Schlögel steht stramm in der Tradition der Paulskirchen-Kriegstreiber. Der Historiker ist zum Hysteriker geworden. |

Der mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnete Historiker Karl Schlögel wird kritisiert, weil er in seiner Rede zur Ukraine-Krise militante Positionen vertritt und historische Kontexte, insbesondere die problematische Figur des nationalistischen Führers Stepan Bandera, ignoriert.

Der Artikel kritisiert den Historiker Karl Schlögel, der für seine Aussagen zum Ukraine-Krieg und seine Haltung gegenüber Russland in den Mainstream-Medien gefeiert wird, obwohl er als ehemaliger maoistischer Kaderführer umstritten ist. Schlögel wird vorgeworfen, ein selektives Geschichtsverständnis zu haben. So ignoriere er zentrale Aspekte der ukrainischen Geschichte, insbesondere die Rolle des Antisemiten Stepan Bandera, was zu einer verzerrten Wahrnehmung der aktuellen Konflikte führe. Rupert Koppold stellt die Frage, ob Schlögels Aufruf zum Kampf gegen Russland aus einem fundierten historischen Verständnis resultiert oder vielmehr ein Beispiel für ideologische Hysterie und Geschichtsblindheit ist.

»Die Kunst des genauen Wegschauens – Der Historiker Karl Schlögel, ausgezeichnet mit dem Friedenspreis des deutschen Buchhandels, ruft die „friedensverwöhnten“ Deutschen zum Kampf gegen die Russen auf. Und gegen die Russen respektive die Sowjetunion hat er schon in seinen langen Jahren als maoistischer Kaderführer gekämpft. Den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels kann wohl nur noch erhalten, wer in Sachen Ukraine-Krieg nach Waffen ruft und sich gegen Verhandlungen stemmt. Von Rupert Koppold.«, 22.10.2025, https://www.nachdenkseiten.de/?p=140937

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Größte Umweltschäden als Sicherheitsmaßnahme? |

Das Militär wird als der größte Umweltschädiger unserer Zeit dargestellt. Dessen Aktivitäten verursachen nicht nur militärische Gefahren, sondern auch erhebliche Schäden für das Klima und die Umwelt. Gleichzeitig propagieren die NATO und andere Militärorganisationen ihre Eskalationspolitik als Sicherheitsmaßnahme.

Der Artikel kritisiert das Militär als einen der größten Umweltschädiger unserer Zeit und beschreibt, wie die Militärlobby ihr positives Image nutzt, um ihre umweltschädlichen Aktivitäten zu legitimieren. Es wird argumentiert, dass das Militär nicht nur ökologische Warnsignale ignoriert, sondern aktiv zur Zerstörung der Lebensgrundlagen beiträgt, während es gleichzeitig von der NATO als Garant für Sicherheit dargestellt wird. Die Autorität des Militärs wird als irreführend angesehen, da es die wahren ökologischen und sozialen Kosten seiner Aktivitäten verschleiert und die Bedrohung durch externe Akteure wie Russland als Rechtfertigung für eine Militarisierung nutzt.

»Militär als Klima-Killer: Der Wolf im Schafspelz – Die Militärlobby frisst ununterbrochen Kreide, um ein freundliches Image dafür zu nutzen, die Menschen für ihren zerstörerischen Weg zu gewinnen. Dieser Weg bringt nicht nur höchste militärische Gefahren mit sich, er birgt auch große Gefährdungen für Klima und Umwelt: Das Militär ist der größte Umweltschädiger unserer Zeit. Von Bernhard Trautvetter.«, 22.10.2025, https://www.nachdenkseiten.de/?p=140904

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Eine friedliche, kooperative Weltordnung fördern.

In dem Artikel wird die gegenwärtige geopolitische Situation sowie die Eskalation von Konflikten kritisiert. Gleichzeitig wird die Notwendigkeit betont, aus der Spirale der Gewalt auszubrechen und eine friedliche, kooperative Weltordnung zu fördern.

Der Artikel thematisiert die gegenwärtige Krise und den Krieg in der Welt und weist darauf hin, dass das Zukunfts- und Fortschrittsversprechen der westlichen Welt zerbricht, während gleichzeitig ein Kurs der Eskalation eingeschlagen wird. In seinem Buch „Friedenstüchtig“ argumentiert Fabian Scheidler, dass die westlichen Mächte ihre eigenen Feinde schaffen und es notwendig ist, diese Spirale der Gewalt zu durchbrechen, indem man die eigenen machtpolitischen Interessen sowie die der anderen anerkennt. Der Artikel schließt mit der Warnung, dass die politische Klasse in Krisenzeiten oft Krieg als Geschäftsmodell bevorzugt, anstatt nach friedlichen Lösungen zu suchen.

