt, und wir gewinnen.«
– Warren Buffett zugeschrieben, 2006

Einschnitte bei der Pflegeversicherung – wen interessiert schon „Omas Häuschen“? | In seinem Artikel „Einschnitte bei der Pflegeversicherung – wen interessiert schon ‚Omas Häuschen‘?“ kritisiert Jens Berger die jüngsten Reformvorschläge der Arbeitgeberverbände für die Pflegeversicherung in Deutschland.

»Gerade die Arbeitgeberverbände haben ja sich in den letzten Jahrzehnten stets vermeintlich selbstlos dafür eingesetzt, dass der Staat die Finger von „unser Oma ihr klein Häuschen“ lässt. Klar, es ging dabei um die Erbschaftssteuer. Wie selbstlos die Lobbyisten wirklich denken, zeigt sich bei ihren jüngsten Vorstößen zu Einschnitten bei der Pflegeversicherung. Hier sollen künftig auch die bisherigen – ohnehin dürftigen – Härtefallregeln wegfallen. Auch selbstgenutzte Immobilien sollen dann verkauft werden müssen, um die Pflegekosten zu stemmen, die bislang noch von der Pflegeversicherung zumindest zum Tiel gedeckt werden. Wenn Oma ihr klein Häuschen vererben will, darf sie also kein Pflegefall werden. Erbschaften werden so vollends zum Klassenmerkmal der Oberschicht und damit fällt dann eigentlich auch das beliebte Totschlagargument gegen eine sinnvolle Reform der Erbschaftssteuer weg. Seltsam, dass dieser zumindest vordergründige Widerspruch niemandem auffällt. Von Jens Berger.«

Die wichtigsten Punkte sind hier zusammengefasst:

  • Erbschaftssteuer und Lobbyismus: Der Artikel beginnt mit der Feststellung, dass die Arbeitgeberverbände in der Vergangenheit vorgaben, sich für den Schutz von selbst genutzten Immobilien (wie „Omas Häuschen”) einzusetzen, um die Erbschaftssteuer zu umgehen. Diese Argumentation wird als heuchlerisch dargestellt.
  • Änderungen in der Pflegeversicherung: Die Arbeitgeberverbände drängen darauf, die bestehenden Härtefallregelungen in der Pflegeversicherung abzuschaffen. Das bedeutet, dass selbstgenutzte Immobilien verkauft werden müssen, um die Pflegekosten zu decken. Dadurch wird die Erbmasse der Mittelschicht gefährdet.
  • Finanzielle Belastung von Pflegebedürftigen: Pflege ist teuer und die Pflegeversicherung deckt nur einen Teil der Kosten. Pflegebedürftige müssen ihre Ersparnisse aufbrauchen, bevor sie Unterstützung erhalten. Der Artikel hebt hervor, dass nur ein Schonvermögen von 10.000 Euro unangetastet bleibt, was kaum ausreicht.
  • Konkrete Beispiele: Ein älteres Ehepaar muss im Falle einer Pflegebedürftigkeit beispielsweise erhebliche Beträge aus eigener Tasche zahlen, bevor die Pflegeversicherung einspringt. Dies könnte beispielsweise dazu führen, dass das gemeinsame Haus verkauft werden muss, um die Pflegekosten zu decken.
  • Der Artikel übt Kritik an der Finanzierung und argumentiert, dass die Arbeitgeberverbände versuchen, die finanziellen Lasten der Pflegeversicherung von den Arbeitgebern auf die Arbeitnehmer abzuwälzen, um mögliche Beitragserhöhungen zu vermeiden.
  • Der Autor weist außerdem auf die Ungleichheit in der Erbschaftssteuer hin: Der aktuelle Erbschaftssteuersatz für große Vermögen ist minimal, während kleinere Erbschaften, wie die von selbstgenutzten Immobilien, weitgehend steuerfrei bleiben.

Fazit: Der Artikel kommt zu dem Schluss, dass die Sorge um „Omas Häuschen” nur ein Vorwand ist, um die Interessen der Reichen zu schützen. Wenn die Vorschläge der Arbeitgeberverbände durchgesetzt werden, wird die Möglichkeit, selbst genutzte Immobilien zu vererben, für die Mittelschicht stark eingeschränkt.

Insgesamt kritisiert der Artikel die Doppelmoral der Arbeitgeberverbände sowie die potenziell negativen Auswirkungen der vorgeschlagenen Reformen auf die Mittelschicht.

