Der Mensch als Waffe und Kriegsschauplatz | lesenswert

Der Artikel behandelt die zunehmende Militarisierung der Gesellschaft und die damit einhergehende Kriegspropaganda, die sich in Deutschland und weltweit beobachten lässt. Er kritisiert die dadurch verursachte gesellschaftliche Spaltung sowie die mediale Gleichschaltung, die es insbesondere im Kontext des Ukraine-Konflikts erschweren, abweichende Meinungen zu äußern. In der Rezension des Buches „Militarisierung der Gesellschaft. Von der Glückssüchtigkeit zur Kriegsbereitschaft“ werden die psychologischen und politischen Mechanismen beleuchtet, die zur Akzeptanz von Krieg und Militarismus führen. Der Artikel schließt mit der Feststellung, dass eine kritische Auseinandersetzung mit diesen Themen notwendig ist, um die Bürgerinnen und Bürger zu sensibilisieren und für Frieden zu mobilisieren.

»Sind die da oben denn alle verrückt geworden, mag man sich fragen angesichts der geradezu hysterischen Kriegspropaganda, die uns umgibt. Ein Überfall Russlands würde erwartet, also sei es mehr als gerechtfertigt, dass Deutschland Milliardenschulden aufnimmt. Hektische Aufrüstung, Kürzung von Sozialleistungen – doch Proteste dagegen sind immer noch zaghaft. Was geschieht mit uns? Dieser Frage ist die „Neue Gesellschaft für Psychologie“ in einem Kongress nachgegangen, zu dem es jetzt eine überaus interessante Buchveröffentlichung gibt: „Militarisierung der Gesellschaft. Von der Glückssüchtigkeit zur Kriegsbereitschaft“. Eine Rezension von Irmtraud Gutschke.«, 01.01.2026, https://www.nachdenkseiten.de/?p=143991

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Der Mensch als Waffe und Kriegsschauplatz.

Die Gesellschaft wird zunehmend militarisiert und gespalten, während Medien und Machtstrukturen Kriegsbereitschaft fördern und Friedensbewegungen marginalisieren.

Key Points

~ Gesellschaftliche Spaltung und Mediengleichschaltung verstärken sich durch Korruption und Propaganda.

~ Krieg wird durch psychologische Manipulation und politische Techniken bewusst vorbereitet.

~ Historische Zusammenhänge zeigen den Einfluss der USA auf die europäische Rüstungs- und Kriegspolitik.

~ Medien dienen der Machtpolitik und verdrängen die Gefahr eines Atomkriegs.

– Die Friedensbewegung wird durch Manipulation und Organisationen wie das International Peace Bureau kontrolliert.

Militarisierung und gesellschaftliche Spaltung

~ Laut dem Buch „Militarisierung der Gesellschaft“ befindet sich die Gesellschaft in einem Prozess der Spaltung und Manipulation, der durch mediale Gleichschaltung und die Einschränkung von Grundrechten vorangetrieben wird. Dieser Prozess wurde bereits in der Corona-Zeit eingeleitet, als die Verunsicherung und die Angst vor Kontrolle zunahmen. Kritische Debatten, etwa zum Ukraine-Krieg, sind kaum möglich, da abweichende Meinungen tabu sind.

Psychologische und politische Techniken

~ Die Autoren beleuchten, wie Macht, Kriegspropaganda und historische Ereignisse dazu genutzt werden, gesellschaftlichen Konsens für Kriege zu schaffen. Um die manipulative Kraft des Militarismus zu erklären, der im Kapitalismus wurzelt und immer wieder Kriege hervorruft, werden Sigmund Freud und Rosa Luxemburg zitiert. Die psychologische Beeinflussung soll Menschen zur Akzeptanz von Kriegen und Autokratien führen.

