Alltagsdroge Alkohol – Suchtmediziner: Umgang ist unfair gegenüber den Jüngeren | lesenswert

Der Artikel thematisiert den Alkoholkonsum in Deutschland und die damit verbundenen Risiken, insbesondere für Jugendliche. Suchtmediziner Falk Kiefer betont, dass der frühe Kontakt von Kindern mit Alkohol, der in der Gesellschaft vorgelebt wird, zur Entwicklung von Abhängigkeiten führen kann. Er plädiert für eine verantwortungsvollere Handhabung von Alkohol, unter anderem durch höhere Preise und strengere Werbebeschränkungen, um den Zugang für Jugendliche zu erschweren. Abschließend wird die Initiative „Dry January“ als Möglichkeit hervorgehoben, das eigene Trinkverhalten zu reflektieren und gegebenenfalls zu ändern.

»Alkohol gehört zum Alltag – das wird schon Kindern vorgelebt. Daher ist es unvermeidbar, dass ein Teil der Heranwachsenden abhängig wird, sagt Suchtmediziner Falk Kiefer. Er erklärt, wie einzelne und die Gesellschaft Alkoholsucht vorbeugen können.«, 30.12.2025, https://www.deutschlandfunk.de/alltagsdroge-alkohol-100.html

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Die Alltagsdroge Alkohol

Suchtmediziner: Umgang ist unfair gegenüber Jüngeren

Alkohol gehört zum Alltag – das wird Kindern bereits vorgelebt. Daher ist es unvermeidbar, dass ein Teil der Heranwachsenden abhängig wird, sagt Suchtmediziner Falk Kiefer. Er erklärt, wie Einzelpersonen und die Gesellschaft Alkoholsucht vorbeugen können.

Winkelheide, Martin; www.deutschlandfunk.de, Sprechstunde

Umgang mit Alkohol im Alltag: Risiken und Prävention

Der Umgang mit Alkohol ist gesellschaftlich normalisiert, führt aber oft zu Abhängigkeit. Prävention, bewusster Konsum und gesellschaftliche Maßnahmen sind entscheidend.

Key Points

~ Deutschland ist ein Hochkonsumland mit 10–11 Litern Reinalkohol jährlich pro Person.

~ Kinder und Jugendliche lernen Alkohol meist mit 13 oder 14 Jahren kennen, häufig durch Vorbilder.

~ Das jugendspezifische Komasaufen hat sich in den letzten Jahren reduziert, bleibt aber ein Problem.

~ Alkohol wird vor allem in sozialen Kontexten konsumiert, um Hemmungen abzubauen.

~ Der Konsum kann sich von funktionalem Trinken zu Gewohnheit und Sucht entwickeln.

~ Bewegungen wie der „Dry January“ zeigen, dass viele Menschen ihren Konsum reduzieren oder aussetzen möchten.

~ Gesellschaftlicher Umgang und Prävention

~ Gesellschaften tolerieren den Umgang mit Alkohol, gleichzeitig ist der Zugang für Jugendliche leicht.

~ Es besteht eine große Verantwortung gegenüber jüngeren Generationen, da Alkohol eine Sucht erzeugen kann.

~ Maßnahmen wie Preiserhöhungen und Werbebeschränkungen könnten den Konsum bei Kindern und Jugendlichen eindämmen.

~ Menschen, die ohne Alkohol aufwachsen, entwickeln weniger häufig das Bedürfnis zu trinken, was präventiv wirkt.

~ Frühe schädliche Muster lassen sich durch bewusste Reduktion und Reflexion oft noch ausgleichen.

Behandlung und Selbsthilfe

~ Für Betroffene ist Abstinenz meist das effektivste Mittel, um eine Abhängigkeit zu überwinden.

~ Die Motivation dazu kann durch Selbsthilfegruppen wie die Anonymen Alkoholiker gestärkt werden.

~ Frühe Hilfe, etwa durch Trinktagebücher oder professionelle Beratung, ist bei beginnender Abhängigkeit wirksam.

~ Es ist wichtig, sowohl gesellschaftliche als auch individuelle Strategien gegen problematischen Alkoholkonsum zu fördern, um größere gesundheitliche Schäden zu verhindern.

Schlussfolgerung

~ Der Umgang mit Alkohol ist ein gesellschaftliches Problem, das frühzeitig durch Prävention, Aufklärung und gesellschaftliche Maßnahmen angegangen werden muss. Verantwortungsvolles Verhalten und bewusste Entscheidungen können langfristige gesundheitliche Schäden verhindern.

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Was gibt es zu diskutieren …? | Zitat

… Und ich bin an einem Punkt angelangt, an dem ich mich gedemütigt fühle, darüber diskutieren zu müssen, denn was gibt es da zu diskutieren?

Was gibt es zu diskutieren, wenn man Kinder ermordet, Krankenhäuser zerstört, Universitäten zerstört, Journalisten ermordet und damit prahlt?

