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Ich bin nur durch meine Freunde reich.
Der Songtext „C’est dit” von Calogero, aufgenommen live auf der „Liberté chérie Tour” im Olympia im Jahr 2019 und am 08.11.2019 veröffentlicht, fasst auf sehr poetische Weise die Bedeutung von Freundschaft im Kontrast zu anderen Lebensphasen und -werten zusammen. Die erste Strophe beschreibt eine unbeschwerte, vielleicht aber auch etwas leichtsinnige Jugend, geprägt von Musik, Mädchen, Partys und Nächten („Des chansons, des filles / Beaucoup de verres et de nuits”). Die Jugendlichen fühlten sich wie „Könige”, obwohl sie mittellos waren („Rois de pacotille, princes démunis”). Bereits hier wird die zentrale These aufgestellt: „On n’est riche que de ses amis” (Man ist nur reich durch seine Freunde).
Die zweite Strophe stellt die Herausforderungen und Enttäuschungen des Lebens dar („Le temps des tempêtes arrive”). Es geht um unerfüllte Lieben, Niederlagen und Ironie („Amours impossibles / Défaites, ironies”). Wenn alles zusammenbricht und selbst die Träume schwinden („Quand tout s’abîme, quand même nos rêves fuient“), bleibt nur ein Zufluchtsort: der feste Kern der Freunde. Die zentrale Botschaft wird bekräftigt: „On n’est riche que de ses amis”.
Auch wenn das Leben plötzlich hell erstrahlt, Erfolg, Ruhm, Feste und Reichtum bringt („Gloire, fêtes, symphonies / Bravo, bijoux, frénésies”), hinterfragt der Sprecher den Wert dieser Dinge („Honneur et fortune / Qu’en sais-je aujourd’hui?”). Angesichts von Falschheit und Vergesslichkeit bleibt am Ende nur die Erkenntnis, dass der wahre und bleibende Wert in den persönlichen Beziehungen liegt: „Je ne suis riche que de mes amis” (Ich bin nur reich durch meine Freunde).
Der Text ist eine Ode an die Freundschaft. Er stellt fest, dass Freunde sowohl in leichtsinnigen als auch in stürmischen Lebensphasen die einzige und wahre Quelle von Reichtum und Halt sind, während materielle Werte oder Ruhm demgegenüber nicht bestehen.
Als ich aufwachte, waren die Tiere zum ersten Mal verschwunden.
Der am 07.11.2006 veröffentlichte Song „The Animals Were Gone” von Damien Rice aus dem Album „9” ist eine sehr persönliche, melancholische und ehrliche Reflexion über eine verlorene Liebe und die damit verbundenen Gefühle von Leere, Schuld und Sehnsucht. Der Song beginnt mit einem Gefühl des Verlusts („the animals were gone”) und der Einsamkeit. Die Abwesenheit der geliebten Person hat das Zuhause leer gemacht und der Erzähler fühlt sich fehl am Platz.
Trotz der Abwesenheit drückt der Erzähler eine tiefe, bedingungslose Liebe aus, die auch die Unvollkommenheiten der anderen Person umfasst („I love your depression, and I love your double chin”). Dies zeigt eine aufrichtige und intime Verbindung. Der Erzähler gesteht ein, Fehler gemacht und die geliebte Person verletzt zu haben („I know that I left you in places of despair“, „I know I’ve been a liar, and I know I’ve been a fool“). Diese Schuldgefühle sind ein zentrales Element.
Der Kummer über die Trennung ist so groß, dass der Erzähler das Aufwachen ohne die Person als „drinking from an empty cup” (wie das Trinken aus einem leeren Becher) beschreibt und sich wünscht, im Schlaf zu bleiben. Gleichzeitig gibt es den Wunsch, die Zeit zu nutzen, um die Beziehung wieder aufzunehmen und gemeinsame Zukunftspläne zu verwirklichen („We could get a house“, „We could make babies“). Obwohl sich der Erzähler isoliert fühlt („My cave is deep now”), ist die geliebte Person ständig in seinen Gedanken („still all I see is you”), was die Tiefe der emotionalen Bindung unterstreicht.
Zusammenfassend ist es ein Song über das Bedauern über begangene Fehler in einer Beziehung, die schmerzhafte Leere nach einer Trennung und die tiefe, unzerstörbare Liebe, die trotz allem weiterleuchtet und Hoffnung auf Versöhnung trägt.
Sie sagt: Ich bin schwanger, und er fragt sie: Von mir?
–06.11.2000– | Der Songtext „Ein Paar” von Funny van Dannen erzählt von einem jungen Paar in den Anfängen seiner Beziehung, das mit einer unerwarteten Schwangerschaft konfrontiert wird. Die Handlung folgt dem Paar während einer gemeinsamen Nacht und dem folgenden Morgen.
Die Nachricht der Schwangerschaft wird mit einer Mischung aus Überraschung („Von mir?”) und vertrauter Zuneigung („Blöder Blödmann”) aufgenommen. Anstatt sich mit der Thematik auseinanderzusetzen, lenken sie sich ab und verbringen eine lange, ausgelassene Nacht in verschiedenen Bars und Clubs.
In dieser Nacht bekunden sie sich ihre Liebe: Er tut dies aufbrausend und laut, sie ruhig und bestätigend („Weiß ich“). Während der Morgen graut, schlendern sie am Kanal entlang, teilen sich eine letzte Zigarette und küssen sich schließlich im Park.
Der sich durch den Song ziehende Refrain betont die Einfachheit und Gleichzeitigkeit ihrer Situation: Sie sind ein „ganz normales“ Paar unter Millionen, das von den typischen Illusionen und dem Wunsch nach Gemeinsamkeit, wie dem Zusammenziehen, angetrieben wird. Die Grundlage all dessen ist ihre gegenseitige Liebe. Zusammenfassend handelt der Text also von der Mischung aus Alltäglichkeit, jugendlicher Leichtigkeit und den großen Lebensveränderungen, die eine junge Liebe begleiten können.
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Samstage waren die besten.
Der Songtext „Saturdays Are The Greatest” von Kristina Train, veröffentlicht am 05.11.2012, vergleicht die Freude vergangener Samstage, die man in Gesellschaft eines geliebten Menschen verbracht hat, mit der melancholischen Realität der Gegenwart, in der diese Samstage allein verbracht werden. In den ersten Strophen werden idealisierte Samstage voller einfacher Freuden beschrieben: gemeinsam aufwachen, in der Sonne Zeitung lesen, Boote beobachten, Eis essen und ins Kino gehen. Diese Tage waren „die größten” und nur zum Spaß da.
Die späteren Strophen schildern einen aktuellen Samstagabend der Protagonistin, der mit Mühe (Make-up, Tischreservierung) beginnt und bei einer Party endet. Dieser Abend ist jedoch weniger erfüllend, da sie „ein Mädchen für sich allein“ ist. Der Übergang von Samstag auf Sonntag endet damit, dass sie allein aufwacht.
Der Refrain wiederholt die Aussage, dass Samstage die schönsten Tage waren und nur zum Spaß da waren. Er schließt jedoch mit der traurigen Erkenntnis: „Ich hatte früher jemanden” („I used to have someone”). Es ist der Spaß, der ihr vertraut ist, aber die Gesellschaft fehlt ihr.


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