Ich habe keine Ahnung.  |  On this day in music.

11.10.1983– | track: –Hello– | artist: –Lionel Richie– | album: -Can’t Slow Down-

Die Kernaussage des Songtextes „Hello” von Lionel Richie ist die tiefe und sehnsüchtige Liebe des lyrischen Ichs zu einer anderen Person. Der Text beschreibt eine intensive, nahezu obsessive innere Beschäftigung mit der geliebten Person. Das lyrische Ich hat in Gedanken und Träumen bereits eine Beziehung zu dieser Person aufgebaut („I’ve been alone with you inside my mind“, „in my dreams, I’ve kissed your lips a thousand times“).

Die zentrale und wiederkehrende Frage „Hello, is it me you’re looking for?” drückt die Hoffnung aus, dass diese Gefühle erwidert werden und man füreinander bestimmt ist.

Das lyrische Ich drückt aus, dass die geliebte Person alles ist, was es sich je gewünscht hat („You’re all I’ve ever wanted“). Es ist bereit, sich zu öffnen („My arms are open wide“), seine Liebe zu gestehen und hat gleichzeitig eine gewisse Unsicherheit und Verzweiflung darüber, wie es das Herz der Person gewinnen kann („Tell me how to win your heart, for I haven’t got a clue“).

Im Wesentlichen ist es eine von Sehnsucht, romantischer Verklärung und dem Wunsch nach einer gemeinsamen Zukunft getragene Liebeserklärung, während das lyrische Ich gleichzeitig über den Beziehungsstatus der anderen Person rätselt („Are you somewhere feeling lonely? Or is someone loving you?“).

to the water, to the sunlight | On this day in music.

15.09.2023– | track: –Did You Make It Safe? (Orchestral Version) – Live- | artist: –New Model Army, Sinfonia Leipzig– | album: -Sinfonia-

Der Song beschreibt die lange und anstrengende Flucht vor einer bedrohlichen Gestalt mit Hörnern und Speer. Die Verfolgung findet in der Tageshitze statt, der Flüchtling ist erschöpft und am Ende seiner Kräfte.

Parallel dazu geht es um die Flucht aus der Heimat. Die Person hat ihre Heimatstadt mit den „rostenden Mühlen” und den Menschen, die sie nicht verstehen konnten, verlassen. Sie hat alles auf eine „versprochene” oder Traum-Destination gesetzt. Der Text fragt, ob diese neue Heimat sie akzeptiert hat.

Verfolgung und Flucht aus der Heimat scheinen miteinander verknüpft zu sein. Während der Flucht erinnert sich die Person an eine Begegnung mit einer anderen Person, die ebenfalls glaubte und betete, um es zu schaffen. Das Lied ist eine Reflexion über die Anstrengungen, die man auf sich nimmt, um ein Traumziel zu erreichen.

Wie vom Teufel gejagt. | On this day in music.

14.09.1993– | track: –Bat Out of Hell – Live from The United States / 1993– | artist: –Meat Loaf– | album: -Bat Out Of Hell II: Back into hell…-

Der Songtext „Bat out of hell“ von Meat Loaf ist eine leidenschaftliche und düstere Erzählung über Verzweiflung, Liebe und den unaufhaltsamen Drang nach Freiheit. Der Protagonist befindet sich in einer gefährlichen und korrupten Welt, die von Gewalt und Dunkelheit geprägt ist. Er sehnt sich danach, aus dieser Hölle zu entkommen, und findet in einer anderen Person das Einzige, was in seinem Leben „sauber und gut” ist.

Die Liebe zu dieser Person ist seine einzige Hoffnung, aber auch ein Fluch. Er will unbedingt vor dem Morgengrauen fliehen, um nicht verdammt zu werden. Doch er erkennt, dass er auch in der Ferne nicht gerettet sein wird. Paradoxerweise will er verdammt sein – aber nur, wenn er mit seiner geliebten Person zusammen ist.

Dieser Konflikt wird durch die Symbolik eines Motorrads – einem „Phantom aus schwarzem Metall“ – unterstrichen. Die Fahrt symbolisiert seine Flucht und den Wunsch, schnell und rücksichtslos zu entkommen. Doch diese Flucht wird auch sein Ende sein. Er rast blindlings seinem Schicksal entgegen, da er in Gedanken bei seiner Liebe ist. Er übersieht eine Kurve und stürzt.