Es gibt Umfragen, die sagen, dass fast 90 % der Weltbevölkerung wollen, dass das alles aufhört, aber es gibt keine Verbindung zwischen demokratisch gewählten Regierungen und dem Willen des Volkes.

Es ist vorbei.

Die ganze Farce der westlichen liberalen Demokratie ist also genauso eine Leiche unter den Trümmern wie die Zehntausenden von Palästinensern. […]

~ Arundhati Roy, Palestine Festival of Literature (PalFest) im Mai 2024

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Die Folgen der deutschen Corona- und Außenpolitik | lesenswert

Der Artikel thematisiert die negativen Auswirkungen der Corona- und Außenpolitik der letzten beiden deutschen Bundesregierungen. Diese äußern sich in einer bevorstehenden Rezession und einer drastischen Geldentwertung aufgrund hoher Energiepreise. In den letzten vier Jahren wurden mehr als eine Billion Euro für Corona-Maßnahmen, die Aufrüstung der Bundeswehr und die Unterstützung der Ukraine ausgegeben. Dies hat zu einem erheblichen Investitionsrückstand in Bereichen wie dem sozialen Wohnungsbau und der Infrastruktur geführt. Zudem wird ein Anstieg der Arbeitslosigkeit und ein Rückgang der Lebenserwartung im Vergleich zu anderen europäischen Ländern festgestellt, während die Zahl der wohnungslosen Menschen wieder ansteigt. Der Artikel kritisiert die politischen Entscheidungen als alternativlos, stellt jedoch die Frage, ob alternative Ansätze wirtschaftliche und soziale Schäden hätten vermeiden können.

»Die negativen Auswirkungen der Entscheidungen der letzten beiden Bundesregierungen lassen sich mittlerweile in vielen gesellschaftlichen Bereichen spüren und sogar messen. Deutschland rutscht voraussichtlich in eine länger anhaltende Rezession und hat aufgrund hoher Energiepreise eine beispiellose Geldentwertung erfahren. Hinzu kommt, dass in den letzten vier Jahren mehr als eine Billion Euro für Corona-Maßnahmen, Bundeswehraufrüstung und die Unterstützung der Ukraine ausgegeben wurden. Das Geld fehlt nun an anderen Stellen, beispielsweise beim sozialen Wohnungsbau, bei der Krankenhausreform oder bei der Sanierung maroder Verkehrsinfrastruktur und Schulen. Von Karsten Montag.«, 24.10.2024, https://www.nachdenkseiten.de/?p=123573

hören:

» In einem vorangegangenen Beitrag auf den NachDenkSeiten wurde dargestellt, dass die Kosten für die Corona-Maßnahmen, die Unterstützung der Ukraine, die Aufnahme von Flüchtlingen, die Aufrüstung der Bundeswehr, die höheren Energiepreise und die Zinskosten für die Aufnahme neuer Kredite die Marke von einer Billion Euro überschritten haben. Damit erzeugen die weitreichenden politischen Entscheidungen der letzten vier Jahre jährliche Belastungen, die mehr als doppelt so hoch liegen wie die der deutschen Wiedervereinigung. Anhand öffentlich zugänglicher Zahlen lässt sich zeigen, dass die durch die politischen Entscheidungen verursachten Belastungen und Sonderausgaben mittlerweile auch einen messbaren Einfluss auf viele gesellschaftliche Bereiche haben.

Negatives Wirtschaftswachstum

Das reale Bruttoinlandsprodukt ist im Zuge der Corona-Maßnahmen kurzzeitig erheblich geschrumpft. Nach einer ebenfalls nur kurzen Erholung im Jahr 2021 befindet sich die deutsche Wirtschaft auf dem Weg in eine voraussichtlich länger andauernde Rezession.

Abbildung 1: Preisbereinigtes Bruttoinlandsprodukt und dessen Veränderung in Deutschland je Quartal, Datenquelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 81000-0002

Nach einem Rückgang der deutschen Wirtschaftsleistungen 2023 um 0,3 Prozent rechnet die Bundesregierung auch für 2024 mit einem Minus von 0,2 Prozent.

Die schlechten Ergebnisse spiegeln sich auch im Ifo-Geschäftsklimaindex wider. Die Selbsteinschätzung der wirtschaftlichen Lage von Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes, des Bauhauptgewerbes, des Groß- und Einzelhandels und des Dienstleistungssektors verschlechtert sich seit 2021 von Jahr zu Jahr.

Abbildung 2: Ifo-Geschäftsklimaindex (2015 = 100), Datenquelle: Ifo Institut

Arbeitslosigkeit steigt

Die wirtschaftliche Entwicklung hat auch Auswirkungen auf die Arbeitslosenquote und die gemeldeten Arbeitsstellen. Ist die Quote im Verlauf der 2000er- und 2010er-Jahre sukzessive und zum Teil deutlich zurückgegangen, erleben wir seit den Corona-Maßnahmen und dem Wirtschaftsabschwung einen gegenläufigen Effekt.

Abbildung 3: Arbeitslosenquote und gemeldete Arbeitsstellen in Deutschland, Datenquelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 13211-0006

Auch die weiteren Aussichten sind schlecht. So geht das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung in einer Prognose für 2024/2025 von einer Steigerung der Arbeitslosenquote in Westdeutschland auf 5,7 und in Ostdeutschland auf 7,6 Prozent aus.

Verteuerung aufgrund hoher Energiepreise

Die schlechten Wirtschaftsleistungen hängen unmittelbar mit den hohen Energiepreisen aufgrund ausbleibender Gaslieferungen aus Russland und der Sanktionen gegen russisches Öl und Gas zusammen. Obwohl eine angemessene Berichterstattung zu diesem Umstand in den einflussreichen Medien eher ausbleibt, wird er im Grunde von niemandem bestritten. Sichtbar werden die hohen Energiepreise nicht nur an der Tankstelle oder bei der Heizkosten- und Stromabrechnung, sondern auch in einer – für die Bundesrepublik Deutschland lange Zeit beispiellosen – Geldentwertung. Denn die hohen Preise für Öl und Gas haben auch die Kosten für Produktion und Dienstleistung erheblich erhöht. Die monatliche Inflationsrate stieg Ende 2022 sogar auf knapp neun Prozent.

Abbildung 4: Verbraucherpreisindex und Inflationsrate in Deutschland je Monat, Datenquelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 61111-0002

Seit Mitte 2021, als die Verteuerung der Energie begann, hat der Euro somit knapp 16 Prozent an Wert verloren. Die Inflationsrate mag zwar aufgrund hoher Leitzinsen der Europäischen Zentralbank zurückgegangen sein. Der Wertverlust bleibt jedoch bestehen, und die hohen Zinsen haben weitere negative Auswirkungen, beispielsweise beim Wohnungsbau, bei der Aufnahme von Staatsschulden oder bei Investitionen von Unternehmen und Privathaushalten.

Lohnsteigerungen werden größtenteils von der Inflation aufgefressen

Die Preissteigerung hat zur Folge, dass trotz eines deutlichen Anstiegs des Lohnniveaus 2023 die Arbeitnehmer am Ende einen Wohlstandsverlust hinnehmen müssen.

Abbildung 5: Reallohnindex und Nominallohnindex in Deutschland (2022 = 100), Datenquelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 62361-0020

Der Wohlstandsverlust, so man denn in den unteren Einkommensgruppen und bei den Bürgergeldempfängern von „Wohlstand“ reden kann, trifft eher Beschäftigte mit mittlerem und hohem Einkommen. Denn der gesetzliche Mindestlohn wurde zwischen 2021 und 2024 um 30 Prozent erhöht und liegt derzeit bei 12,41 Euro pro Stunde. Auch der Regelsatz des Bürgergelds wurde von 446 Euro pro Monat im Jahr 2021 auf 563 Euro im Jahr 2024 um insgesamt 26 Prozent angehoben. Dass die Einkommenssteigerungen bei den sozioökonomisch Benachteiligten jedoch nicht ausreichen, um die negativen sozialen Auswirkungen der Entscheidungen der Bundesregierung abzufedern, zeigt die Zahl der Wohnungslosen in Deutschland.

Wohnungslosigkeit in Deutschland steigt wieder

Nach einer Rekordzahl von fast 900.000 wohnungslosen Menschen im Jahr 2016, die durch hohe Flüchtlingsströme nach Deutschland ausgelöst wurde, ging die Zahl der Wohnungslosen bis 2021 auf unter 400.000 zurück. Mit dem Beginn des Krieges in der Ukraine stieg sie 2022 wieder auf über 600.000. Dies geht auf Schätzungen der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosigkeit zurück.

Abbildung 6: Schätzung der Zahl der Wohnungslosen in Deutschland durch die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosigkeit, Datenquelle: BAG Wohnungslosenhilfe e.V., Anmerkung: 2017 wurde ein neues Schätzmodell eingeführt.

Eine aktuelle Auswertung von Erhebungen des Statistischen Bundesamtes, die jedoch nur die in Einrichtungen untergebrachten Wohnungslosen, nicht jedoch die auf der Straße oder bei Freunden und Bekannten Lebenden zählen, zeigt eine weitere deutliche Steigerung bis Januar 2024, insbesondere bei ausländischen Mitbürgern.

Abbildung 7: Untergebrachte wohnungslose Personen, Datenquelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 22971-0001

Einer Pressemeldung des Deutschen Mieterbunds zufolge hat sich der Bestand von Sozialwohnungen seit 2006 halbiert. Statt, wie im Koalitionsvertrag vorgesehen, jedes Jahr für 100.000 öffentlich geförderte Wohnungen zu sorgen, sei 2023 laut Bundesregierung lediglich der Bau von 23.000 Sozialwohnungen gefördert worden. In einer weiteren Pressemeldung weisen die Gewerkschaft IG Bau und der Mieterbund darauf hin, dass in Deutschland 560.000 bezahlbare Wohnungen und Sozialwohnungen fehlen. Bund und Länder müssten mit einem Konjunkturprogramm von 20 Milliarden Euro pro Jahr deren Neubau fördern.

