„Geschlecht“ oder „Rolle“ | Citation.

» […] „Die dauerhaften und schädlichen Folgen der sozialen und medizinischen Transition von Kindern sind zunehmend dokumentiert“[…] „Sie beinhalten: das Weiterbestehen oder die Intensivierung psychischer Probleme; das Weiterbestehen der Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper; Unfruchtbarkeit und sexuelle Funktionsstörungen, das vorzeitige Einsetzen der Menopause und ein gestiegenes Osteoporose-Risiko (um nur einige zu nennen).“ […] „Das hat eine Reihe Länder wie Brasilien, die Niederlande oder Großbritannien dazu gebracht, den Kurs zu wechseln und den Zugang von Kindern zu Pubertätsblockern, Hormonen und chirurgischen Maßnahmen zu begrenzen.“ […] «

~ Reem Alsalem, UN-Sonderberichterstatterin, EMMA Nr. 5 (382) September/Oktober 2025, S. 54, im Artikel „Was ist eine Frau? – UN-Sonderberichterstatterin Reem Alsalem hat auf diese Frage eine eindeutige Antwort: Das biologische Geschlecht zählt! Warum vertreten deutsche NGOs das Gegenteil und manipulieren internationale Richtlinien?“

https://www.emma.de/artikel/un-sonderberichterstatterin-reem-alsalem-was-ist-eine-frau-341891

Wo brennt unser Feuer?  |  On this day in music.

25.09.2020– | track: –La dolce vita– | artist: –Crucchi Gang, Steiner & Madlaina– | album: -Crucchi Gang-

In dem Songtext „La dolce vita „ von Crucchi Gang, Steiner & Madlaina geht es um die Diskrepanz zwischen Wunsch und Realität. Es geht um die vielen „nutzlosen Worte” und die Erkenntnis, dass sich scheinbar nichts wirklich ändert. Das Lied beschreibt, wie Menschen nach außen hin eine „dolce vita” (ein süßes, unbeschwertes Leben) feiern, in dem es keine Herausforderungen („salita” – Steigung) gibt.

Doch diese Vorstellung entpuppt sich als Illusion. Das Leben wird als ein „Traum” oder „Schlaf” beschrieben, der verhindert, dass man die Wahrheit sieht. Die Protagonisten versuchen, sich mit falschem Lächeln davon zu überzeugen, dass alles gut ist, obwohl sie innerlich wissen, dass die Dinge so nicht bleiben können.

Es gibt jedoch auch einen Hoffnungsschimmer: Der Glaube an eine bessere Zukunft voller „Licht, Liebe und Freiheit” wird erwähnt. Die Hoffnung, dass sich die Erde verändern kann, besteht, auch wenn dies durch die Angst vor dem Scheitern und die ständige Wiederholung der gleichen Muster erschwert wird. Insgesamt zeigt der Text eine ambivalente Haltung: Einerseits wird die Resignation beschrieben, dass sich nichts ändert, andererseits wird die leise Hoffnung geäußert, dass eine Veränderung möglich ist, wenn man aufhört, sich von Illusionen blenden zu lassen.

Frauentaxi.  |  Citation.

Ein Taxi ist für uns Frauen die einzige Möglichkeit, nachts halbwegs sicher nach Hause zu kommen. Und selbst in Taxis passiert ständig was!“, empört sich Hannah, Veterinäramtsstudentin in Berlin. Sie ist sowohl in der Berliner U-Bahn als auch im Taxi bereits mehrfach sexuell belästigt worden. In der U-Bahn wurde ihr zwischen die Beine und an die Brust gegriffen. In einem Taxi hat sie der Fahrer gefragt, ob er sie „ficken darf“. Ein anderer hat sie im Rückspiegel beobachtet und angefangen zu masturbieren.

~ Annika Ross in EMMA Nr. 5 (382) September/Oktober 2025, Seite 48, „Taxi Driverin“ über ein Frauentaxi in Berlin. Von Frauen für Frauen.

https://www.emma.de/artikel/taxi-driverin-wir-fahren-nur-frauen-341937

So große Narben, und keine Angst mehr.  |  On this day in music.

24.09.2021– | track: –Schweigende Schwestern– | artist: –Sarah Lesch, Karl die Große– | album: -Schweigende Schwestern-

Meine Geschichte beginnt in einer Kleinstadt. Alles, was davor war, habe ich vergessen.
Die Jungs waren alle älter und ich saß auf dem Rücksitz.
Die anderen Mädchen mochten mich nicht und große Schwestern gab es auch nicht.
Denn auch sie hatten Angst, trauten sich nicht, waren immer am Lachen und Lästern.

Mama sagte immer: „Sei nicht traurig“ und „Dein Lidstrich muss akkurat sitzen!
Du riechst wie ’ne Bordsteinschwalbe. Geh nicht bauchfrei, du musst dich schützen.“
Sie hatte gelernt, dass sie es schaffen muss, immer besser und immer allein.
Und die Schuld dafür, was aus mir wird, wird natürlich auch ihre sein.

