Die Kirche, die ich meine: friedfertig und pazifistisch.

In seinem Artikel kritisiert Roland Rottenfußer die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) dafür, dass sie die militaristische „Zeitenwende“ unterstützt und ihre Friedensethik neu ausrichtet, um militärische Gewalt mit christlichen Werten zu rechtfertigen. Rottenfußer argumentiert, dass sich die Kirche von den Lehren Jesu, die Gewaltlosigkeit und Frieden propagieren, entfernt hat und stattdessen den Zeitgeist sowie politische Machtstrukturen unterstützt. Er verweist auf die historische Ambivalenz der Kirche im Umgang mit Krieg und Gewalt, die bereits zur Zeit Martin Luthers offensichtlich war, und warnt vor den moralischen Implikationen dieser Positionierung. Abschließend plädiert er für eine Rückbesinnung auf die ursprünglichen christlichen Werte der Friedfertigkeit und des Pazifismus, wie sie von namhaften theologischen Persönlichkeiten wie Dietrich Bonhoeffer und Margot Käßmann vertreten werden.

»Die „Zeitenwende“ hat auch in der Evangelischen Kirche Deutschlands Einzug gehalten — Aufrüstung gilt nun nicht mehr als Verstoß gegen die Ethik des Religionsstifters.«, 13.12.2025, https://www.manova.news/artikel/selig-sind-die-kriegerischen

Zusammenfassung des Artikels „Selig sind die Kriegerischen“:

Objektive Fakten:

~ Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat sich in den letzten Jahren zunehmend mit der militaristischen „Zeitenwende“ identifiziert.

~ Die Konrad-Adenauer-Stiftung äußert sich zufrieden über die neue Friedensethik der EKD, wenngleich nicht alle diese Änderung unterstützen.

~ Die „Friedensdenkschrift 2025 der EKD“ zielt darauf ab, sowohl das christliche Ideal der Gewaltfreiheit als auch die aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen zu berücksichtigen.

~ Die EKD spricht von der Notwendigkeit von Gegengewalt zum Schutz vor Aggression.

~ Die Denkschrift stellt eine Neuausrichtung der protestantischen Friedensethik dar.

~ Es gibt jedoch auch prominente Stimmen innerhalb der Kirche, die sich für eine pazifistische Auslegung des Evangeliums einsetzen, darunter Margot Käßmann und Jörg Zink.

Autorenmeinungen:

~ Ein Autor kritisiert die Versuche der Evangelischen Kirche, die Lehren Jesu mit militaristischen Ideologien in Einklang zu bringen, und sieht dies als Verzerrung der christlichen Botschaft.

~ Er argumentiert, dass die Kirche sich dem Zeitgeist anpasst und ihre Ideologie an die politischen Gegebenheiten anpasst, was als opportunistisch empfunden wird.

~ Der Autor äußert die Sorge, dass die neue Ethik der Kirche als moralischer Blankoscheck für militärische Gewalt genutzt werden könnte.

~ Er vertritt die Meinung, dass sich die Kirche von ihrer ursprünglichen Rolle als Friedensvermittler entfernt hat und stattdessen die Rüstungsindustrie unterstützt.

~ In der Rhetorik der Kirchenvertreter sieht der Autor eine gefährliche Gleichgültigkeit gegenüber Gewalt und fordert eine Rückbesinnung auf die pazifistischen Grundsätze des Christentums.

~ Der Artikel schließt mit der Feststellung, dass die gegenwärtige Haltung der evangelischen Kirche nicht mit den Lehren Jesu vereinbar ist und die Kirche die Herausforderung des gewaltfreien Lebens nicht ernsthaft annimmt.

Der Artikel nimmt eine kritische Haltung gegenüber der aktuellen Position der evangelischen Kirche ein und thematisiert die Gefahr einer Militarisierung der christlichen Lehre.

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Diese Kirche, diese Haltung ist nicht mehr meine Kirche, ist der Gegensatz meiner Haltung. |

„Liebet eure Feinde und tut denen Gutes, die euch hassen.” So steht es im Lukas-Evangelium. Ein Satz, der leicht gesagt, aber offensichtlich schwer zu praktizieren ist und den trotzdem viele Pazifisten unterschreiben würden. Die andere Wange hinhalten gilt für leitende evangelische Christen jetzt nur noch eingeschränkt.

