Der Digitalfunk soll mithilfe von Beratungshonoraren in Höhe von 160 Millionen Euro kriegstüchtig gemacht werden. |

Um die anhaltenden Probleme mit dem Digitalfunk des Heeres zu lösen, dessen Einführung sich aufgrund technischer Schwierigkeiten weiter verzögert, plant die Bundeswehr, externe Beraterfirmen wie Capgemini und PwC für rund 160 Millionen Euro zu beauftragen.

Die Bundeswehr sieht sich mit erheblichen Herausforderungen bei der Digitalisierung ihrer Funkgeräte konfrontiert, was zu Inkompetenz bei der Nutzung der neuen Technologie führt. Um die Probleme zu beheben, sollen Beratungsfirmen wie Capgemini und PwC für fast 160 Millionen Euro engagiert werden. Die Umrüstung der Fahrzeuge könnte jedoch bis in die 2030er Jahre andauern. Trotz der Versprechen des Verteidigungsministeriums bleibt die Tauglichkeit der aktuellen Lösungen fraglich und es bestehen Bedenken hinsichtlich der Umsetzbarkeit der geplanten Maßnahmen.

»Digitalfunk-Desaster der Bundeswehr: Millionen für Berater sollen es richten – Capgemini, PwC & Co. sollen helfen, die Probleme beim Digitalfunk des Heeres in den Griff zu bekommen. Es geht um Aufträge in Höhe von knapp 160 Millionen Euro.«, 05.11.2025, https://www.heise.de/news/Digitalfunk-Desaster-der-Bundeswehr-Millionen-fuer-Berater-sollen-es-richten-11067079.html

Ein Schüler wird strafrechtlich verfolgt, weil er ein Meme gegen die Militarisierung an seiner Schule gepostet hatte. |

In Freiburg wird gegen einen Schüler des Angell-Gymnasiums ermittelt, weil er ein als beleidigend angesehenes Meme über die Bundeswehr postete, nachdem ein Jugendoffizier an der Schule für militärische Einsätze geworben hatte.

Gegen einen Schüler des Angell-Gymnasiums in Freiburg wird ermittelt, weil er ein als „beleidigend“ angesehenes Meme über die Bundeswehr gepostet hat. Hintergrund ist der Besuch eines Jugendoffiziers an der Schule, der für den Krieg geworben und dabei provokante Fragen gestellt hat. Unterstützer des Schülers berichten, dass sowohl die Schule als auch die Bundeswehr in die Ermittlungen involviert sind. So sollen sie persönliche Daten preisgegeben und versucht haben, das Handy des Schülers zu orten. Gleichzeitig wurden Gegenproteste organisiert.

»Strafanzeige gegen Schüler wegen Meme über Bundeswehr«, 28.10.2025, https://www.instagram.com/p/DQXAsnRjajY/

Der Staatszerfall Jugoslawiens von 1990 bis 1995. |

Während der Jugoslawienkriege haben die westlichen Staaten nicht nur versäumt, ernsthafte Friedensbemühungen zu unternehmen, sondern sie haben auch aktiv zur Eskalation des Konflikts beigetragen. Dies führte letztlich zum Zerfall Jugoslawiens.

Der Artikel beleuchtet die geopolitischen Dimensionen des Staatszerfalls Jugoslawiens zwischen 1990 und 1995 und untersucht insbesondere die Rolle westlicher Regierungen. Diese unterließen nicht nur Friedensbemühungen, sondern trugen während der Konflikte auch aktiv zur Eskalation bei. Dabei wurden die Unabhängigkeitsbestrebungen der Teilrepubliken oft auf ethnische Konflikte reduziert, obwohl auch wirtschaftliche und geopolitische Faktoren entscheidend waren. Schließlich wird argumentiert, dass die Berichterstattung der westlichen Medien und politische Narrative stark vereinfacht waren und die komplexen Ursachen des Konflikts nicht angemessen berücksichtigten.

»Die geopolitische Dimension von „Bürgerkriegen“: Der Staatszerfall Jugoslawiens 1990 – 1995 – Vor 30 Jahren wurde das Abkommen von Dayton geschlossen. Zuvor hatten Regierungen westlicher Staaten während der Kriege in Ex-Jugoslawien nicht nur ernsthafte Friedensbemühungen vermissen lassen, sondern konstruktive Lösungen immer wieder sabotiert. Sie nahmen die Eskalation des Krieges vor allem in Bosnien aus geostrategischen Erwägungen heraus billigend in Kauf und heizten diese mitunter sogar wissentlich und vorsätzlich an. Von Günther Auth.«, 29.10.2025, https://www.nachdenkseiten.de/?p=141248

hören:

Die Truppe benötigt mehr Platz. |

Die Bundeswehr setzt die Konversion ehemaliger militärischer Liegenschaften aus und plant, viele dieser Standorte wieder für militärische Zwecke zu nutzen. Damit soll der steigende Platzbedarf für eine wachsende Truppe gedeckt werden.

Der Artikel beschreibt die Aussetzung der Konversion von seit 2011 stillgelegten und für eine zivile Nutzung geplanten Bundeswehrliegenschaften. Grund hierfür ist ein geplanter Personalaufbau der Bundeswehr von 180.000 auf 260.000 Soldaten, wodurch erneut Flächen benötigt werden. Dies hat ein Moratorium zur Folge, von dem 187 ehemalige militärische Liegenschaften und 13 weiterhin betriebene Standorte betroffen sind. In vielen Kommunen stößt dies auf Widerstand, da bereits weit fortgeschrittene Pläne für die zivile Nutzung existieren. Proteste sind beispielsweise in Kiel und Heidelberg zu beobachten, wo die Rückübertragung an die Bundeswehr die Schaffung dringend benötigter Wohnungen gefährdet.