Mein Stiefvater fuhr LKW, seine Wurstfinger waren immer schmutzig.
Er tauschte Pornos mit meinem Freund. Ich war wütend, sie fanden das putzig.
„Sei nicht so empfindlich, Mädel“, sagte er höhnisch und lachte.
Sein Schweigen war stets so gewaltvoll, dass es mir Bauchschmerzen bereitete.

Obwohl ich noch viel zu jung war, gab der Barkeeper mir einen aus.
Wir knutschten kaum, ich sollte gleich auf die Knie. Sein Schweigen war auch so laut.
Als ich mir meinen Teenagerhintern auf seiner Motorhaube verbrannte,
dachte ich, dass ich selber schuld bin, weil ich ja bauchfrei herumlief.

Er schwängerte mich hinterm Sportplatz, wegen der Schule hab‘ ich abgetrieben.
Die blauen Flecken waren leicht zu verdecken, was genau geschah, habe ich verschwiegen.
Noch lange spürte ich seine Blicke durch jedes Schlüsselloch.
Ich weiß noch, dass sein Bart nach Bier und Tabak roch.

Von da an war mein Körper gefährlich.
Mein Körper, meine Lust, mein Licht.

Von da an war ich gefangen, von da an versteckte ich mich.

Das ist vielen von uns passiert, das habe ich später erst erfahren.
Dass ich nicht allein bin, weil wir schweigende Schwestern waren.

Bis hierhin reicht diese Geschichte, und eine andere beginnt.

Und ich weiß, dass ich nicht allein bin, weil wir schweigende Schwestern sind.

Und ich frage mich: Wann hört das auf? Warum nennt niemand die Namen der Täter?
Warum fühle ich mich immer noch schuldig, so viele Jahre später?

Niemand muss damit allein sein, vielen ist so etwas passiert.
Und das wird so lange weitergehen, bis es niemand mehr still akzeptiert.

Sie sollen wissen: Es ist nicht zu viel verlangt, aus Vorsicht einmal mehr zu fragen.
Denn sie wissen längst, dass es kein Konsens ist, wenn wir aus Angst nicht „Nein“ sagen.

Sprecht ihre Namen, bis jeder sie hört, bis durchs Schlüsselloch der Kirchentür!
Ganz egal, wie kurz dein Rock war, du kannst gar nichts dafür!
Zwischen uns passt kein Blatt Papier, denn dieses Blatt wendet sich jetzt.
Wenn wir uns gegenseitig glauben, damit das hier für immer endet.

Sprecht ihre Namen, bis jeder sie hört, bis durchs Schlüsselloch der Küchentür.
Ganz egal, was du nicht getan hast, du kannst gar nichts dafür!
Zwischen uns passt kein Blatt Papier, weil sich dieses Blatt jetzt wendet.
Und jetzt komm unter meinen Flügel, damit das hier für immer endet!

Sprecht ihre Namen, bis jeder sie hört!
Zeigt eure großen Narben, zeigt sie ruhig her!
Sprecht ihre Namen, bis alle sie hören.
So große Narben, und keine Angst mehr.

Bildung – Resilienz – Mut. | Citation.

[…] Bildung muss Kinder und Jugendliche widerstandsfähig machen – gegen Gehirnwäsche, Fake News und autoritäre, gewaltbereite Ideologien. Ob zu Hause, auf TikTok, in der Moschee oder im Umfeld radikaler Gruppen: Resilienz ist das Schlüsselwort. Dafür braucht es Pädagoginnen und Pädagogen, die Rechtsstaat und Freiheit entschlossen verteidigen – und Kollegien, die an einem Strang ziehen. Es braucht den Mut zu politischen Debatten in Schulen, ohne Tabus, auch bei Themen wie Nahost, Islamismus, Migration, Integration, Frauenrechte, Kinderrechte und Toleranz. […] Wer Schulen nicht schützt, lässt die Demokratie im Stich. Und die beginnt bei unseren Kindern.

~ Ahmad Mansour am 31.08.2025 in EMMA Nr. 5 (382) September/Oktober 2025 S. 39, https://www.emma.de/artikel/wie-bei-den-taliban-341931 (Bezahlschranke)

Ahmad Mansour ist der Sohn arabisch-israelischer Eltern aus einer „nicht praktizierenden” muslimischen Familie. Er studierte Psychologie in Tel Aviv und Berlin, wo er seit 2004 lebt. Er engagiert sich gegen den politischen Islam: Bis 2016 war er im Projekt „Heroes” aktiv, das sich gegen Gewalt im Namen der Ehre einsetzt. Seit 2017 ist er zudem in der von ihm gegründeten Initiative MIND für „Demokratieförderung und Extremismusprävention” aktiv.