Das ist das letzte Mal, dass ich mein Gesicht zeige. Eine letzte zärtliche Lüge, und dann bin ich weg von hier. | on this day in music

In dem Song „This Is The Last Time – Real Network Session“ von Keane, der am 01.01.2020 auf der EP „Retroactive – EP3“ veröffentlicht wurde, geht es um das endgültige Ende einer belastenden Beziehung, die durch Unehrlichkeit und ein emotionales Ungleichgewicht geprägt war.

Das lyrische Ich macht unmissverständlich klar, dass ein Wendepunkt erreicht ist. Es herrscht eine Atmosphäre des Abschieds – nicht im Zorn, sondern mit einer müden Entschlossenheit. Die Person ist bereit, den Ort des Geschehens zu verlassen, sobald die letzte Lüge ausgesprochen wurde. Der Text beschreibt eine Geschichte voller Täuschungen. So wird die Metapher des Versteckens genutzt, um zu verdeutlichen, dass Probleme in der Beziehung nie gelöst, sondern immer nur ignoriert oder vertuscht wurden.

Der Refrain („You fall on me for anything you like“) deutet darauf hin, dass das Gegenüber das lyrische Ich als emotionalen Halt oder Sündenbock benutzt hat, wann immer es nötig war. Er beschreibt eine einseitige Dynamik, in der eine Person die Lasten der anderen getragen hat. Trotz der Enttäuschung schwingt eine gewisse Resignation, wenn nicht gar Vergebung, mit. Die Zeile „Years make everything right” deutet darauf hin, dass die Zeit dabei geholfen hat, die Situation zu verarbeiten und die nötige Distanz zu gewinnen, um die toxische Dynamik hinter sich zu lassen.

Der Song ist ein Porträt des Abschlusses. Er beschreibt den Moment, in dem man erkennt, dass weitere Bemühungen zwecklos sind, und sich damit abfindet, zu gehen.

https://www.deezer.com/us/track/2317375

https://music.apple.com/us/song/this-is-the-last-time-real-network-session/1490880932

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Profitmaximierung wird über die Menschenwürde gestellt.

Der Artikel kritisiert die Situation von Menschen mit Behinderung in deutschen Werkstätten. Diese werden oft als „moderne Arbeitssklaven“ bezeichnet, da sie unter extrem niedrigen Löhnen und ohne Perspektive arbeiten. Trotz gesetzlicher Verpflichtungen zur Beschäftigung von Schwerbehinderten erfüllen viele Unternehmen diese Vorgaben nicht. Das führt zu einer hohen Arbeitslosigkeit in dieser Gruppe. Die Werkstätten, die als Sprungbrett in den regulären Arbeitsmarkt dienen sollen, scheitern daran, den Betroffenen eine echte Integration zu ermöglichen, und profitieren gleichzeitig von staatlichen Fördergeldern. Der Artikel argumentiert, dass die wirtschaftlichen Interessen der Unternehmen über die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen gestellt werden. Dies stellt eine ernsthafte Herausforderung für die Inklusion dar.

»Werkstätten für behinderte Menschen sollen den Sprung in ein geregeltes Berufsleben ermöglichen. In einem Bruchteil der Fälle klappt das. Die allermeisten Betroffenen bleiben dagegen als billige Arbeitskräfte auf ihrer Stelle kleben – mit Hungerlohn und ohne Perspektive. Das nutzen ausgerechnet solche Firmen schamlos aus, die auf die Integration Benachteiligter pfeifen. Von Ralf Wurzbacher.«, 29.12.2025, https://www.nachdenkseiten.de/?p=143731

hören:

2,20 Euro Stundenlohn – Wie deutsche Unternehmer mit Inklusion exklusive Profite machen

Während die tatsächliche Inklusion kaum Fortschritte macht, profitieren viele deutsche Firmen finanziell von der Beschäftigung behinderter Menschen.

Key Points

• Werkstätten für Menschen mit Behinderung dienen oft der Ausbeutung statt Integration.

• Die gesetzliche Pflicht zur Beschäftigung wird von rund 60 % der Unternehmen ignoriert.

• Firmen finanzieren sich durch geringe Löhne und staatliche Fördermittel.

• Werkstätten verbleiben meist auf Dauer in einem segregierten System.

• Reformversprechen der Regierung bleiben unkonkret und unzureichend.

Beschäftigung behinderter Menschen in Deutschland

Behinderte Menschen schaffen es in Deutschland kaum, den Übergang in den allgemeinen Arbeitsmarkt zu schaffen – trotz staatlicher Förderungen. Die Beschäftigungsquote in Werkstätten ist mit etwa 0,35 Prozent äußerst niedrig. Die meisten bleiben jahrzehntelang in den Einrichtungen.

Gesetzliche und wirtschaftliche Praxis

Viele Firmen umgehen ihre Beschäftigungspflichten, indem sie Aufträge an Werkstätten vergeben, um Bußgelder zu vermeiden. Das führt zu einer systematischen Ausbeutung, bei der die Betroffenen oft nur Basislöhne erhalten, die kaum zum Leben reichen.

