Ich höre dieses Klavier singen …

… es singt von Hoffnung, vom Wunsch zu glauben, dass man alles neu erfinden kann …

10.09.2021– | track: –Derrière le brouillard– | artist: –Grand Corps Malade, Louane– | album: -Mesdames-

Der Song von Louane und Grand Corps Malade handelt von der Musik als Mittel zur Bewältigung von Krisen und Schicksalsschlägen.

Louane beschreibt, wie sie in dunklen, nebligen Zeiten ein Klavier hört, das ihr Hoffnung schenkt und ihr den Mut gibt, alles neu zu erfinden. Indem sie ihre eigene Stimme hinzufügt, findet sie die Kraft, Stürme zu überstehen.

Grand Corps Malade betont, dass es kein Patentrezept für die Bewältigung von Tragödien gibt. Das Singen wird dabei nicht als bewusste Entscheidung dargestellt, sondern als Ur-Instinkt und Überlebensmechanismus, der sich in schwierigen Momenten automatisch einstellt. Er beschreibt das Singen als eine Form der Resilienz, Befreiung und des Widerstands.

Im letzten Teil des Songs stellen die beiden Künstler fest, dass sie trotz ihrer unterschiedlichen Lebensgeschichten die Erfahrung teilen, durch die Musik wieder Halt zu finden. Sie singen, um das, was ihnen genommen wurde, zu verarbeiten und nach vorne zu blicken.

Zusammenfassend geht es in dem Song also darum, dass Musik eine unerschöpfliche Quelle von Kraft, Trost und Hoffnung ist, die Menschen dabei hilft, schwierige Lebensphasen zu meistern und sich selbst auszudrücken.

Und die Nacht wird noch dunkler.

09.09.2022– | track: –Darker Still– | artist: –Parkway Drive– | album: -Darker Still-

Der Songtext „Darker still“ von Parkway Drive zeichnet das Bild eines Menschen, der sich in einer Spirale aus Schuld, Liebe und Verzweiflung verstrickt. Er kämpft, er lügt, er sehnt sich – doch all das führt nur in eine immer tiefere Dunkelheit, aus der es kein Entrinnen gibt, außer durch den Tod. Die Wiederholungen und die düstere Symbolik verstärken das Gefühl der Ausweglosigkeit und der tragischen Verstrickung.

Der Songtext beschreibt eine tiefgehende, fast verzweifelte Suche nach Erfüllung, Liebe und vielleicht Erlösung, die von innerer Zerrissenheit, Schuldgefühlen und einer fast schon zwanghaften Hingabe geprägt ist. Hier sind die zentralen Motive und Stimmungen:

1. Unerfüllbare Sehnsucht und Kampf

Der Protagonist kämpft unermüdlich: Er „kauft Land am Himmel“, „baut Treppen aus Lügen“ und „schwingt sich durchs Leben“. Diese Bilder symbolisieren den Versuch, Unerreichbares zu erreichen, sei es Liebe, Vergebung oder ein Ziel, das immer fernbleibt. Jeder Schritt scheint Schmerz zu verursachen („mit jeder Lüge lasse ich sie weinen“), was auf eine zerstörerische Dynamik hindeutet.

2. Dunkelheit und Ausweglosigkeit

Die sich ständig wiederholende Zeile „And the night grows darker still“ unterstreicht eine wachsende Hoffnungslosigkeit. Die Dunkelheit wird dabei zum Symbol für eine unaufhaltsame, bedrückende Entwicklung, die vielleicht Depressionen, Schuldgefühle oder das Gefühl, in einer ausweglosen Situation gefangen zu sein, symbolisiert.

3. Liebe als zerstörerische und rettende Kraft

Die „Augen der Geliebten“ werden als Ort der Flucht und gleichzeitig der Gefahr beschrieben („Ich schwimme tief in ihre Augen, aber ich werde nicht überleben.“). Die Liebe erscheint hier als etwas, das sowohl fasziniert als auch vernichtet. Die „Lichter hinter ihren Augen“ könnten Hoffnung oder eine unerreichbare Wahrheit symbolisieren.

4. Tod als Endpunkt

Der Refrain „Until I die“ wirkt wie eine resignierte Akzeptanz: Der Kampf, die Schuld und die Suche enden erst mit dem Tod. Es gibt keine Erlösung im Leben, nur das Warten auf das unvermeidliche Ende.

Rick Davies ist tot.

Now they′re planning the crime of the century
Well, what will it be?
Read all about their schemes and adventuring
Yes, it’s well worth a fee

So roll up and see
How they rape the universe
How they′ve gone from bad to worse

Who are these men of lust, greed and glory?
Rip off the masks and let’s see
But that’s not right, oh, no, what′s the story?
But there′s you and there’s me

That can′t be

Crime of the century, Supertramp, 25.10.1974, composer: Rick Davies


Der Songtext von „Crime of the Century“ von Supertramp kritisiert Machtmissbrauch, Heuchelei und der Nicht-Einhaltung gesellschaftlicher Verantwortung.

