Signs of wings.

13.09.2019– | track: –Signs of Wings– | artist: –Sascha Paeth’s Masters Of Ceremony– | album: -Signs of Wings-

Auf meinem Rücken sind keine Narben zu sehen.
Aber subtile Anzeichen von Flügeln.
Meine spröde Hülle steht kurz davor, zu zerbrechen.
um im Frühling zu erblühen.

Der Songtext „Signs of wings“ von Sascha Paeth’s Masters Of Ceremony handelt von einem Gefühl der Stagnation und des Aufbruchs. Die Sängerin fühlt sich, als stünde sie kurz davor, sich zu verändern und ihr volles Potenzial zu entfalten. Dies wird durch die „Flügel” und die bevorstehende „Blüte im Frühling” symbolisiert. Sie möchte aus dem „Unkraut” ausbrechen und davonschweben.

Gleichzeitig ist sie innerlich zerrissen. Sie hat das Gefühl, zwar die Fähigkeit zu fliegen („Zeichen von Flügeln“), dies aber noch nicht tun zu können. Sie wartet auf einen Wendepunkt („Regen“), der sie von der Last der Vergangenheit befreit und es ihr erlaubt, wieder sie selbst zu sein. Es geht um die Suche nach Antworten und innerem Frieden.

Der Songtext beschreibt auch eine allgemeine menschliche Erfahrung der Unsicherheit. Die Sängerin fragt sich, ob sie mit ihren Zweifeln und ihrer Suche nach Sinn allein ist. Sie spricht eine universelle Sehnsucht an, „Licht hinter der Dunkelheit” zu sehen.

Am Ende des Songs kehrt das Thema zur Endlichkeit und Hoffnung zurück. Es wird angedeutet, dass wir alle früher oder später unser volles Potenzial erreichen und „fliegen” können, sei es im Leben oder im Tod. Die letzten Zeilen reflektieren die Ungewissheit darüber, was danach kommt: Gibt es eine Wiedergeburt, werden wir zu Staub oder existiert einfach nichts mehr? Der Song ist somit eine Mischung aus persönlicher Entwicklung, allgemeiner existenzieller Suche und der Akzeptanz des Unbekannten.

Am Ende können wir alle fliegen.
Egal, was wir tun.
Wir werden in den endlosen Himmeln verschwinden.
und einer anderen Wahrheit gegenüberstehen.

We are sick.

11.09.2020– | track: –WE ARE CHAOS– | artist: –Marilyn Manson– | album: -WE ARE CHAOS-

In diesem Songtext „We are chaos“ von Marilyn Manson wird das Gefühl der Andersartigkeit und Unheilbarkeit beschrieben. Der Sänger im Lied sieht sich selbst und Menschen, die ihm ähnlich sind, als „krank, verfickt und kompliziert“ sowie als „Chaos, das nicht geheilt werden kann“.

Es wird die Idee angesprochen, dass Außenstehende versuchen, diese Menschen mit einfachen Lösungen wie Tabletten zu heilen, doch der Sprecher lehnt das ab. Es scheint, als habe er eine tiefe, existenzielle Erfahrung gemacht (den Tod), die ihn von anderen unterscheidet und alles andere als trivial erscheinen lässt.

Trotz dieser scheinbaren Hoffnungslosigkeit und des „Garbage Dump“, in dem alle enden, bietet der Sprecher eine Verbindung an, indem er verspricht, „die Hand zu halten“. Es geht also nicht nur um Isolation, sondern auch um eine tiefgründige, mysteriöse Beziehung, die die eigene „Miserabilität” beenden könnte.

Letztendlich stellt sich der Interpret die Frage nach seiner eigenen Identität – ob er eine reale Person ist oder nur ein Schauspiel. Die wiederholte Phrase „We are sick, fucked up and complicated“ unterstreicht das zentrale Thema der nicht heilbaren inneren Zerrissenheit.

Ich höre dieses Klavier singen …

… es singt von Hoffnung, vom Wunsch zu glauben, dass man alles neu erfinden kann …

10.09.2021– | track: –Derrière le brouillard– | artist: –Grand Corps Malade, Louane– | album: -Mesdames-

Der Song von Louane und Grand Corps Malade handelt von der Musik als Mittel zur Bewältigung von Krisen und Schicksalsschlägen.

Louane beschreibt, wie sie in dunklen, nebligen Zeiten ein Klavier hört, das ihr Hoffnung schenkt und ihr den Mut gibt, alles neu zu erfinden. Indem sie ihre eigene Stimme hinzufügt, findet sie die Kraft, Stürme zu überstehen.

Grand Corps Malade betont, dass es kein Patentrezept für die Bewältigung von Tragödien gibt. Das Singen wird dabei nicht als bewusste Entscheidung dargestellt, sondern als Ur-Instinkt und Überlebensmechanismus, der sich in schwierigen Momenten automatisch einstellt. Er beschreibt das Singen als eine Form der Resilienz, Befreiung und des Widerstands.