Lebenserwartung in Deutschland hinkt im europäischen Vergleich hinterher

Ein weiterer Indikator für die negativen Auswirkungen der Entscheidungen der Bundesregierung lässt sich im Gesundheitswesen erkennen. Bereits seit Jahren liegt die Lebenserwartung in Deutschland lediglich im europäischen Mittelfeld, 2023 lag sie zum ersten Mal darunter. Menschen in Ländern wie Spanien, Italien und Frankreich haben eine deutlich höhere Lebenserwartung. Im Vergleich mit anderen EU-Staaten sowie Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz liegt Deutschland auf Platz 21, lediglich gefolgt von ehemaligen Staaten des Ostblocks. Letztere holen jedoch in den letzten Jahren deutlich auf.

Abbildung 8: Lebenserwartung ab Geburt in Europa, ausgewählte Länder in Jahren, Datenquelle: Statistisches Amt der Europäischen Union, Tabelle tps00205

Als einen Grund für den Rückstand nennt das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung einen „Nachholbedarf bei Prävention und Früherkennung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen“. Doch die Nutzung dieser Gesundheitsdienstleistung wird angesichts des kontinuierlichen Schließens von Praxen und Krankenhäusern in Deutschland immer schwieriger.

Deutlicher Rückgang von Haus- und Facharztpraxen

Die Anzahl der Hausarztpraxen ist laut Angaben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) zwischen 2010 und 2022 um 20 Prozent, die Anzahl der Facharztpraxen um 15 Prozent zurückgegangen. Die Steigerung der Anzahl medizinischer Versorgungszentren kann diese Entwicklung nicht kompensieren. Lediglich bei den psychologischen und psychotherapeutischen Praxen ist ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen.

Abbildung 9: Anzahl der Arztpraxen in Deutschland, Datenquelle: Kassenärztliche Bundesvereinigung

Die KBV spricht von einem „Praxenkollaps“ und fordert unter anderem weniger Bürokratie und eine tragfähige Finanzierung. Eine Übersichtskarte der Ärztevereinigung zeigt, dass eine Unterversorgung in ländlichen und sozial schwachen Regionen droht oder bereits besteht.

Das Zentralinstitut kassenärztliche Versorgung macht höhere Verbraucherpreise und Personalkosten, höhere Kosten für Wartung und Instandhaltung, bei Material und Labor sowie bei der Miete einschließlich Nebenkosten für Praxisräume bei gleichzeitig mäßigem Einnahmenwachstum dafür verantwortlich, dass Arztpraxen wirtschaftlich immer unattraktiver werden.

Corona-Maßnahmen mitverantwortlich für das Krankenhaussterben

Auch die Zahl der Krankenhäuser sowie die Anzahl der Betten je 100.000 Einwohner nimmt kontinuierlich ab. In den vergangenen drei Jahrzehnten ist die Zahl der Krankenhäuser um 22 Prozent zurückgegangen, die Zahl der Betten je 100.000 Einwohner sogar um 32 Prozent.

Abbildung 10: Anzahl Krankenhäuser und Anzahl Betten je 100.000 Einwohner in Deutschland, Datenquelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 23111-0001

Ursache für den Abbau der Kapazitäten ist die Halbierung der Verweildauer der Patienten im Krankenhaus seit Anfang der 1990er-Jahre bei einer einhergehenden Steigerung der Anzahl der Patienten um lediglich 33 Prozent bis 2019. Eine Untersuchung der Universität Duisburg-Essen nennt neue diagnostische, therapeutische und operative Verfahren sowie die Einführung des Fallpauschalensystems und einen damit einhergehenden ökonomischen Anreiz, die Pflegetage zu begrenzen, als Gründe für die sinkende Verweildauer.

Abbildung 11: Anzahl Patienten und durchschnittliche Verweildauer im Krankenhaus in Deutschland, Datenquelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 23111-0001

Hinzu kommt ein weiterer, bisher nicht ausreichend untersuchter Effekt. Exakt mit dem Datum des Beschlusses des ersten Lockdowns am 16. März 2020 ist die Anzahl der Patienten und damit die Auslastung der Krankenhäuser dramatisch eingebrochen und während der gesamten Corona-Krise und auch danach nicht wieder auf das Niveau vor diesem Datum gestiegen. Dieser Umstand, der vollkommen konträr zur Berichterstattung in den einflussreichen Medien während der Corona-Zeit steht, hat zu weiteren Überkapazitäten geführt, obwohl bei der Verweildauer augenscheinlich eine Untergrenze erreicht wurde.