Kernaussagen des Songs:

  1. Ankündigung eines „Verbrechens des Jahrhunderts“
    Die ersten Zeilen beschreiben, wie mächtige Gruppen („they“) ein großes Unrecht planen. Was genau das „Verbrechen“ ist, bleibt offen – es könnte sich auf politische Skandale, wirtschaftliche Ausbeutung oder sogar Umweltzerstörung beziehen.
  2. Zynische Inszenierung der Macht
    „Read all about their schemes and adventuring / It’s well worth a fee“ – die Taten dieser Gruppen werden wie eine Show präsentiert, für die man sogar Eintritt zahlen soll. Das unterstreicht die Zynik: Ausbeutung und Korruption werden zur Unterhaltung oder zum Geschäft.
  3. Ausbeutung und moralischer Verfall
    „How they rape the universe / How they’ve gone from bad to worse“ – Die Kritik gipfelt in der Metapher, dass diese Mächtigen die Welt („universe“) ausbeuten und sich dabei immer weiter verschlimmern.
  4. Frage nach den Tätern
    „Who are these men of lust, greed and glory? / Rip off the masks and let’s see“ – Der Text fordert auf, die wahren Gesichter hinter den Masken der Macht zu enthüllen. Es sind Menschen, die von Gier, Ruhmsucht und Lust getrieben werden.
  5. Gesellschaftliche Verantwortung
    „But that’s not right, oh, no, what’s the story? / But there’s you and there’s me“ – Der Song endet mit einer Reflexion: Die Situation ist nicht hinnehmbar und jeder Einzelne ist gefragt, sich zu fragen, was wirklich passiert – und möglicherweise dagegen aufzustanden.

Der Text ist eine scharfe Anklage gegen Systeme und Personen, die Macht für egoistische Zwecke nutzen. Gleichzeitig appelliert er an die Zuhörer:innen, nicht wegzuschauen, sondern sich bewusst zu machen, dass Veränderung nur gemeinsam möglich ist. Die Zeile „There’s you and there’s me” deutet darauf hin, dass jeder Einzelne Teil der Lösung sein kann – oder zumindest die Pflicht hat, sich zu informieren und zu hinterfragen.

Der Song ist eine Mischung aus Wut, Sarkasmus und Hoffnung – eine Aufforderung, die Mechanismen der Macht zu durchschauen und Verantwortung zu übernehmen.

Es läuft von Mund zu Mund, von Tür zu Tür.

08.09.2022– | track: –La rumeur – Live– | artist: –Calogero– | album: -Centre ville (Deluxe)-

In seinem Lied „La rumeur” beschreibt Calogero die gefährliche und unkontrollierbare Dynamik von Gerüchten. Er vergleicht ein Gerücht mit einer Welle, die klein beginnt – vielleicht als leises Flüstern –, aber schnell an Größe gewinnt und sich über verschiedene Kanäle, sei es von Mund zu Mund oder über digitale Medien, verbreitet.

Im Songtext wird betont, wie ein Gerücht das Leben eines Menschen negativ beeinflussen kann, indem es ihn an den Pranger stellt und sogar unschuldige Personen wie den eigenen Vater in ein schlechtes Licht rückt. Das Gerücht wird personifiziert und als etwas beschrieben, das sich wie ein Raubtier um sein Opfer schleicht, es ins Visier nimmt und ihm Angst macht.

Im Lied wird besonders die paradoxe Natur von Gerüchten hervorgehoben: Je mehr man versucht, sie zu widerlegen, desto stärker werden sie und verbreiten sich weiter. Calogero warnt eindringlich vor der zerstörerischen Kraft von Gerüchten, die Menschenleben ruinieren und Namen beschmutzen können. Das wiederholte „Gaffe, gaffe, gaffe à la rumeur” dient dabei als zentraler, warnender Aufruf, sich dieser Gefahr bewusst zu sein.

Meine Zukunft liegt jenseits der gelben Ziegelsteinstraße.

07.09.1973– | track: –Goodbye Yellow Brick Road– | artist: –Elton John– | album: -Goodbye Yellow Brick Road / Screw You-

Der Songtext handelt vom Wunsch, aus einem glamourösen, aber beengenden Leben in der Stadt auszubrechen. Die Metapher der „gelben Ziegelsteinstraße“ (engl. „Yellow Brick Road“) steht für diesen Weg des Erfolgs und des Ruhms. Der Protagonist fühlt sich jedoch gefangen und wie ein „Geschenk“, das nur zur Unterhaltung anderer da ist.

Er sehnt sich nach seinem früheren, einfacheren Leben auf dem Land, das durch den „Pflug” und die „Farm” symbolisiert wird. Er stellt sich der Person, die ihn festhält, entgegen und erklärt, dass er nicht ewig an diesen Ort gebunden sein wird. Trotz der Bedenken und Warnungen, dass sein Ausbruch scheitern könnte, ist seine Entscheidung klar: Er will zu seinen Wurzeln zurückkehren und sein eigenes Leben leben – weg von den falschen Versprechungen und den „Hunden der Gesellschaft“.

Ich gehe nach Hause,

06.09.2019– | track: –I Am Going Home– | artist: –Roseaux, Ben L’oncle Soul– | album: -Roseaux II-

Der Songtext „I am going home“ von Roseux und Ben L’Oncle Soul handelt von einem emotionalen Konflikt und der Unentschlossenheit in einer Beziehung. Der Interpret schwankt zwischen dem Wunsch, die Beziehung zu beenden, und der Verpflichtung, zu bleiben. Er verspricht, für die andere Person da zu sein, ihre Tränen aufzufangen und sie zu unterstützen, selbst wenn er dabei beschämt wird oder die Wahrheit beugen muss.

Der Refrain „Said I’m leaving, said I’m staying, oh I need you, said I’m leaving“ verdeutlicht diesen inneren Kampf. Einerseits gibt es den Reiz, die Beziehung zu beenden und etwas Neues zu beginnen („the thrill of taking off, when I know I’m going home“), andererseits gibt es die tiefe Bindung und das Bedürfnis nach der anderen Person.

Zusammenfassend geht es um die Herausforderungen und Ambivalenzen einer Beziehung, in der man zwischen Verlassen und Bleiben hin- und herschwankt, während man gleichzeitig versucht, für den Partner da zu sein.