dann erfind‘ ich meine schönste Findung einfach noch einmal

27.08.2010– | track: –Ich erfinde was – Das Joelied– | artist: –Joely & Oliver– | album: -Von Luft und Liebe leben-

Strophe 1: Ich denk an dies, ich denk an das und manchmal denke ich so viel und dann erfinde ich etwas. Ein Stulifox, ein Hypostein, manchmal erfinde ich nen Namen und dann fällt mir etwas ein. Einen Regenschirm mit dem man regnen kann, wenn es trocken ist dann schaltet man den Regen einfach an. Eine Uhr die sich im Trödeltempo dreht, wenn man trödelt kann man einstell’n das die Zeit langsamer geht.

Strophe 2: Ein Kleid aus Gras, klingt sehr verrückt, doch wenn man wächst, dann wächst das Kleid aus Gras, mit einem einfach mit. Ein Fußballschuh, auch nicht normal, mit meinem Fußballschuh aus Federn läuft man schneller als der Ball. Einen Hut mit dem man durch die Wand geh’n kann. Einen Ritterhelm mit Reißverschluss für den modernen Mann. Einen unsichtbaren Flüsterapparat, der mir in meiner Schule jede Aufgabe ansagt.

Strophe 3: Ich denk an dies, ich denk an das und manchmal denke ich so viel und dann erfinde ich etwas. Ein schlaues Buch das selber spricht, es liest Geschichten vor und ich hör zu, nur lesen muss ich nicht. So ein Buch das ganz von selber lesen kann, wenn man müde ist dann schaltet sich die Automatik an. Ja, dann liest das Buch ‚Tausend und eine Nacht‘ und wenn ich schlafen möchte sagt mein Buch sogar „gut Nacht“.

Strophe 4: In meinem Kopf hör ich Musik und diese Töne schreib ich auf und dann entsteht daraus ein Lied. Zuerst in Dur und dann in Moll und plötzlich ist mein Blatt mit Fünfundzwanzigtausend Noten voll. Dann erfinde ich ein neues Joelied, mit einer hübschen Melodie, die es noch nirgends gibt. Und das Joelied läuft auf der ganzen Welt, vielleicht sogar in China, wenn’s Chinesen gut gefällt.

Strophe 5: Woa ziang sege, woa siang nege Jo schao woa siang tai doa, woa schugu Woa siang fong, woa siang guangming Woa siang schuai wo siang tuti se sisjang woa busiang, Woa ziang sege, woa siang nege jo schau woa siang tai doa, woa schugu woa siang fong, woa siang guangming

Outro: Manchmal fällt mir auch gar nichts ein, dann denke ich an Zauberei oder an den Albert Einstein. Und hilft das nicht, ist’s auch egal, dann erfind‘ ich meine schönste Findung einfach noch einmal.

Der Wunsch.

Täglicher Schreibanreiz
Was war das letzte, wonach du online gesucht hast? Warum hast du danach gesucht?

https://www.google.com/search?q=der+wunsch+mediathek

Von einer Freundin, die Marathon läuft und die Öffentlichkeit über Social Media regelmäßig an ihren Lauf-Events teilhaben lässt, hatte ich lange nichts mehr gehört.

Anlässlich ihres Geburtstags fragte ich sie, für welches Ereignis sie gerade trainiere.

Sie antwortete mir, sie sei schwanger und habe ihr tägliches Laufpensum drastisch reduziert.

Ich gratulierte ihr und freute mich mit ihr. Ich freute mich umso mehr, da eine Schwangerschaft für lesbische Paare mit erhöhtem Aufwand und im Einzelfall mit höherem Risiko verbunden sein kann.

Mir fiel daraufhin ein, dass ich eine hochgelobte Dokumentation auf meiner Watchlist stehen habe: „Der Wunsch” von Judith Beuth.

Ich suchte und fand diese Doku zuletzt in der Mediathek und schaute sie mir gleich an: gelacht, geweint.

Die Dokumentation „Der Wunsch“ von Judith Beuth ist ein einfühlsames Porträt über das lesbische Paar Maria und Christiane, das sich über einen Zeitraum von zehn Jahren mit seinem unerfüllten Kinderwunsch auseinandersetzt. Die Doku beleuchtet die emotionalen und körperlichen Strapazen, die mit Hormontherapien und künstlicher Befruchtung verbunden sind – insbesondere vor dem Hintergrund der Hindernisse, die das deutsche Gesundheitssystem für lesbische Paare bereithält. Maria, die querschnittgelähmt ist, hat dabei mit zusätzlichen Risiken zu kämpfen.

Ein zentrales Thema ist die Belastung der Beziehung durch unterschiedliche Ansichten und die Höhen und Tiefen des Prozesses. Während Christiane ihren Wunsch unbeirrt verfolgt, beginnt Maria zu zweifeln. Der Film zeigt, wie die beiden um ihre Beziehung ringen und gleichzeitig die Bedeutung von Mutterschaft und Familie neu definieren.