»Das Ende der Konversion – Die Bundeswehr-Rückeroberung der Fläche zum Ärger der Kommunen – Mit Aussetzung der Wehrpflicht und der Verkleinerung der Bundeswehr wurden seit 2011 eine ganze Reihe von Liegenschaften stillgelegt und der Aufsicht der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) übergeben. Vielfach begannen inzwischen teils weit fortgeschrittene Planungen für eine zivile Nutzung, die nun zum Ärger vieler Kommunen in den meisten Fällen umsonst gewesen sein dürften. Denn mit dem anvisierten Aufwuchs der Truppe steigt auch der Flächenbedarf erneut steil an. Viele der stillgelegten Liegenschaften sollen aus diesem Grund nun wieder in ein exklusives Nutzungsrecht der Bundeswehr rücküberführt werden. In der diesbezüglichen Pressemitteilung des Verteidigungsministeriums hieß es dazu Ende Oktober 2025: „Durch den notwendigen Aufwuchs der Streitkräfte entstehen Bedarfe an Liegenschaften, die in den kommenden Jahren gedeckt werden müssen. Das Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) setzt daher die Umwandlung von militärisch genutzten Liegenschaften in eine zivile Nachnutzung (Konversion) aus.“«, 30.10.2025, https://www.imi-online.de/2025/10/30/das-ende-der-konversion/

Ein Video des Deutschen Heeres auf dessen Instagram-Account ist „der in Video gegossene Ausdruck von Wahnsinn”. |

Ein Video der Panzerbrigade 45 der Bundeswehr in Litauen zeigt eine besorgniserregende Symbolik, die an finstere Zeiten erinnert. Die Bundeswehr nutzt das Video offensiv als Werbung, was zu kritischen Reaktionen führt.

Ein Video der Panzerbrigade 45 der Bundeswehr in Litauen, das von der Bundeswehr als Werbung genutzt wird, zeigt eine bedenkliche Ästhetik, die an dunkle historische Zeiten erinnert. Die Symbolik und Inszenierung mit Fackeln und martialischer Musik weckt Assoziationen zu radikalen Ideologien und wirft Fragen zur Vereinbarkeit mit demokratischen Werten auf. Kritiker beschreiben das Video als Ausdruck von Wahnsinn und als gefährliche Sekte, die emotionale Manipulation betreibt.

»Fackeln und „Hurra!“: Bundeswehr wirbt mit ihren finsteren Ritualen – Ein Video von der Panzerbrigade 45 der Bundeswehr in Litauen gibt einen gruseligen Einblick in die dortige interne „Stimmungsmache“. Die genutzte Symbolik mit Fackelschein und Wappen erinnert an dunkelste Zeiten – aber das ist vielleicht sogar so gewollt. Ebenso befremdlich wie das Video selber ist die Tatsache, dass die Bundeswehr offensiv mit diesen Aufnahmen „Werbung“ macht. Ein Kommentar von Tobias Riegel.«, 28.10.2025, https://www.nachdenkseiten.de/?p=141189

hören:

Ist der Bevölkerung bewusst, was das politische Großvorhaben „Kriegstüchtigkeit” bedeutet und welche Auswirkungen die damit verbundene Aufrüstung hat? |

In einem Interview äußert Reiner Braun, dass die Friedensbewegung in Deutschland trotz einiger Mobilisierungsaktionen noch nicht stark genug ist, um gesellschaftliche Unterstützung gegen Krieg und Aufrüstung zu gewinnen. Er betont die Notwendigkeit einer Neuformierung und breiteren Zusammenarbeit, um den Herausforderungen der aktuellen Kriegspolitik wirksam zu begegnen.

»Ein großer Krieg wird durch die NATO und die Bundesregierung materiell, politisch, gesellschaftlich und emotional vorbereitet. Jede Illusion darüber, dass dem angeblich nicht so sei und es doch nur um eine Stärkung der Abschreckung geht, kann katastrophale Folgen haben.«

In einem Interview äußert Reiner Braun, ein prominentes Mitglied der Friedensbewegung, seine Bedenken über den aktuellen Zustand der Friedensbewegung in Deutschland. Er betont, dass die Bewegung trotz einiger mobilisierender Aktionen nicht ausreichend gesellschaftliche Unterstützung hat und unter einem „Friedensopportunismus“, insbesondere innerhalb der Linken, leidet. Braun fordert eine Neuformierung der Bewegung, um gegen die Kriegspolitik der Regierenden und die damit verbundene Militarisierung vorzugehen und eine breitere gesellschaftliche Verankerung zu erreichen.

»„Ein großer Krieg wird politisch vorbereitet“ – wo steht die Friedensbewegung dabei? – Realisiert die Bevölkerung, was das politische Großvorhaben Kriegstüchtigkeit bedeutet und was es mit der damit verbundenen Aufrüstung auf sich hat? Nein, glaubt Reiner Braun, ein Urgestein der Friedensbewegung. Im NachDenkSeiten-Interview spricht der Historiker und Journalist über die aktuelle Lage und macht sich Gedanken über den Zustand der Friedensbewegung. Was läuft gut? Wo liegen Schwächen? Was müsste getan werden, um die Friedensbewegung zu stärken? Braun gibt darauf Antworten und spricht kritisch von einem „Friedensopportunismus“ in Teilen der Linken. Von Marcus Klöckner.«, 29.10.2025, https://www.nachdenkseiten.de/?p=141220

hören: