Susan | on this day in music

Susan von Layla Zoe aus dem Album: Nowhere Left to Go veröffentlicht am 08.01.2021

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Ich werde an deiner Seite sein. Ich sehe, dass dir Unrecht getan wird. Ich sehe, wie du für das Licht kämpfst, das in dir übrig geblieben ist, für dein Leben bis zum Tod, bis wir uns trennen, bis zu den Sternen. | on this day in music

Der am 31.12.2021 als Single veröffentlichte Song „Ecstasy” von Madrugada ist eine tiefgründige, tröstende Botschaft an einen geliebten Menschen, die über den Tod oder eine physische Trennung hinausgeht. Das lyrische Ich versichert dem Gegenüber, dass es, auch wenn es physisch nicht mehr anwesend ist, spirituell oder in der Erinnerung immer präsent sein wird. Die Beziehung wird als Kreislauf beschrieben. Das Leben, das das lyrische Ich einst gegeben hat, wurde durch die Liebe des anderen „wiederhergestellt”.

Ein zentraler Teil des Textes ist der Appell, sich selbst treu zu bleiben. Das Gegenüber wird ermutigt, sich nicht in eine gesellschaftliche Rolle drängen zu lassen, die eigene Identität zu bewahren und ehrlich mit den eigenen Gefühlen (Wahrheiten, Lügen, Ekstase) umzugehen sowie diese mit jemandem zu teilen, der einen liebt – ungeachtet dessen, was andere sagen.

Der Begriff „Little River Sadness“ beschreibt den natürlichen Fluss der Trauer. Das lyrische Ich verspricht, den Schmerz des anderen zu sehen und ihn in seinen Kämpfen zu begleiten. Es ist ein Aufruf, weiterzumachen und Hoffnung zu haben, selbst wenn man sich verloren fühlt. Der Song ist eine Hymne an Resilienz und bedingungslose Liebe. Er fungiert als emotionaler Anker, der dazu aufruft, das eigene Licht zu schützen und trotz Verlusts mutig und aufrichtig weiterzuleben.

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Lächle, und vielleicht wirst du morgen die Sonne für dich scheinen sehen. | on this day in music

Der Song „Smile” aus dem Film „Modern Times”, komponiert von Charlie Chaplin und hier von Jay-Jay Johanson auf seinem am 23.12.2021 erschienenen Album „Silver Screen” interpretiert, ist ein zeitloser Appell an den Optimismus und die innere Stärke angesichts von Widrigkeiten. Die zentrale Aussage des Liedes ist, dass man auch in Momenten tiefster Trauer, Angst oder Enttäuschung die Fassung bewahren sollte. Das Lächeln fungiert dabei als Werkzeug der Selbstbehauptung: Indem man die „Spuren der Traurigkeit“ verbirgt, signalisiert man sich selbst und der Welt, dass man nicht aufgibt.

Der Text verspricht, dass der Schmerz vergänglich ist. Wenn man durchhält („Keep on trying“), wird „morgen“ die Sonne wieder scheinen. Die Zeile „What’s the use of crying“ (Was bringt es zu weinen) betont einen pragmatischen Umgang mit Leid. Weinen ändert die Situation nicht, aber ein Lächeln verändert die eigene Perspektive. Das Ende des Songs erinnert daran, dass das Leben trotz aller Rückschläge lebenswert ist, solange man die Fähigkeit bewahrt, Lichtblicke zuzulassen.

Der Song ermutigt dazu, trotz emotionalem Schmerz ein positives Gesicht zu zeigen, da dies der erste Schritt zur Überwindung einer Krise ist.

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Nie wieder Krieg. | on this day in music

Der am 10.12.2021 als Single veröffentlichte Song „Nie wieder Krieg” von Tocotronic ist ein eindringlicher Appell für den Frieden und die Beendigung von Konflikten, sowohl im Großen („Krieg”) als auch im Kleinen („Verletzung”, „Verhetzung”).

Die Hauptbotschaft ist die wiederholte Forderung „Nie wieder Krieg“ und die einfache Feststellung, dass dies doch „nicht so schwer“ sein sollte. Der Wunsch nach Frieden wird direkt mit dem Wunsch nach „keine Verletzung mehr“ und später nach „keine Verhetzung mehr“ verbunden. Es geht um die Abwesenheit von physischer und emotionaler Gewalt sowie Aufwiegelung.

Der Songtext beschreibt alltägliche, melancholische Szenen, in denen diese Friedensbotschaft in verschiedenen Kontexten auftaucht. Ein Mann im Bad: Er sieht sein Spiegelbild und schreit das Mantra „Nie wieder Krieg“ in den Spiegel, da er sich „abgeschabt“ fühlt. Dies deutet auf einen inneren Kampf oder eine persönliche Krise hin, die mit dem Wunsch nach Frieden verbunden wird.

Die Frau am Neujahrstag: Eine Frau blickt an einem Neujahrstag vom Balkon herab. Es ist ein Tag, an dem das Alte stirbt, aber das Neue noch nicht geboren ist. Sie haucht die Botschaft auf die Scheibe. Dies symbolisiert einen Hoffnungsschimmer und den Wunsch nach einem neuen, friedlichen Anfang inmitten von Zynismus.

Das Kind beim Spiel: Ein Kind springt über eine Hecke und schreibt die Botschaft an die Wände. Dies steht für naive, reine, ungefilterte Hoffnung und die Zukunft.