Es ist kaum verwunderlich, dass die Parteien, welche die Corona-Politik maßgeblich bestimmt haben, eine parlamentarische Aufarbeitung ebendieser scheuen wie der Teufel das Weihwasser. Denn sollte einer breiteren Öffentlichkeit gewahr werden, dass die Corona-Maßnahmen und eine einhergehende, bewusst ausgelöste, jedoch unangemessene Panik in der Bevölkerung zu einer Rekord-Unterauslastung des Gesundheitssystems und zu einer Absage von lebensverlängernden Vorsorge- und Routineuntersuchungen geführt haben, dürften zukünftige Wahlergebnisse noch schlechter für sie ausfallen.

Eine von der Bundesregierung beschlossene und mittlerweile auch im Gesundheitsausschuss von den Bundestagsabgeordneten der Ampelfraktionen bestätigte Krankenhausreform soll das „Krankenhaussterben“ nun durch eine Aufweichung des Fallpauschalensystems beenden. Neben anderen Maßnahmen sollen 60 Prozent der gesamten stationären Betriebskosten über eine Vorhaltefinanzierung gesichert werden. Die geschätzten 50 Milliarden Euro Kosten der Reform sollen zur Hälfte aus Steuergeldern finanziert werden. Die andere Hälfte sollen die gesetzlich Krankenversicherten leisten.

Marode Verkehrsinfrastruktur sowie sanierungsbedürftige Schulen und Verwaltungsgebäude

Das Geld, das die letzten beiden Bundesregierungen für Corona-Maßnahmen, die Aufnahme von Flüchtlingen, die Unterstützung der Ukraine und die Aufrüstung der Bundeswehr ausgegeben haben, fehlt nicht nur bei der Bewältigung von Herausforderungen im Gesundheitswesen. Der Einsturz der Carolabrücke in Dresden steht symbolisch für die marode Infrastruktur in Deutschland. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) geht von 11.000 Brücken auf Autobahnen und Bundesstraßen aus, die saniert werden müssen.

Laut der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) lag der wahrgenommene Investitionsrückstand der Kommunen bei 166 Milliarden Euro. 47 Milliarden (29 Prozent) entfallen auf notwendige Investitionen an Schulgebäuden, 39 Milliarden (23 Prozent) auf Straßen und Verkehrsinfrastruktur und 20 Milliarden (12 Prozent) auf öffentliche Verwaltungsgebäude.

Eine gemeinsame Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft und des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung der Hans-Böckler-Stiftung sieht einen Investitionsbedarf von 600 Milliarden Euro in Deutschland, um das Bildungssystem zu verbessern, den Investitionsstau in den Kommunen zu beseitigen, Straßen und Schienen zu sanieren und die Dekarbonisierung zu ermöglichen. Das entspricht im Grunde den Kosten, welche allein die Corona-Maßnahmen verursacht haben. Finanziert werden soll der Investitionsbedarf aus einem „Sondervermögen“, sprich: einer Neuverschuldung.

Von den 600 Milliarden Euro entfallen laut der Studie 127 Milliarden auf die Sanierung von Verkehrswegen und des öffentlichen Personennahverkehrs. Die Verkehrsminister der Länder haben jüngst einen gemeinsamen Infrastrukturfonds gefordert, der sich aus den Mauteinnahmen des Bundes und einem Sondervermögen des Bundes finanzieren soll. Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) hat diese Forderung abgelehnt.

Schlussbetrachtung

Es lassen sich sicherlich noch andere Bereiche finden, auf die sich die Corona- und Außenpolitik der Bundesregierung spürbar negativ auswirken. Man denke nur an den Vertrauensverlust großer Teile der Bevölkerung in den Staat oder die vielen kleinen Unternehmen im Einzelhandel sowie im Kultur- und Gastronomiebereich, die aufgrund der Corona-Maßnahmen oder mangelnder Förderung schließen mussten. Die verantwortlichen Politiker wiederholen unermüdlich, dass die von ihnen getroffenen Entscheidungen alternativlos waren. Doch das macht ihre Behauptungen nicht wahrhaftiger.

Deutschland hätte in der Corona-Krise einen Ansatz wie Schweden wählen und auf rigorose Lockdowns verzichten können. Damit hätten ein wirtschaftlicher Einbruch und einhergehende Steuermindereinnahmen sowie die enorm hohen Zahlungen von Wirtschaftshilfen an Unternehmen und Privathaushalte größtenteils vermieden werden können. Im Ukrainekrieg hätte Deutschland durchaus eine ähnliche Position einnehmen können wie 2003 beim völkerrechtswidrigen Angriffskrieg der Vereinigten Staaten auf den Irak und von Beginn an lediglich weiter auf eine diplomatische Lösung des Konflikts drängen können.