Systematische Ausbeutung und Reformbedarf

Laut Kritikern sind Werkstätten eher Verwahranstalten und fördern Segregation statt echte Inklusion. Das System ist so gestaltet, dass Profitmaximierung über die Menschenwürde gestellt wird. Die politischen Versprechen bleiben vage und konkrete Reformen wurden bislang nicht umgesetzt, wodurch die Inklusionsziele gefährdet sind.

Fazit

Die aktuelle Praxis in Deutschland fördert zwar das Label „Inklusion“, verfehlt aber die eigentlichen Ziele. Anstatt echte Teilhabe zu ermöglichen, profitieren Unternehmen von niedrigen Löhnen und staatlicher Unterstützung, während die Betroffenen häufig in prekären Verhältnissen verbleiben.

Война и миръ | dailyprompt

Eine Herausforderung kann eine sehr anspruchsvolle Aufgabe oder Arbeit sein oder die Aufforderung eines Gegners zu einem (sportlichen) Zweikampf.

Ursprünglich stand hier ein Text, der sich mit der Kriegstüchtigkeit befasste.

Ursprünglich stand hier ein Text, der sich mit den Prioritäten von Tierschützer:innen, Veganer:innen und Klimaschützer:innen angesichts der Kriegsvorbereitungen befasste.

ruhig gelassen
meine Herausforderung
in diesen Zeiten

Ursprünglich stand hier ein Text, der sich mit toxischer Männlichkeit und ihrem vertrauenzerstörendem Verhalten gegenüber Frauen befasste.

Ich hatte den Text vor ein paar Tagen vorbereitet und ihn am 31.12. noch einmal gelesen. Nein, ich möchte das neue Jahr nicht wütend beginnen.

Wie sang Michel van Dyke in seinem großartigen Chanson „lieber traurig“ (aus einem anderen Grund):

Ich möchte lieber traurig sein.
Ich will nicht mehr wütend sein.

Die Wut bekommt mir nicht,
sie zerfurcht mir das Gesicht.

So wie meine Gedanken möchte ich nicht aussehen.
Ich könnt‘ mich dann selber nicht aussteh’n.

Ich will eigentlich nur traurig sein.
Die Wut macht einen doch sehr allein.

Dieser kleine Parasit
macht sehr unbeliebt.

Eine weitere große größte Herausforderung ist es, meinen Weg zu einem introvertierten Leben, den ich vor sechs Jahren begonnen habe, als mir meine Introversion bewusst wurde, langsam und konsequent weiterzugehen.

Krieg und Frieden | Война и миръ | Woina i mir | Vojna i mir | War and Peace | Guerre et Paix

Täglicher Schreibanreiz
Was sind deine größten Herausforderungen?

What are your biggest challenges?

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Happy New Year 2026

»Wir haben den Rassismus überwunden
Er findet endlich nirgendwo mehr statt
Und nach und nach verheilen all die Wunden
Die er jahrtausendelang geschlagen hat

Wir haben auch den Nationalismus überwunden
Weil inzwischen auch der Letzte erkennt
Wir alle sind miteinander verbunden
Und es gibt so viel mehr, was uns verbindet, als uns trennt

Auch den Faschismus hab′n wir überwunden
Minderheiten werden nicht mehr unterdrückt
Wir brauchten dafür ein paar Ehrenrunden
Doch inzwischen ist es überall geglückt

Wir haben auch den Antisemitismus überwunden
Bei diesem Blödsinn macht heut niemand mehr mit
Von allen menschheitsgeschichtlich profunden
Entwicklungsschritten war das so mit der größte Schritt

Wir haben den Neoliberalismus überwunden
Eine große Last wurde von uns genommen
Seitdem kommen wir alle viel besser über die Runden
Dank dem bedingungslosen Grundeinkommen

Wir haben auch die Korruption überwunden
In Wirtschaft, Behörden, Polizei und Politik
Wir haben aus dem Sumpf herausgefunden
Und das Verbrechen besiegt

Wir haben das Patriarchat überwunden
Und die Geschlechterungerechtigkeit
Frauen sind endlich ebenbürtig eingebunden
Das wurde ja auch verdammt noch mal Zeit

Wir haben die Homophobie überwunden
Und all die toxische Männlichkeit
Sie ist endlich rückstandslos verschwunden
Und stattdessen herrscht Regenbogen-Pride

Wir haben die Religionen neu erfunden
Sie sind für viele Menschen offenbar elementar
Doch den Fanatismus hab’n wir ja überwunden
Seitdem stellen Religionen keine Gefahr mehr dar

Auch das Artensterben hab′n wir überwunden
Denn inzwischen hab’n wir alle kapiert
Wird das Artensterben nicht unterbunden
Sind die Nächsten, die aussterben, wir

Wir haben die Klimakrise überwunden
Wir haben es gemeinschaftlich gepackt
Der Planet ist endlich wieder am Gesunden
Und die Ökosysteme sind intakt

Ich hoffe ja, dass ich unumwunden
All das mal meinen Kindern sagen kann
Wir haben uns und Mutter Erde lang genug geschunden
Und jetzt fang’n wir damit aufzuhören an«

https://www.deezer.com/de/album/793741651

https://music.apple.com/de/song/%C3%BCberwunden/1828430621

Bodo Wartke, Überwunden, 29.08.2025

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