Schicksalsschläge?

Wenn eine innere Situation nicht bewusst gemacht wird, erscheint sie im Außen als Schicksal.

C. G. Jung, Aion – Beiträge zur Symbolik des Selbst

Es ist ein zentrales Thema seiner analytischen Psychologie sowie seiner Auseinandersetzung mit dem Unbewussten. Es drückt die Überzeugung aus, dass unbewusste Konflikte oder Aspekte der Persönlichkeit, die ignoriert oder verdrängt werden, sich in der äußeren Welt in Form von scheinbar unkontrollierbaren Ereignissen oder „Schicksalsschlägen” manifestieren.

außen :: innen

Wer nach außen schaut, träumt;
wer nach innen schaut, erwacht.

CARL GUSTAV JUNG

Das Zitat „Wer nach außen schaut, träumt; wer nach innen schaut, erwacht” wird allgemein Carl Gustav Jung zugeschrieben. Es ist einer seiner bekanntesten und am häufigsten zitierten Sätze.

Allerdings gibt es keinen eindeutigen Nachweis, dass Jung diesen Satz in genau dieser Formulierung in einem seiner publizierten Werke verwendet hat. Es scheint vielmehr eine Zusammenfassung seiner philosophischen Ideen zu sein, die die Wichtigkeit der inneren Einkehr und der Auseinandersetzung mit dem Unbewussten betonen.

In seinen Schriften, beispielsweise in „Die Psychologie der Übertragung”, finden sich ähnliche Gedanken. Jung spricht oft davon, dass der Mensch durch die Auseinandersetzung mit seinem Inneren und seinem „Schatten” (die unbewusste, verdrängte Seite der Persönlichkeit) erst zur Ganzheit finden kann. Das äußere, materielle Leben allein ist für ihn nicht ausreichend, um ein erfülltes Leben zu führen – es bedarf der Auseinandersetzung mit der eigenen Psyche.

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