Hätte Deutschland gar eine selbstbewusste Position gegenüber der EU-Kommission und den Vereinigten Staaten eingenommen wie beispielsweise Ungarn oder mittlerweile auch die Slowakei, wäre es sicherlich nicht zu einem Ausfall der Gaslieferungen aus Russland gekommen. Selbst die gesprengten Nord-Stream-Pipelines hätte man innerhalb weniger Wochen reparieren können. Auch das Sondervermögen für die Bundeswehr erscheint aus einer neutraleren Perspektive fraglich. Wer hätte schließlich nach 2003 eine Erhöhung der Rüstungsausgaben gefordert, weil die USA zukünftig auf ihren „Raubzügen“ auch Deutschland angreifen könnten?

Doch anstatt sich einer Überprüfung ihrer Politik beispielsweise in einem Untersuchungsausschuss im Bundestag zu den Corona-Maßnahmen zu stellen, ziehen die Verantwortlichen es vor, Vertreter anderer Sichtweisen und Optionen zu diffamieren, indem sie diese wahlweise als rechts- oder linksextrem, als Querdenker, Coronaleugner, als Putin-Versteher oder Verbreiter russischer Propaganda bezeichnen. Auf diese Weise überzeugt man mit großer Sicherheit nicht die vielen Menschen, die bei den vergangenen Wahlen der Politik der Bundesregierung einen Denkzettel verpasst haben. «

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Verdächtig | Zitat

Zuneigung ist verdächtig geworden.
Verdächtig schön. Verdächtig nah.
Und alles, was nah kommt, könnte erneut wehtun.

Rebecca, Schreibtrunken.de, Über Kinder mit stillem Auftrag, 04.08.2025, https://schreibtrunken.de/2025/08/04/kindermitauftrag/
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Finde den Fehler. |

Jens Spahn am 15.12.2025 vor der Corona-Enquete-Kommission:

» […] Das 2. ist, was den Infektionsschutz angeht, nach einer Impfung, war immer klar, – das war übrigens auch von der WHO definiert, dass das Ziel der Impfstoffforschung und Beschaffung ist, ein Impfstoff zu haben, der vor schweren Verläufen schützt. Es war nie Ziel – auch der der WHO nicht, bei der Impfstoffentwicklung, äh, äh, dass es zu Infektionsschutz gegenüber Dritten kommt. […] «

Jens Spahn am 25.08.2021 vor dem Deutschen Bundestag:

» […] Ja, wer sich impfen lässt, wer sich für die Impfung entscheidet, der schützt sich selbst, aber er schützt eben auch diejenigen, die sich nicht impfen lassen können: Kinder unter zwölf Jahre beispielsweise. […] «

Vor der Corona-Enquete-Kommission zeigte sich Jens Spahn arrogant und uneinsichtig, was die politischen Entscheidungen bezüglich der Impfpflicht und der damit verbundenen Grundrechtsbeschränkungen für Ungeimpfte betrifft. Mit der Aussage, dass die Corona-Impfung nie dem Schutz vor Infektionen diente, widerspricht er früheren Behauptungen, wonach Geimpfte auch andere schützen würden. Viele Bürger wurden unter Druck gesetzt, sich impfen zu lassen, was zu schweren Nebenwirkungen und gesellschaftlicher Ausgrenzung führte. Der Artikel fordert Konsequenzen für Spahns politische Entscheidungen, die als willkürlich und schädlich für die Gesellschaft erachtet werden.

»Jens Spahn ist am Montag vor der Corona-Enquete-Kommission im Bundestag aufgetreten. Mit beißender Arroganz und stechender Selbstgefälligkeit lieferte der Mitverantwortliche für die Drangsalierung von Ungeimpften ein gutes Beispiel dafür ab, warum die politische Klasse so verachtet wird. Wo Demut, Einsichtigkeit und Reue vorhanden sein sollen, glänzt eine Uneinsichtigkeit, die ihres Gleichen sucht. Doch der CDU-Politiker, der aalglatt versuchte, Vorwürfen entgegenzutreten, kam ins Schleudern. Klar ist: Die Grundrechtsbeschränkungen für Ungeimpfte basierten auf politischer Willkür. An einem „Nachspiel“ führt kein Weg mehr vorbei. Ein Kommentar von Marcus Klöckner.«, 17.12.2025, https://www.nachdenkseiten.de/?p=143725

hören:

~ Als Jens Spahn vor der Corona-Enquete-Kommission des Bundestags auftrat, zeigte er sich von seiner arroganten und selbstgefälligen Seite.

~ Seine Aussagen zur Impfpolitik wurden als Beispiel für die Verachtung der politischen Klasse Deutschlands angesehen.

~ Spahn versuchte, den Vorwürfen entgegenzutreten, geriet dabei jedoch ins Schleudern.

~ Die Grundrechtsbeschränkungen für Ungeimpfte basierten auf politischer Willkür.

~ Während der Pandemie wurden Ungeimpfte stark diskriminiert und aus dem öffentlichen Leben ausgeschlossen.

~ Viele Menschen wurden unter Druck gesetzt, sich impfen zu lassen, was in einigen Fällen zu schweren Nebenwirkungen führte.

~ Spahn erklärte, dass der Impfstoff nicht zum Schutz vor Infektionen entwickelt wurde. Dies steht im Widerspruch zu früheren Aussagen.