Im letzten Teil des Songs stellen die beiden Künstler fest, dass sie trotz ihrer unterschiedlichen Lebensgeschichten die Erfahrung teilen, durch die Musik wieder Halt zu finden. Sie singen, um das, was ihnen genommen wurde, zu verarbeiten und nach vorne zu blicken.

Zusammenfassend geht es in dem Song also darum, dass Musik eine unerschöpfliche Quelle von Kraft, Trost und Hoffnung ist, die Menschen dabei hilft, schwierige Lebensphasen zu meistern und sich selbst auszudrücken.

Und die Nacht wird noch dunkler.

09.09.2022– | track: –Darker Still– | artist: –Parkway Drive– | album: -Darker Still-

Der Songtext „Darker still“ von Parkway Drive zeichnet das Bild eines Menschen, der sich in einer Spirale aus Schuld, Liebe und Verzweiflung verstrickt. Er kämpft, er lügt, er sehnt sich – doch all das führt nur in eine immer tiefere Dunkelheit, aus der es kein Entrinnen gibt, außer durch den Tod. Die Wiederholungen und die düstere Symbolik verstärken das Gefühl der Ausweglosigkeit und der tragischen Verstrickung.

Der Songtext beschreibt eine tiefgehende, fast verzweifelte Suche nach Erfüllung, Liebe und vielleicht Erlösung, die von innerer Zerrissenheit, Schuldgefühlen und einer fast schon zwanghaften Hingabe geprägt ist. Hier sind die zentralen Motive und Stimmungen:

1. Unerfüllbare Sehnsucht und Kampf

Der Protagonist kämpft unermüdlich: Er „kauft Land am Himmel“, „baut Treppen aus Lügen“ und „schwingt sich durchs Leben“. Diese Bilder symbolisieren den Versuch, Unerreichbares zu erreichen, sei es Liebe, Vergebung oder ein Ziel, das immer fernbleibt. Jeder Schritt scheint Schmerz zu verursachen („mit jeder Lüge lasse ich sie weinen“), was auf eine zerstörerische Dynamik hindeutet.

2. Dunkelheit und Ausweglosigkeit

Die sich ständig wiederholende Zeile „And the night grows darker still“ unterstreicht eine wachsende Hoffnungslosigkeit. Die Dunkelheit wird dabei zum Symbol für eine unaufhaltsame, bedrückende Entwicklung, die vielleicht Depressionen, Schuldgefühle oder das Gefühl, in einer ausweglosen Situation gefangen zu sein, symbolisiert.

3. Liebe als zerstörerische und rettende Kraft

Die „Augen der Geliebten“ werden als Ort der Flucht und gleichzeitig der Gefahr beschrieben („Ich schwimme tief in ihre Augen, aber ich werde nicht überleben.“). Die Liebe erscheint hier als etwas, das sowohl fasziniert als auch vernichtet. Die „Lichter hinter ihren Augen“ könnten Hoffnung oder eine unerreichbare Wahrheit symbolisieren.

4. Tod als Endpunkt

Der Refrain „Until I die“ wirkt wie eine resignierte Akzeptanz: Der Kampf, die Schuld und die Suche enden erst mit dem Tod. Es gibt keine Erlösung im Leben, nur das Warten auf das unvermeidliche Ende.

Es läuft von Mund zu Mund, von Tür zu Tür.

08.09.2022– | track: –La rumeur – Live– | artist: –Calogero– | album: -Centre ville (Deluxe)-

In seinem Lied „La rumeur” beschreibt Calogero die gefährliche und unkontrollierbare Dynamik von Gerüchten. Er vergleicht ein Gerücht mit einer Welle, die klein beginnt – vielleicht als leises Flüstern –, aber schnell an Größe gewinnt und sich über verschiedene Kanäle, sei es von Mund zu Mund oder über digitale Medien, verbreitet.

Im Songtext wird betont, wie ein Gerücht das Leben eines Menschen negativ beeinflussen kann, indem es ihn an den Pranger stellt und sogar unschuldige Personen wie den eigenen Vater in ein schlechtes Licht rückt. Das Gerücht wird personifiziert und als etwas beschrieben, das sich wie ein Raubtier um sein Opfer schleicht, es ins Visier nimmt und ihm Angst macht.

Im Lied wird besonders die paradoxe Natur von Gerüchten hervorgehoben: Je mehr man versucht, sie zu widerlegen, desto stärker werden sie und verbreiten sich weiter. Calogero warnt eindringlich vor der zerstörerischen Kraft von Gerüchten, die Menschenleben ruinieren und Namen beschmutzen können. Das wiederholte „Gaffe, gaffe, gaffe à la rumeur” dient dabei als zentraler, warnender Aufruf, sich dieser Gefahr bewusst zu sein.