»Krise und Krieg: Wir müssen raus aus der Spirale der Gewalt – Vor unseren Augen zerbricht jenes Zukunfts- und Fortschrittsversprechen, das die westliche Welt über Jahrhunderte zusammenhielt. Da soll aus Kriegsproduktion noch Gewinn erwirtschaftet und die Bevölkerung zur Kriegstüchtigkeit erzogen werden. Statt sich auf die Veränderungen in einer Welt einzustellen, die zunehmend nicht mehr durch die Hegemonie des Westens bestimmt ist, wird ein Kurs der Eskalation gewählt. Wie wir „unsere Feinde selbst schaffen“ und wie wir damit aufhören können, macht Fabian Scheidler mit seinem Buch „Friedenstüchtig“ durchschaubar. Eine Rezension von Irmtraud Gutschke.«, 18.10.2025, https://www.nachdenkseiten.de/?p=140747

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Zusammenfassung des Artikels „Krise und Krieg: Wir müssen raus aus der Spirale der Gewalt“:

Objektive Fakten:

~ Der Artikel behandelt die gegenwärtige geopolitische Lage und die damit verbundenen Krisen, darunter den Ukrainekrieg, den Völkermord in Gaza, den Klimawandel und die wirtschaftlichen Herausforderungen.

~ Zitiert wird Fabian Scheidler, Autor des Buches „Friedenstüchtig“, das sich mit der Entstehung von Feindschaften und der Notwendigkeit eines Wandels in der Friedenspolitik beschäftigt.

~ Es werden Statistiken präsentiert, die zeigen, dass das Vertrauen in politische Institutionen in Deutschland stark gesunken ist (21 % Vertrauen in die Regierung, 13 % in politische Parteien).

~ Es wird auf die Hegemonie des Westens und den Aufstieg Chinas sowie anderer Länder des Globalen Südens hingewiesen, was einen Wandel in der globalen Machtstruktur signalisiert.

~ Der Artikel erwähnt zudem konkrete historische Ereignisse wie die Anschläge vom 11. September 2001 und die darauffolgenden Kriege in Afghanistan und im Irak.

~ Der Gazastreifen wird als durch militärische Konflikte stark beschädigter Ort beschrieben und es wird auf die Rolle Deutschlands als Waffenlieferant hingewiesen.

Meinungen des Autors:

~ Der Autor kritisiert die gegenwärtige Politik, die seiner Meinung nach auf Eskalation und Krieg statt auf Frieden und Zusammenarbeit setzt.

~ Er sieht den Begriff der „Zeitenwende“ als eine Manipulation der Bevölkerung und Ablenkung von wichtigen Fragen.

~ Er ist der Meinung, dass die westlichen Regierungen die Möglichkeit verpasst haben, mit Russland eine friedliche Koexistenz aufzubauen, und stattdessen aggressiv agieren.

~ Es wird die These aufgestellt, dass die gegenwärtige Politik vor allem von den Interessen einer kleinen Elite geleitet wird, die von Krieg und Aufrüstung profitiert.

~ Der Autor drückt die Hoffnung aus, dass eine friedfertige Politik möglich ist, wenn die Menschen sich ihrer Macht bewusst werden und zusammenarbeiten.

~ Insgesamt wird in dem Artikel eine kritische Perspektive auf die gegenwärtige geopolitische Situation und die Rolle der westlichen Staaten eingenommen, während gleichzeitig Lösungen aufgezeigt und ein Aufruf zur Veränderung formuliert werden.

Wir üben den Atomschlag mit der US-amerikanischen Atombombe B61-12. |

Beim NATO-Atomkriegsmanöver „Steadfast Noon“, an dem 2.000 Soldaten aus 14 Staaten teilnahmen, wurde der Einsatz der neuen, präziseren US-Atombombe B61-12 probiert. Dadurch wurde die Debatte über die nukleare Teilhabe sowie mögliche eigene Atomwaffen Deutschlands erneut angefacht.

Das Atomkriegsmanöver „Steadfast Noon”, bei dem der Einsatz von in Europa gelagerten US-Atombomben durch NATO-Militärjets simuliert wird, endete dieses Jahr mit der Beteiligung von rund 2.000 Soldaten und über 70 Flugzeugen aus 14 NATO-Staaten – darunter auch Finnland und Schweden. In diesem Jahr wurde insbesondere der Einsatz der neuen, präziseren US-Atombomben vom Typ B61-12 geübt. Dänemark nutzte erstmals seine Air Base Skrydstrup für das Manöver und positioniert sich damit aggressiver gegen Russland. Parallel zur nuklearen Teilhabe wird über die Schaffung eines europäischen Nuklearschirms oder die Möglichkeit einer eigenen deutschen Atombombe debattiert, wobei die öffentliche Meinung in Deutschland stark gespalten ist.