Das Ende ist tragisch: Er stirbt in einem brennenden Wrack. Seine Seele, die wie eine „Fledermaus aus der Hölle” wegfliegt, kehrt jedoch am Ende immer wieder zu der Person zurück, die er liebt. Es ist ein Zyklus aus Flucht, Schicksal und unsterblicher Liebe, der den Tod überwindet.

Signs of wings.

13.09.2019– | track: –Signs of Wings– | artist: –Sascha Paeth’s Masters Of Ceremony– | album: -Signs of Wings-

Auf meinem Rücken sind keine Narben zu sehen.
Aber subtile Anzeichen von Flügeln.
Meine spröde Hülle steht kurz davor, zu zerbrechen.
um im Frühling zu erblühen.

Der Songtext „Signs of wings“ von Sascha Paeth’s Masters Of Ceremony handelt von einem Gefühl der Stagnation und des Aufbruchs. Die Sängerin fühlt sich, als stünde sie kurz davor, sich zu verändern und ihr volles Potenzial zu entfalten. Dies wird durch die „Flügel” und die bevorstehende „Blüte im Frühling” symbolisiert. Sie möchte aus dem „Unkraut” ausbrechen und davonschweben.

Gleichzeitig ist sie innerlich zerrissen. Sie hat das Gefühl, zwar die Fähigkeit zu fliegen („Zeichen von Flügeln“), dies aber noch nicht tun zu können. Sie wartet auf einen Wendepunkt („Regen“), der sie von der Last der Vergangenheit befreit und es ihr erlaubt, wieder sie selbst zu sein. Es geht um die Suche nach Antworten und innerem Frieden.

Der Songtext beschreibt auch eine allgemeine menschliche Erfahrung der Unsicherheit. Die Sängerin fragt sich, ob sie mit ihren Zweifeln und ihrer Suche nach Sinn allein ist. Sie spricht eine universelle Sehnsucht an, „Licht hinter der Dunkelheit” zu sehen.

Am Ende des Songs kehrt das Thema zur Endlichkeit und Hoffnung zurück. Es wird angedeutet, dass wir alle früher oder später unser volles Potenzial erreichen und „fliegen” können, sei es im Leben oder im Tod. Die letzten Zeilen reflektieren die Ungewissheit darüber, was danach kommt: Gibt es eine Wiedergeburt, werden wir zu Staub oder existiert einfach nichts mehr? Der Song ist somit eine Mischung aus persönlicher Entwicklung, allgemeiner existenzieller Suche und der Akzeptanz des Unbekannten.

Am Ende können wir alle fliegen.
Egal, was wir tun.
Wir werden in den endlosen Himmeln verschwinden.
und einer anderen Wahrheit gegenüberstehen.

We are sick.

11.09.2020– | track: –WE ARE CHAOS– | artist: –Marilyn Manson– | album: -WE ARE CHAOS-

In diesem Songtext „We are chaos“ von Marilyn Manson wird das Gefühl der Andersartigkeit und Unheilbarkeit beschrieben. Der Sänger im Lied sieht sich selbst und Menschen, die ihm ähnlich sind, als „krank, verfickt und kompliziert“ sowie als „Chaos, das nicht geheilt werden kann“.

Es wird die Idee angesprochen, dass Außenstehende versuchen, diese Menschen mit einfachen Lösungen wie Tabletten zu heilen, doch der Sprecher lehnt das ab. Es scheint, als habe er eine tiefe, existenzielle Erfahrung gemacht (den Tod), die ihn von anderen unterscheidet und alles andere als trivial erscheinen lässt.

Trotz dieser scheinbaren Hoffnungslosigkeit und des „Garbage Dump“, in dem alle enden, bietet der Sprecher eine Verbindung an, indem er verspricht, „die Hand zu halten“. Es geht also nicht nur um Isolation, sondern auch um eine tiefgründige, mysteriöse Beziehung, die die eigene „Miserabilität” beenden könnte.

Letztendlich stellt sich der Interpret die Frage nach seiner eigenen Identität – ob er eine reale Person ist oder nur ein Schauspiel. Die wiederholte Phrase „We are sick, fucked up and complicated“ unterstreicht das zentrale Thema der nicht heilbaren inneren Zerrissenheit.