20.08.2025, https://www.nachdenkseiten.de/?p=137695

ins Handeln kommen

…die Existenz, so gering sie sich gestaltet, bleibt etwas zu Leistendes. Das bloße Sein ist kein Verdienst. Das menschliche Vermögen, das Dasein durch Arbeit zu gestalten, bietet einen Raum, um zu etwas zu gelangen, einen Zustand herzustellen, den die Gattung in ihrer Unbeholfenheit das Glück nennt. Und die menschengemachten Verhältnisse, die diesen kleinen Gestaltungsspielraum versperren, die müssen verändert werden, um diesen Augenblick der Erfüllung zu ermöglichen. Das geht nur durch eigenes Handeln….

Dr. Gerhard Mersmann, Ostenmauer – 52. Auf der Bank, 20.08.2025

Belonging :: Injuries

20.08.2007– | track: –I’m Looking for Someone to Find Me– | artist: –Richard Hawley– | album: -Lady’s Bridge-

„I’m Looking for Someone to Find Me“ von Richard Hawley ist ein melancholischer und sehnsuchtsvoller Song über Einsamkeit, die Suche nach Geborgenheit und den Wunsch nach Verbindung.

Der Protagonist fühlt sich verloren und allein, wie auf einer endlosen, einsamen Reise („walking down this lonesome highway“). Er sucht jemanden, der ihn „findet“ und ihm ein Zuhause gibt – sowohl im wörtlichen als auch im emotionalen Sinne („take me home“).
Er beschreibt sich als gebrochen und verzweifelt („broken, I’ve been blue“), aber auch als jemand, der auf ein Wunder oder eine Rettung wartet („waiting for a miracle“). Er flieht vor der Vergangenheit und der Zukunft, scheint aber gleichzeitig bereit zu sein, sich dem Schicksal zu stellen („the die has been cast”).

Die Lyrics sind poetisch und nachdenklich, geprägt von einer Mischung aus Traurigkeit und dem stillen Wunsch nach Erlösung. Typisch für Hawleys Stil ist die warmherzige, beinah tröstende Melodie, die den Text untermalt.

Kurz gesagt geht es um das menschliche Bedürfnis nach Zugehörigkeit und den Mut, sich trotz Verletzungen zu öffnen. Ein Song, das viele Menschen in schwierigen Momenten anspricht.

Werden Empfänger der Neuen Grundsicherung zwangsumgezogen?

Zwangsumzüge für Bürgergeldempfänger | Der Artikel kritisiert die von der deutschen Regierung vorgeschlagenen Sozialkürzungen sowie mögliche Zwangsumsiedlungen für Sozialhilfeempfänger. Er hebt den Kontrast zwischen der Behandlung der Armen und den verschwenderischen Ausgaben für Politiker hervor und deutet damit auf einen destruktiven Trend in der Sozialpolitik hin.

In seinem Artikel kritisiert Marcus Klöckner die aktuelle deutsche Politik, insbesondere in Bezug auf Sozialleistungen und Bürgergeldempfänger. Der Autor argumentiert, dass die geplanten Kürzungen und Zwangsumzüge eine Fortsetzung der „zerstörerischen” Agenda-Reformen unter Gerhard Schröder darstellen. Er prangert an, dass der Staat bei den Ärmsten spare, während gleichzeitig eine Billion Euro für „Kriegstüchtigkeit” ausgegeben werde und der Bundespräsident für 16 Millionen Euro pro Jahr zur Miete wohne.

Der Artikel beschreibt, wie die Politik durch die Instrumentalisierung von Sozialneid und mit der Unterstützung von Medienvertretern und „Legitimationswissenschaftlern“ eine Spaltung der Gesellschaft vorantreibt. Als Beispiel nennt er den Fall einer alleinerziehenden Mutter, der ein Schreibtisch für ihr Kind verwehrt wurde, und er zitiert abfällige Kommentare von Mitmenschen.

Klöckner fordert eine Abkehr von dieser Politik, kritisiert die fehlende Ehrlichkeit der politischen Akteure und plädiert dafür, dass „Sozialpolitik” bei den oberen Schichten beginnen sollte. Er schließt mit der Forderung nach dem Rücktritt der aktuellen Regierung.

13.08.2025, https://www.nachdenkseiten.de/?p=137333