»Den Atomkrieg üben – Das diesjährige Atomkriegsmanöver „Steadfast Noon“ geht heute mit deutscher Beteiligung zu Ende. Die Debatte über einen europäischen Nuklearschirm oder eine deutsche Atombombe dauert an.«, 24.10.2025, https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10170

Der große Wirtschaftskrieg kommt schleichend aber unaufhaltsam. |

Die Welt befindet sich zunehmend in einem Wirtschaftskrieg, der durch die wachsende wirtschaftliche Dominanz Chinas sowie die Reaktionen des Westens auf diese Entwicklung geprägt ist.

Der Artikel beschreibt den schleichenden Übergang der Welt in einen großen Wirtschaftskrieg, der vor allem durch die wachsende wirtschaftliche Dominanz Chinas sowie die Schwächung der industriellen Basis im Westen verursacht wird. Die westlichen Eliten sehen sich gezwungen, ihren Einfluss mit aufstrebenden Ländern wie China und Indien zu teilen. Dies stellt die ursprünglichen Erwartungen an die Globalisierung infrage. Zudem wird erörtert, wie China auf westliche Sanktionen reagiert, strategische Maßnahmen ergreift und seine Position im globalen Wirtschaftskrieg stärkt, während die USA versuchen, militärische und wirtschaftliche Mittel einzusetzen, um Chinas Aufstieg zu stoppen.

»Langsam gleitet die Welt in einen großen Wirtschaftskrieg. Die Gründe des Konflikts liegen offen zutage. Rund um die Welt hat sich die Produktion von Gütern in den letzten Jahrzehnten massiv verschoben. Legt man die nach Kaufkraft gewichtete Wirtschaftsleistung zugrunde, waren die Vereinigten Staaten im Jahr 2000 dreimal so groß wie China. Deutschland lag nur knapp dahinter. Nach den neuesten Zahlen nimmt China mit beträchtlichem Vorsprung den Spitzenplatz ein und übertrifft Deutschland um das Sechsfache. Beschränkt man sich auf die Produktion materieller Güter und lässt den in New York stark aufgeblähten Bankensektor beiseite, fällt der Vorsprung noch erheblich größer aus. So stellt China etwa zehnmal so viel Stahl her wie die Vereinigten Staaten. Von Stefan Heidenreich.«, 20.10.2025, https://www.nachdenkseiten.de/?p=140796

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Ist es zu viel verlangt von den deutschen Bischöfen, sich in der aktuellen Situation in einer Erklärung für die Abrüstung auszusprechen?

In der Debatte um die Wehrpflicht positionieren sich die Bischöfe, ohne die komplexen politischen Ursachen der gegenwärtigen sicherheitspolitischen Lage angemessen zu reflektieren. Sie unterstützen die militärische Verteidigungsfähigkeit und verfallen so einer einseitigen, propagandistischen Sichtweise.

In dem Artikel wird die jüngste Erklärung der Bischöfe zur Wehrpflicht kritisiert. In dieser stellen sie die militärische Verteidigungsfähigkeit als legitim dar, ohne die Probleme der Aufrüstungspolitik sowie die komplexen geopolitischen Zusammenhänge zwischen der NATO und Russland zu hinterfragen. Der Autor Markus Klöckner bemängelt, dass sich die Bischöfe in eine politische Debatte einmischen, ohne substanzielle und kritische Einsichten zu bieten. Stattdessen propagieren sie seiner Meinung nach eine eindimensionale Sichtweise, die den Realitäten nicht gerecht wird. Er fordert eine klare Positionierung gegen Krieg und Aufrüstung, die in der Erklärung der Bischöfe gänzlich fehlt.

»Wie tief will die Kirche noch sinken? Gerade haben sich die Bischöfe in die Debatte zum Wehrdienst eingeschaltet. In einer Erklärung positionieren sich die „Männer Gottes“ und erweisen sich als traurig-muntere Sekundanten der Politik. Aus Sicht der katholischen Friedensethik sei die Verteidigungsfähigkeit „legitim“. In ihrer Erklärung findet sich kein kritisches Wort zum Irrsinn der Aufrüstungspolitik. Stattdessen: Eine verengte Sichtweise, die der Komplexität der Situation zwischen NATO und Russland nicht gerecht wird. Falsche Prämissen führen zu falschen Schlüssen. Dass selbst Bischöfe nicht über den Rand der Tagesschau-Realität hinausschauen, ist erschreckend. Ein Kommentar von Marcus Klöckner.«, 15.10.2025, https://www.nachdenkseiten.de/?p=140599

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