~ Kritiker heben hervor, dass Millionen Menschen aufgrund des angeblichen Fremdschutzes gegängelt wurden.

~ Spahn wird als Meister des Rausredens und der politischen Manipulation dargestellt.

~ Aufgrund der entstandenen Schäden wird gefordert, dass Konsequenzen folgen müssen.

»Alle wissen es: Es ist noch nicht lange her, da herrschten in Deutschland nicht nur die schwersten Grundrechtseinschränkungen seit dem Bestehen der Republik. Es war auch eine Zeit, in der Ungeimpfte Aussätzigen gleichkamen. Was wurden Mitbürger, die aus verschiedenen Gründen die Coronaimpfung ablehnten, drangsaliert! Kein Restaurantbesuch, keine Hotelübernachtung, kein Besuch im Fitnessstudio usw.: Der Ausschluss aus dem öffentlichen Leben war das Standardprogramm. Verantwortlich für diesen Zustand waren Politiker. Einer davon heißt: Jens Spahn.

Am Montag trat der ehemalige Bundesgesundheitsminister nun in der Enquete-Kommission des deutschen Bundestages auf. Man könnte auch sagen: Mit stolz geschwellter Brust lieferte der CDU-Politiker eine Ego-Show ab, die einmal mehr Zeugnis dafür bot, warum weite Teile der politischen Klasse in Deutschland aus tiefstem Herzen verachtet werden. Doch dann fand, wie es ein Nutzer der Plattform „X“ kommentierte, der gelernte Bankkaufmann einen Fettnapf – und trat hinein. Die Auswirkungen sind weitreichend.

Bevor wir genauer darüber an dieser Stelle sprechen, sollten wir uns etwas vor Augen führen: Die Coronapolitik hatte Auswirkungen. Schwere, nachhaltige, folgenschwere Konsequenzen – für einen beträchtlichen Teil der Bürger. Viele hielten dem unfassbaren Impfdruck nicht stand. Drohender Arbeitsplatzverlust, von Politik und Medien gedemütigt und in ihrem Sein als Menschen und Bürger abgewertet, ließen sich viele – gegen ihren Willen – zur „Impfung“ hinreißen. Andere Bürger bauten auf die Heilsversprechungen von Politikern und Experten und ließen sich mit mehr oder weniger großer Überzeugung den Impfstoff spritzen. Das, was es eigentlich nicht hätte geben dürfen, nämlich: Nebenwirkungen – die etwa von Karl Lauterbach ausgeschlossen wurden, trat dann doch auf. Schwere und schwerste Nebenwirkungen bis hin zum Tod waren die Konsequenz.

Um es auch an dieser Stelle nochmal zu sagen: Der „Staat“, sprich hier: Politiker, haben die Menschen durch eine Politik der Angst, der Unwissenschaftlichkeit, der Repression und der Manipulation dazu gebracht, sich einen hochumstrittenen Impfstoff spritzen zu lassen. Dass direkt oder indirekt Betroffene, genauso wie Teile einer Gesellschaft, die erkannt haben, was Politiker sich hier geleistet haben, Aufarbeitung und Konsequenzen fordern, liegt im besten Sinne von Demokratie und Rechtsstaat.

Und nun kommen wir zu Jens Spahn.

Dreieinhalt Stunden saß der CDU-Mann vor der Corona-Enquete-Kommission. Selbst der Tagesspiegel, der in der Coronazeit „auf Linie“ war, berichtet unter der Überschrift: „Dreieinhalb Stunden Widerspruch: Jens Spahn quält sich durch die Masken-Befragung“.

Doch um das Thema Maskenbeschaffung soll es an dieser Stelle nicht gehen. Vielmehr muss man eine Szene in den Vordergrund rücken, die es in ihrer Ungeheuerlichkeit zu erfassen gilt.

Spahn sagte Folgendes:

Das 2. ist, was den Infektionsschutz angeht, nach einer Impfung, war immer klar, – das war übrigens auch von der WHO definiert, dass das Ziel der Impfstoffforschung und Beschaffung ist, ein Impfstoff zu haben, der vor schweren Verläufen schützt. Es war nie Ziel – auch der der WHO nicht, bei der Impfstoffentwicklung, äh, äh, dass es zu Infektionsschutz gegenüber Dritten kommt.

Diese Aussage von Spahn ist nun protokolliert. Um zu begreifen, was er da gesagt hat, ist ein Blick zurück angebracht.

Der Arzt und ehemalige Leiter eines Gesundheitsamts Friedrich Pürner machte rasch, nachdem das Video von Spahns Auftritt in der Kommission bekannt wurde, auf eine Aussage Spahns zum Fremdschutz aus der Coronazeit aufmerksam. In einer Rede „zur Feststellung des Fortbestehens der epidemischen Lage von nationaler Tragweite vor dem Deutschen Bundestag am 25. August 2021“ sagte Spahn:

Ja, wer sich impfen lässt, wer sich für die Impfung entscheidet, der schützt sich selbst, aber er schützt eben auch diejenigen, die sich nicht impfen lassen können: Kinder unter zwölf Jahre beispielsweise.

