»So bitter es ist, die gesamte öffentliche Rentendebatte ist in einer postfaktischen Ära angekommen und das verheißt nichts Gutes.«

Rentenstreit – Debattieren in postfaktischen Zeiten

In seinem Artikel analysiert Jens Berger die aktuelle Debatte um die Rentenreform in Deutschland kritisch und entlarvt die verbreiteten Narrative als irreführend. Berger argumentiert, dass die behaupteten Probleme des Rentensystems – insbesondere die steigenden Kosten und der demografische Wandel – nicht den Fakten entsprechen und oft politisch motiviert sind. Er weist darauf hin, dass die tatsächlichen finanziellen Belastungen aus versicherungsfremden Leistungen resultieren und nicht aus dem Umlagesystem selbst. Zudem stellt er den Generationenkonflikt als künstlich konstruiert dar, da die Reformen vor allem die jüngeren Jahrgänge betreffen würden, während die älteren Generationen weitgehend unberührt blieben. 11.12.2025 https://www.nachdenkseiten.de/?p=143491

Zusammenfassung des Artikels „Rentenstreit – Debattieren in postfaktischen Zeiten“ von Jens Berger

~~ Objektive Fakten:

~ Der demografische Wandel führt dazu, dass mehr Menschen im Rentenalter stehen als junge Menschen in den Arbeitsmarkt eintreten.

~ Die gesetzlichen Altersrenten umfassen versicherungsfremde Leistungen, die durch Steuerzuschüsse finanziert werden.

~ Studien zeigen, dass die Bundeszuschüsse zur Rentenversicherung konstant unter den tatsächlich erbrachten versicherungsfremden Leistungen liegen.

~ Der Anteil der Bundeszuschüsse am Bruttoinlandsprodukt ist in den letzten 20 Jahren von 3,4 % auf 2,7 % gesunken.

~ Die Rentenversicherung ist ein Absicherungssystem für Arbeitnehmer:innen und könnte durch eine Erweiterung der Finanzierungsbasis ein höheres Rentenniveau erreichen.

~~ Meinungen des Autors:

~ Die öffentliche Debatte über die Rentenfinanzierung wird von falschen Narrativen und Katastrophenszenarien dominiert, die nicht den Fakten entsprechen.

~ Die Behauptung, das Rentensystem sei nicht mehr tragbar, ist nachweislich falsch.

~ Der demografische Wandel wird überbewertet und stellt kein unabwendbares Problem für die Rentenversicherung dar.

~ Die Diskussion über einen Generationenkonflikt ist irreführend, denn die Reformen betreffen vor allem zukünftige Generationen und nicht die aktuellen Rentner.

~ Die „jungen Abweichler“ der CDU, die als Vertreter der jungen Generation inszeniert werden, handeln möglicherweise nicht im besten Interesse ihrer eigenen Generation.

~ Die öffentliche Rentendebatte ist in einer „postfaktischen Ära” angekommen, was zu einer Verzerrung der Tatsachen führt.

Der Artikel kritisiert die vorherrschenden Narrative in der Rentendebatte und plädiert für eine sachlichere, faktenbasierte Diskussion.

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Armut während der Schwangerschaft hat tiefgreifende negative Auswirkungen auf die Gesundheit und Entwicklung von Kindern. |

Diese beginnen bereits vor der Geburt und manifestieren sich in Form von chronischen Belastungen und gesundheitlichen Nachteilen.

Der Artikel beleuchtet die tiefgreifenden Auswirkungen von Armut auf Kinder, die bereits vor der Geburt beginnen und sich durch soziale Ungleichheiten manifestieren. In Deutschland leben etwa 2,9 Millionen Kinder in Armut oder sind von Armut bedroht. Dies hat negative Auswirkungen auf ihre Gesundheit, Bildung und Lebensqualität. Forschungsergebnisse zeigen, dass soziale Determinanten wie das Bildungsniveau und das Einkommen der Eltern bereits während der Schwangerschaft das Geburtsgewicht und die spätere Entwicklung der Kinder beeinflussen. Dies kann zu chronischen gesundheitlichen und sozialen Benachteiligungen führen.

»Noch bevor ein Kind atmet – Wie Armut bereits in der Schwangerschaft Spuren hinterlässt. Serie zu Kinderarmut (Teil 1) – Etwa 2,9 Millionen Kinder in Deutschland leben nach EU-Definition in Armut oder Armutsgefährdung. Ihre Kindheit ist geprägt von Unsicherheit: Was in politischen Statistiken „geringes Einkommen“ heißt, bedeutet im Alltag dauerhafte Überforderung der Eltern – eine Überforderung, die sich auf Kinder überträgt. Finanziell schlechter gestellte Kinder sind im Durchschnitt kränker, sterben früher und leben belasteter als Gleichaltrige aus wohlhabenden Familien. Der Unterschied lässt sich messen. Von Detlef Koch.«, 01.11.2025, https://www.nachdenkseiten.de/?p=141366

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