Wehrdienst, Verteidigungsausgaben, Atomwaffen, Wege zum Frieden. Zu all diesen Themen hat die Evangelische Kirche in Deutschland diese Woche Stellung bezogen. Mit der ersten großen Friedensdenkschrift seit fast 20 Jahren. Aus dieser Denkschrift spricht ein neuer verteidigungspolitischer Pragmatismus und eine Abkehr von früheren pazifistischen Haltungen. Die Evangelische Kirche ist theologisch in der Realität angekommen.

Aus der Friedensdenkschrift spricht ein neuer verteidigungspolitischer Pragmatismus. Dieser ist zwar bereits aus Äußerungen der Bischöfinnen und Bischöfe der letzten Jahre bekannt, doch nun gibt es dafür auch ein theologisches Gerüst. Die Theologinnen und Theologen, die die Denkschrift verfasst haben, erkennen an, dass die Bundesregierung in Verteidigung investieren muss und dass Waffenlieferungen mit christlicher Ethik begründbar sind, sofern sie dem Schutz der Bevölkerung dienen und eine weitere Eskalation des Kriegs verhindern.

Dieser neue Pragmatismus ist bemerkenswert, denn er steht für eine größere Entwicklung. Nach und nach wendet sich die evangelische Kirche damit von pazifistischen Positionen ab, die lange zu ihrer DNA gehört haben: von „Schwerter zu Pflugscharen”, von Friedenschaffen ohne Waffen, von einer Friedensbewegung, in der die Kirche eine zentrale Rolle gespielt hat – sei es bei Protesten gegen Aufrüstung oder für Wehrdienstverweigerung.

Die Denkschrift würdigt die pazifistische Tradition des absoluten Gewaltverzichts zwar als spirituelle Praxis und als Stachel im Fleisch, macht aber auch klar, dass sich der Pazifismus als universale politische Ethik nicht legitimieren lässt. Auch die pazifistischen Rufe von Pfarrerinnen und Pfarrern in der evangelischen Kirche selbst, zum Beispiel nach Verhandlungen als einziger Lösung oder danach, zivilen Widerstand gegen Regime zu stärken, gehen so nicht auf. An die Stelle des evangelischen Pazifismus tritt nun also ein neuer evangelischer Pragmatismus. Dieser deckt sich übrigens an vielen Stellen mit den Positionen der aktuellen und der letzten Bundesregierungen. Das Motto dieses evangelischen Pragmatismus lautet jedenfalls: Wenn es gar nicht anders geht, dann ist aus evangelischer Sicht sogar Gewalt denkbar – aber nur mit großem Zähneknirschen und nach gründlicher Gewissensprüfung.

Auch beim Thema Wehrdienst stimmt die evangelische Kirche mit der Bundesregierung überein. Die Regierung hat diese Woche beschlossen, erstmal flächendeckend junge Männer zu mustern, die sich dann freiwillig entscheiden können. Freiwilligkeit findet auch die evangelische Kirche gut. Obwohl sie eine Wehrpflicht ethisch für vertretbar hält und auch gern noch darüber diskutiert hätte, ob nicht auch Frauen herangezogen werden müssten. Die Kirche unterstreicht jedenfalls, dass Militärdienst ein christlicher Einsatz für den Frieden sein kann.

Laut Denkschrift kann der Mensch den wahren, echten Frieden allerdings gar nicht selbst schaffen, sondern gibt es allein im Reich Gottes. Bei allem Pragmatismus hat sich die evangelische Kirche also doch nicht ganz von frommen Hoffnungen verabschiedet.

»Die EKD ist mit ihrer „Friedensdenkschrift“ in der Realität angekommen – Die evangelische Kirche in Deutschland hat mit der ersten großen Friedensdenkschrift seit fast 20 Jahren zu aktuellen Themen Stellung bezogen. Darin findet sich ein neuer verteidigungspolitischer Pragmatismus und die Abkehr vom starren Pazifismus.«, 15.11.2025, https://www.deutschlandfunk.de/kommentar-zur-evangelischen-friedensdenkschrift-in-der-realitaet-angekommen-100.html

hören:

Mutig in der Ernährungswende voranzugehen und Schritte zu unternehmen, ist angesagt!

Anlässlich des Welternährungstags fordert die Partei Mensch Umwelt Tierschutz, dass öffentliche Einrichtungen in Berlin ausschließlich gesunde, pflanzliche Speisen anbieten. Damit sollen die Gesundheit der Menschen gefördert und gleichzeitig Tiere und die Umwelt geschützt werden.

