Es ist die erste Zeile seines Gedichts „In a Dark Time“ aus dem Band The Far Field, der 1964 postum veröffentlicht wurde.
Im Original beginnt das Gedicht so:
In a dark time, the eye begins to see …
Die Zeile wird oft zitiert – gerade in philosophischen oder existenziellen Zusammenhängen –, weil sie das Paradoxon beschreibt, dass erst in der Krise oder im „Dunkeln“ eine tiefere Erkenntnis möglich wird.
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Autor: Bernd
» ... Ist es möglich; daß man trotz Erfindungen und Fortschritten, trotz Kultur, Religion und Weltweisheit an der Oberfläche des Lebens geblieben ist? Ist es möglich, daß man sogar diese Oberfläche, die doch immerhin etwas gewesen wäre, mit einem unglaublich langweiligen Stoff überzogen hat, so daß sie aussieht wie die Salonmöbel in den Sommerferien?
Ja, es ist möglich. ... «
– Rainer Maria Rilke, Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge, 1910
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