Die Regisseurin Beuth, die eine enge Beziehung zu den beiden Frauen hat, schafft eine intime und ehrliche Darstellung, ohne die Diskretion zu vernachlässigen. Der Film, der beim Max-Ophüls-Festival Anerkennung fand, wird auch für seine künstlerische Gestaltung und die Verwendung von Animationen gelobt, die die emotionalen Erlebnisse der Frauen unterstreichen. Letztendlich geht es in „Der Wunsch” nicht nur um den Kinderwunsch, sondern vor allem um die Kraft der Liebe und die Widerstandsfähigkeit der Beziehung.

Hervorragend.

Völkerrecht vs. Machtpolitik.

In dem Gespräch wird die Diskussion über das Völkerrecht als besonders relevant und gleichzeitig herausfordernd dargestellt, insbesondere im Kontext aktueller geopolitischer Konflikte.

Hier sind die Hauptpunkte zusammengefasst:

Inflationärer Gebrauch des Begriffs „völkerrechtswidrig“: Der Artikel hebt hervor, dass dieser Begriff in den letzten 23 Jahren häufig verwendet wurde, um verschiedene militärische Aktionen – wie Putins Angriff auf die Ukraine und Israels Militäraktionen – zu kennzeichnen.

Fehlende Berücksichtigung des Völkerrechts bei der Machtpolitik: Professor Kai Amboss argumentiert, dass das Völkerrecht in den Verhandlungen zwischen Großmächten wie Trump und Putin kaum eine Rolle spielt. Dies zeigt sich in der Abwesenheit rechtlicher Begriffe während ihrer Gespräche.

Vielfalt des Völkerrechts: Das Völkerrecht wird als komplexes Feld beschrieben, das nicht nur Kriegsführung, sondern auch Umweltfragen und Grenzstreitigkeiten betrifft. Es gibt Erfolge bei der friedlichen Lösung von Konflikten durch internationale Gerichte, was als positive Entwicklung gewertet wird.

Der Artikel thematisiert auch die Kritik an der Wirksamkeit des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) in Bezug auf die Verhaftung von Personen wie Putin und Netanjahu. Beide Staaten zeigen eine ablehnende Haltung gegenüber dem Gericht, was die Durchsetzung des internationalen Strafrechts erschwert.

Machtpolitik versus Rechtsstaatlichkeit: Es wird betont, dass sowohl Russland als auch die USA eine ablehnende Haltung gegenüber dem IStGH haben. Dies wirft die Frage auf, wie das internationale Recht in einer Welt, in der Machtpolitik dominiert, durchgesetzt werden kann.

Trotz der Herausforderungen wird argumentiert, dass das Völkerrecht eine unverzichtbare Grundlage für die internationale Ordnung bleibt. Die Einhaltung des Völkerrechts wird als notwendig erachtet, auch wenn es in der Praxis oft nicht durchgesetzt wird.

Amboss kommt zu dem Schluss, dass das Völkerrecht weiterhin wichtig ist, um eine regelbasierte internationale Ordnung aufrechtzuerhalten, und dass der Dialog über seine Einhaltung unabdingbar bleibt, auch wenn es derzeit in bestimmten Konflikten nicht respektiert wird.

Insgesamt wird das Völkerrecht somit als ein wichtiges, aber herausgefordertes System dargestellt, das in einer Zeit, in der Machtpolitik oft über rechtliche Normen dominiert, bestehen bleibt.

17.08.2025, https://www.deutschlandfunk.de/ist-das-voelkerrecht-noch-zu-retten-kai-ambos-voelkerrechtler-100.html

Er fühlte den Schmerz in der Musik, die vom Klavier emporstieg.

26.08.2022– | track: –Caruso Live– | artist: –Faber– | album: -Orpheum (Live)-

Das Lied beschreibt die letzten Momente eines Mannes, der – inspiriert von der Figur des berühmten Tenors Enrico Caruso – am Golf von Sorrent auf einer Terrasse steht. Er umarmt eine junge Frau, die geweint hat, und beginnt ein Lied über seine tiefe, fast schmerzhafte Liebe zu ihr. Die Szene ist geprägt von Melancholie und Schönheit: das funkelnde Meer, der Wind, die Erinnerungen an Amerika und die Musik, die seine Gefühle widerspiegelt.
Der Mann spürt, wie das Leben langsam vergeht, doch im Blick der Frau findet er Trost und vergisst für einen Moment den Tod. Die Liebe wird als so stark beschrieben, dass sie wie eine Kette ist, die das Blut in den Adern zum Schmelzen bringt. Am Ende überwiegen das Gefühl der Verbundenheit und das Glück, selbst angesichts des nahenden Endes.
Kurz gesagt ist es ein Lied über Liebe, Vergänglichkeit und die Kraft der Musik, die selbst im Angesicht des Todes Trost spenden kann.