Anlässlich des Welternährungstags fordert die Partei Mensch Umwelt Tierschutz eine Umstellung der Essensversorgung in öffentlichen Einrichtungen in Berlin, damit dort ausschließlich gesundes, pflanzliches Essen angeboten wird. Eine aktuelle Studie zeigt, dass die derzeitigen Mahlzeiten in vielen Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen gesundheitsschädlich sind, während eine vegane Ernährung das Risiko für verschiedene Krankheiten senken kann. Der Landesvorsitzende Nico Poschinski betont, dass eine pflanzliche Ernährung sowohl ethisch als auch ökologisch notwendig ist, und fordert den Berliner Senat auf, mutige Schritte in der Ernährungswende zu unternehmen.

»Heute ist der Welternährungstag! Wir nutzen dies als Anlass, um ein Umdenken bei der Essensversorgung in öffentlichen Einrichtungen zu fordern. Schulen, Krankenhäuser und Pflegeheime in Berlin sollen künftig ausschließlich gesundes, pflanzliches Essen anbieten – zum Schutz von Menschen, Tieren und Umwelt.«, 16.10.2025, https://www.tierschutzpartei.de/welternaehrungstag2025/

Verkommener korrumpierter Politikbetrieb?

Der Artikel „Spezi-Spahn. Helfen Sie diesem Politiker – dann wird Ihnen geholfen“ vom 14.08.2025 von Ralf Wurzbacher untersucht die Verstrickungen des ehemaligen Bundesgesundheitsministers Jens Spahn in Nepotismus und mögliche Interessenkonflikte, auf der Basis der Veröffentlichungen von correctiv[.]org.

»Der frühere Bundesgesundheitsminister kannte bei der Besetzung lukrativer Posten keine Vermittlungshemmnisse: Ob gute Freunde, private Geschäftspartner oder Pharmaunternehmer, bei ihm kam jeder zum Zug, der den nötigen Willen und Eifer mitbrachte, die eigene und seine Karriere voranzubringen. Für den ganz großen Wurf, das Kanzleramt zu erobern, würde sich der Unionsfraktionschef ziemlich sicher auch die AfD ins Bett holen. Aber bevor es kuschelig wird, muss er noch kräftig netzwerkeln, gegen alle demokratischen Regeln und seinen Chef, Friedrich Merz.«

Hauptpunkte:

Wirtschaftliche Verbindungen: Spahn wird vorgeworfen, bei der Besetzung lukrativer Posten in seinem Ministerium Freunde und Bekannte bevorzugt zu haben. Dies wird als problematisch angesehen, insbesondere angesichts seiner hohen politischen Position.

Personalentscheidungen: Ein Beispiel ist Paul Zubeil, ein guter Freund Spahns, der eine hochbezahlte Stelle im Gesundheitsministerium erhielt, obwohl er die erforderlichen Qualifikationen möglicherweise nicht mitbrachte. Dies wirft Fragen zur Transparenz und Fairness in der Personalpolitik auf.

Der Artikel beleuchtet auch die Verbindungen zwischen Spahn und anderen Politikern wie Hendrik Streeck, der während der Pandemie an Bekanntheit gewann und durch Spahn in die CDU eintrat. Es wird angedeutet, dass persönliche Beziehungen politische Entscheidungen beeinflussen.

Kritik an der Pandemiebewältigung: Spahn wird vorgeworfen, während seiner Amtszeit in der Corona-Pandemie nicht konsequent genug gegen die Interessen von Lobbyisten vorgegangen zu sein. Dies könnte die Glaubwürdigkeit seiner politischen Entscheidungen beeinträchtigen.

Finanzielle Verwicklungen: Der Artikel thematisiert Spahns finanzielle Verbindungen zu Unternehmen, die von seinen politischen Entscheidungen profitiert haben, und kritisiert eine mögliche Korruption im politischen Betrieb.

Medienberichterstattung: Der Artikel weist darauf hin, dass die Berichterstattung über Spahn in den deutschen Leitmedien zurückhaltend ist. Dies wirft Fragen zur Unabhängigkeit der Medien und zum Einfluss von Machtstrukturen auf die Berichterstattung auf.

Fazit: Der Artikel stellt eine kritische Analyse von Jens Spahns Karriere und seinen Verbindungen innerhalb der politischen und wirtschaftlichen Landschaft Deutschlands dar und wirft grundlegende Fragen zu Ethik und Transparenz in der Politik auf.

https://www.nachdenkseiten.de/?p=137387