Der Song verwendet die universelle Forderung „Nie wieder Krieg“ als Rahmen, um individuelle, gesellschaftliche und innere Konflikte zu beleuchten. Er endet mit einer deutlichen Ausweitung des Appells: „Nie wieder Krieg in dir / in uns, in mir“. Damit wird der Frieden als persönliche, psychologische Notwendigkeit dargestellt, die im Inneren jedes Einzelnen beginnen muss, um in der Welt wirksam zu werden.

https://www.deezer.com/us/album/289338202

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Keine Zeit für Leugner, Fatalisten und Bequeme, die so tun, als hätten sie es nicht schon seit Jahren gewusst.

Der am 12. November 2021 veröffentlichte Songtext „Keine Zeit” von Dota Kehr ist ein dringender Aufruf zum Handeln angesichts der Klimakrise und Umweltzerstörung.

Der Text beginnt mit der Erkenntnis, dass wir uns an einem kritischen Punkt befinden: Wir sind konfrontiert mit der „Wüste” (Umweltkrise) und umgeben von „Wohlstand”. Es wird scharf kritisiert, dass Jahre der Untätigkeit, des Zögerns und der Ignoranz der bekannten Fakten vergangen sind. Es ist keine Zeit mehr zu verlieren.

Der Text wendet sich explizit gegen „Leugner und Fatalisten”, die Bequemen und diejenigen, die so tun, als wüssten sie nichts. Besonders kritisiert wird das Verlachen streikender Schüler:innen, wobei betont wird, dass einzig das Weitermachen wie bisher unvernünftig ist.

Der Text drückt Kummer und Wut über sterbende Arten, Meere voller Müll und die Angst vor der „kommenden Flut” aus. Es wird das triviale Problem eines begrenzten Planeten und unendlichen Wachstums angesprochen. Die Wahl wird auf „Jetzt Verzicht oder später Vernichtung” zugespitzt.

Die Gesellschaft (oder das Wirtschaftssystem) wird als gierige, ungelenkte und effektive „Maschine” beschrieben, die „alles verwertet und alles vernichtet”. Die Maschine läuft weiter, weil kaum jemand gerne verzichtet. Die Hoffnungslosigkeit derer, die sich ergeben („Wir haben keine Wahl”, sagen die Mäuse), wird abgelehnt. Es wird festgestellt, dass Geld alles zerstören kann, obwohl der Planet theoretisch alle ernähren könnte.

Der Text erinnert diejenigen, die sich nur für Profit interessieren, daran, dass die Proteste der Jugend letztlich jeden angehen – auch die Faulen und Ignoranten. Der Einzelne fühlt sich erleichtert, nicht allein zu sein. Der Song schließt mit einem leidenschaftlichen Aufruf zur Selbstverantwortung und zum Start der notwendigen Veränderungen: „Wer, wenn nicht wir? Und wenn nicht jetzt, wann dann?” Jetzt besteht noch die Möglichkeit zur Schadensbegrenzung.

Zusammenfassend ist es ein Song über Klimagerechtigkeit, Wut über das Versagen der Vergangenheit und eine mobilisierende Erklärung, dass die Zeit der Untätigkeit vorbei ist und jetzt gehandelt werden muss.

Sicher ist nur der beschissene Zustand, in dem wir uns befinden.

22.10.2021– | track: –A Hunger In Your Haunt– | artist: –Biffy Clyro– | album: -The myth of the happily ever after-

Der Songtext „A Hunger In Your Haunt” der Band Biffy Clyro drückt eine tiefe, zynische Frustration und Hoffnungslosigkeit aus.

Er beschreibt einen Zustand des totalen emotionalen und rationalen Ruins. Die übliche Unterscheidung zwischen Optimismus und Pessimismus („das halb volle“ oder „das halb leere“ Glas) wird abgelehnt, indem stattdessen ein zerbrochener, chaotischer Zustand („half fucked upon the floor“) konstatiert wird.

Der Interpret hat das Gefühl, dass Vernunft, Zweck, Weisheit und Beredsamkeit verschwunden sind. Alles, was er geliebt hat, ist zerbrochen und nutzlos geworden („gone to seed”). Die wiederkehrende Zeile „We bring nothing in, we’ll take nothing with us when we leave” betont eine nihilistische Sicht auf das Leben – das menschliche Dasein ist im Grunde bedeutungslos, da nichts von Dauer ist.

Der Abschnitt über „A hunger in your haunt” (ein Hunger in deinem Spuk/deiner Plage) und die Frage „Are you taking pleasure in this storm?” scheinen eine aggressiv-rüttelnde Herausforderung an eine andere Person (oder an sich selbst) darzustellen. Es geht darum, ob man trotz des Schmerzes („slap across your jaw”) noch Kampfgeist oder Leidenschaft („hunger”) in sich finden kann. Die Zeile „My mind is crying out for stimulation” und die Frage „Where’s the fucking dawn?” zeigen eine verzweifelte Sehnsucht nach einem Ende der Dunkelheit oder nach einem neuen Impuls inmitten der Verzweiflung.

Insgesamt ist es eine düstere Reflexion über Zusammenbruch und existenzielle Sinnlosigkeit, die dennoch eine raue, schmerzhafte Energie in der Aufforderung birgt, den Sturm zu überleben.