Historischer Kontext und Machtstrategien

~ US-Kapital und Banken spielten bereits vor den Weltkriegen eine zentrale Rolle in der Rüstungs- und Kriegspolitik Europas. Das Völkerrecht wird zunehmend umgangen, Konflikte werden bewusst geschürt, während Friedensbewegungen kaum Einfluss haben. Die Medien dienen dabei als Sprachrohr der Mächtigen und täuschen die Öffentlichkeit über die tatsächlichen Absichten.

Fazit:

~ Die Militarisierung, die gesellschaftliche Spaltung und die mediale Manipulation bereiten den Boden für zukünftige Kriege vor. Die Bevölkerung ist durch Angst, Propaganda und politische Kontrolle zunehmend in passiven Rollen gefangen, während die Kriegstreiberei wächst. Ein Umdenken in der Friedensbewegung ist dringend erforderlich.

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Die Kirche, die ich meine: friedfertig und pazifistisch.

In seinem Artikel kritisiert Roland Rottenfußer die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) dafür, dass sie die militaristische „Zeitenwende“ unterstützt und ihre Friedensethik neu ausrichtet, um militärische Gewalt mit christlichen Werten zu rechtfertigen. Rottenfußer argumentiert, dass sich die Kirche von den Lehren Jesu, die Gewaltlosigkeit und Frieden propagieren, entfernt hat und stattdessen den Zeitgeist sowie politische Machtstrukturen unterstützt. Er verweist auf die historische Ambivalenz der Kirche im Umgang mit Krieg und Gewalt, die bereits zur Zeit Martin Luthers offensichtlich war, und warnt vor den moralischen Implikationen dieser Positionierung. Abschließend plädiert er für eine Rückbesinnung auf die ursprünglichen christlichen Werte der Friedfertigkeit und des Pazifismus, wie sie von namhaften theologischen Persönlichkeiten wie Dietrich Bonhoeffer und Margot Käßmann vertreten werden.

»Die „Zeitenwende“ hat auch in der Evangelischen Kirche Deutschlands Einzug gehalten — Aufrüstung gilt nun nicht mehr als Verstoß gegen die Ethik des Religionsstifters.«, 13.12.2025, https://www.manova.news/artikel/selig-sind-die-kriegerischen

Zusammenfassung des Artikels „Selig sind die Kriegerischen“:

Objektive Fakten:

~ Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat sich in den letzten Jahren zunehmend mit der militaristischen „Zeitenwende“ identifiziert.

~ Die Konrad-Adenauer-Stiftung äußert sich zufrieden über die neue Friedensethik der EKD, wenngleich nicht alle diese Änderung unterstützen.

~ Die „Friedensdenkschrift 2025 der EKD“ zielt darauf ab, sowohl das christliche Ideal der Gewaltfreiheit als auch die aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen zu berücksichtigen.

~ Die EKD spricht von der Notwendigkeit von Gegengewalt zum Schutz vor Aggression.

~ Die Denkschrift stellt eine Neuausrichtung der protestantischen Friedensethik dar.

~ Es gibt jedoch auch prominente Stimmen innerhalb der Kirche, die sich für eine pazifistische Auslegung des Evangeliums einsetzen, darunter Margot Käßmann und Jörg Zink.

Autorenmeinungen:

~ Ein Autor kritisiert die Versuche der Evangelischen Kirche, die Lehren Jesu mit militaristischen Ideologien in Einklang zu bringen, und sieht dies als Verzerrung der christlichen Botschaft.

~ Er argumentiert, dass die Kirche sich dem Zeitgeist anpasst und ihre Ideologie an die politischen Gegebenheiten anpasst, was als opportunistisch empfunden wird.

~ Der Autor äußert die Sorge, dass die neue Ethik der Kirche als moralischer Blankoscheck für militärische Gewalt genutzt werden könnte.

~ Er vertritt die Meinung, dass sich die Kirche von ihrer ursprünglichen Rolle als Friedensvermittler entfernt hat und stattdessen die Rüstungsindustrie unterstützt.

~ In der Rhetorik der Kirchenvertreter sieht der Autor eine gefährliche Gleichgültigkeit gegenüber Gewalt und fordert eine Rückbesinnung auf die pazifistischen Grundsätze des Christentums.

~ Der Artikel schließt mit der Feststellung, dass die gegenwärtige Haltung der evangelischen Kirche nicht mit den Lehren Jesu vereinbar ist und die Kirche die Herausforderung des gewaltfreien Lebens nicht ernsthaft annimmt.

Der Artikel nimmt eine kritische Haltung gegenüber der aktuellen Position der evangelischen Kirche ein und thematisiert die Gefahr einer Militarisierung der christlichen Lehre.

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Verkommener korrumpierter Politikbetrieb?

Der Artikel „Spezi-Spahn. Helfen Sie diesem Politiker – dann wird Ihnen geholfen“ vom 14.08.2025 von Ralf Wurzbacher untersucht die Verstrickungen des ehemaligen Bundesgesundheitsministers Jens Spahn in Nepotismus und mögliche Interessenkonflikte, auf der Basis der Veröffentlichungen von correctiv[.]org.

»Der frühere Bundesgesundheitsminister kannte bei der Besetzung lukrativer Posten keine Vermittlungshemmnisse: Ob gute Freunde, private Geschäftspartner oder Pharmaunternehmer, bei ihm kam jeder zum Zug, der den nötigen Willen und Eifer mitbrachte, die eigene und seine Karriere voranzubringen. Für den ganz großen Wurf, das Kanzleramt zu erobern, würde sich der Unionsfraktionschef ziemlich sicher auch die AfD ins Bett holen. Aber bevor es kuschelig wird, muss er noch kräftig netzwerkeln, gegen alle demokratischen Regeln und seinen Chef, Friedrich Merz.«

Hauptpunkte:

Wirtschaftliche Verbindungen: Spahn wird vorgeworfen, bei der Besetzung lukrativer Posten in seinem Ministerium Freunde und Bekannte bevorzugt zu haben. Dies wird als problematisch angesehen, insbesondere angesichts seiner hohen politischen Position.

Personalentscheidungen: Ein Beispiel ist Paul Zubeil, ein guter Freund Spahns, der eine hochbezahlte Stelle im Gesundheitsministerium erhielt, obwohl er die erforderlichen Qualifikationen möglicherweise nicht mitbrachte. Dies wirft Fragen zur Transparenz und Fairness in der Personalpolitik auf.

Der Artikel beleuchtet auch die Verbindungen zwischen Spahn und anderen Politikern wie Hendrik Streeck, der während der Pandemie an Bekanntheit gewann und durch Spahn in die CDU eintrat. Es wird angedeutet, dass persönliche Beziehungen politische Entscheidungen beeinflussen.

Kritik an der Pandemiebewältigung: Spahn wird vorgeworfen, während seiner Amtszeit in der Corona-Pandemie nicht konsequent genug gegen die Interessen von Lobbyisten vorgegangen zu sein. Dies könnte die Glaubwürdigkeit seiner politischen Entscheidungen beeinträchtigen.

Finanzielle Verwicklungen: Der Artikel thematisiert Spahns finanzielle Verbindungen zu Unternehmen, die von seinen politischen Entscheidungen profitiert haben, und kritisiert eine mögliche Korruption im politischen Betrieb.

Medienberichterstattung: Der Artikel weist darauf hin, dass die Berichterstattung über Spahn in den deutschen Leitmedien zurückhaltend ist. Dies wirft Fragen zur Unabhängigkeit der Medien und zum Einfluss von Machtstrukturen auf die Berichterstattung auf.

Fazit: Der Artikel stellt eine kritische Analyse von Jens Spahns Karriere und seinen Verbindungen innerhalb der politischen und wirtschaftlichen Landschaft Deutschlands dar und wirft grundlegende Fragen zu Ethik und Transparenz in der Politik auf.

https://www.nachdenkseiten.de/?p=137387