Pürner merkt an:

Kaum zu glauben, was Spahn hier [in Bezug auf den Videoausschnitt] über die COVID-Impfung sagt (….). Millionen von Menschen wurden gegängelt, ausgegrenzt, beschimpft und diskreditiert – aufgrund des angeblichen Fremdschutzes.

Halten wir fest: Der Fremdschutz war vorgeblich gegeben – Spahn sagte es klar und deutlich. Besonders perfide: Kinder „unter zwölf“ werden in der Aussage herangezogen – und somit indirekt als Opfer dargestellt, die auf das Konto der (uneinsichtigen) Ungeimpften zu drohen gehen.

Auch diese Stelle verdeutlicht einmal mehr, wie Spahn und andere Politiker einen geradezu monströsen Impfdruck aufbauten.

Doch damit nicht genug.

Durch das Netz geht derzeit auch ein Video, das Spahn zeigt, wie er damals in der Coronazeit Folgendes sagte:

Liebe Leute, das Jahr 2022 wird eins sein – und zwar egal wie gering die Inzidenz ist: Stellt euch darauf ein, 2G…gilt mindestens das ganze Jahr (…) . Wenn du (…) mehr tun willst, als dein Rathaus oder den Supermarkt zu besuchen, dann musst du geimpft sein.

Diese Aussagen sind das eine. Das andere ist der Ton, die Art und Weise, wie Spahn hier redet. Auf eine Weise, die keinen Widerspruch mehr zulässt, die erkennen lässt, dass unfassbare Grundrechtseinschränkungen längst zur Selbstverständlichkeit geronnen sind, verkündet hier ein ranghoher Politiker den Ausschluss ungeimpfter Mitbürger aus dem öffentlichen Leben auf lange, vielleicht sogar unabsehbare Zeit.

In einem Tweet auf der Plattform X schrieb Spahn auch im August 2021 die folgenden Zeilen:

Impfen ist ein patriotischer Akt: Man schützt nicht nur sich selbst, sondern uns als Gesellschaft. Gemeinsam können wir für sicheren Herbst und Winter sorgen.

Der Statistiker Gerd Antes kommentierte auf X die Aussage Spahns, wonach die Coronaimpfung „nie“ dem Schutz vor Infektionen dienen sollte mit den Worten:

Der Irrsinn ist immer noch steigerungsfähig: Das ist wohl eine der größten Lügen.

Ob Lüge oder nicht: Spahn verkörpert einen Politiker, der sich in einer politischen Kernkompetenz als Meister erwiesen hat, nämlich: Im Rausreden, im Drehen und Winden, im Darstellen von Schwarz als Weiß.

Auch dieses Mal betrat der Politiker Spahn die Bühne der Öffentlichkeit mit einer gewaltigen Portion Selbstgefälligkeit. Gescheitert ist er am Montag an einer Arroganz, die ihres Gleichen sucht. In der „Sache Impfdruck“ ist nämlich der angerichtete Schaden so groß, dass hier alle Betroffenen genau schauen, wenn einer redet. Und die Betroffenen sind viele. Jedes Wort legen jene, die unter 2G gelitten haben, auf die Goldwaage und prüfen es auf ihren Bestand. Spahns selbst gewählte, mit reichlich Überzeugung und Selbstbewusstsein vorgetragenen Worte sind nun an ihm, an seinen eigenen vorangegangenen Aussagen zerschellt, die die beschädigte Gesellschaft jederzeit aus ihren Archiven herausholen kann.

Längst ist ein folgenschwerer Schluss zu ziehen. Die schweren Grundrechtseingriffe für Ungeimpfte basierten, bei Lichte betrachtet, auf politischer Willkür. In Anbetracht der verursachten Schäden müssen jetzt jene Konsequenzen folgen, die in einer Demokratie bei dieser Sachlage unabdingbar sind.«

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Die Heimkehr (?) des Soldaten. | Zitat

» […] Die Heimkehr des Soldaten aus dem Krieg ist keine leichte Übung.

Das Heim hat sich verändert, der Soldat ist ein anderer geworden.

Vielleicht fragen sich die Zurückgebliebenen, die, die gewartet haben, was der Wiedergekehrte wohl so gemacht haben mag, im Krieg.

Kann einer überhaupt unbeschadet hervorgehen aus physischer Auseinandersetzung mit gegenseitiger Tötungsabsicht?

Und vielleicht findet auch der Soldat sich in der einst vertrauten Umgebung nicht mehr zurecht, hegt Zweifel und Verdacht, hadert: mit den Umständen und mit sich selbst. […] «

~ Alexander Seitz, „Rückkehr nach Ithaka„, Filmkritik, 22.11.2025, https://www.epd-film.de/filmkritiken/rueckkehr-nach-ithaka

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