Hallo.  |  On this day in music.

19.09.2022– | track: –Hallo– | artist: –Shelly Phillips– | album: -Hallo-

Die Stimmung von „Hallo“ von Shelly Phillips ist überwiegend warm, hoffnungsvoll und ein wenig verletzlich.
Das „Hallo“ steht sinnbildlich für einen frischen Start oder den ersten Schritt auf jemanden zu – egal, ob in einer Beziehung, Freundschaft oder allgemein im Leben.

Es wird angedeutet, dass es Überwindung kostet, sich einer anderen Person zu öffnen. Das macht den Song emotional nahbar.

Das Lied hat einen positiven Unterton und zeigt, dass auch kleine Gesten wie ein Gruß oder ein Gespräch etwas Schönes ins Rollen bringen können.

Die Frage, ob man selbst bereit ist, sich einzulassen und aus der eigenen Komfortzone herauszutreten, schwingt mit.

Insgesamt wirkt der Song wie eine sanfte Einladung, mutig auf andere zuzugehen und sich für neue Begegnungen zu öffnen – trotz aller Unsicherheit.

Vertrauensentzug.  |  On this day in music.

18.09.2009– | track: –Pamphlet– | artist: –Slut, Juli Zeh– | album: -Corpus Delicti-

Zusammenfassung des Pamphlets in Juli Zehs „Corpus Delicti“: In „Corpus Delicti“ entwirft Juli Zeh eine dystopische Gesellschaft, die von der sogenannten „Methode“ regiert wird. Diese stellt die Gesundheit der Bürger über alle anderen Werte und rechtfertigt damit eine totale Überwachung und Kontrolle des Einzelnen. Das „Pamphlet“ im Roman ist ein zentraler Text, der die Ideologie der „Methode“ kritisiert und die Widersprüche dieses Systems aufzeigt.

Kernaussagen des Pamphlets:

~ Gesundheit als Diktatur: Die Methode nutzt den Schutz der Gesundheit als Vorwand, um die Freiheit der Bürger einzuschränken. – Jeder Aspekt des Lebens wird reguliert – von Ernährung und Schlaf bis hin zu Partnerschaften.
~ Kritik am Totalitarismus: Das Pamphlet entlarvt, wie scheinbar wohlmeinende Ziele (wie die allgemeine Gesundheit) in eine totalitäre Herrschaft umschlagen können. Es stellt die Frage, ob Sicherheit und Gesundheit wirklich jeden Verlust an Freiheit rechtfertigen.
~ Aufruf zum Widerstand: Der Text fordert die Leserschaft dazu auf, sich gegen die Entmündigung durch den Staat zu wehren und die eigene Autonomie zu verteidigen.

Das Pamphlet ist somit ein literarisches Mittel, um die Lesenden zum Nachdenken über Freiheit, Verantwortung und die Grenzen staatlicher Macht anzuregen. Es spiegelt die zentrale Kritik des Romans wider, dass eine Gesellschaft, die alles kontrolliert, am Ende die Menschlichkeit erstickt.

Man nennt mich den Illegalen, weil ich keine Papiere habe. |  On this day in music.

17.09.2002– | track: –Clandestino – Live– | artist: –Manu Chao– | album: -Radio Bemba Sound System (Live)-

Der Song „Clandestino” von Manu Chao beschreibt das Leben eines illegalen Einwanderers, der vor dem Gesetz fliehen muss. Der Protagonist fühlt sich einsam und von seinem Schicksal gezeichnet („Solo voy con mi pena, sola va mi condena”). Er sieht im Weglaufen seine einzige Möglichkeit, um nicht gefasst zu werden („Correr es mi destino para burlar la ley”).

Der Songtext veranschaulicht seine Situation als unsichtbarer Mensch in einer fremden Stadt, die als „die große Babylon” beschrieben wird. Er wird als „der Clandestino” bezeichnet, weil er keine legalen Papiere hat. Seine Identität ist flüchtig, er ist ein „Geist in der Stadt” und eine „Linie auf dem Meer”, der ständig unter der Bedrohung der Behörden lebt („Mi vida va prohibida, dice la autoridad”).

Im Songtext werden verschiedene Nationalitäten genannt, die das gleiche Schicksal teilen (Peruaner, Bolivianer, Afrikaner, Algerier etc.). Dadurch macht der Song deutlich, dass es sich um ein globales Problem handelt, das viele Menschen betrifft. Die Wiederholung des Refrains und die Aufzählung der verschiedenen Nationalitäten unterstreichen die universelle Erfahrung von Heimatlosigkeit und Verfolgung.

Zusammenfassend ist „Clandestino” ein Lied über die Schwierigkeiten und die Isolation von illegalen Einwanderern sowie eine kraftvolle Kritik an den Gesetzen und Systemen, die Menschen in diese Situation drängen.

Belle, dieses Wort scheint wie für sie erfunden zu sein.|  On this day in music.

16.09.1998– | track: –Belle– | artist: –Patrick Fiori, Garou, Daniel Lavoie– | album: -Notre Dame de Paris – Comédie musicale (Complete Version in French)-

In dem Songtext „Belle“ mit Patrick Fiori, Garou und Daniel Lavoie geht es um die starken Gefühle der Verführung und inneren Zerrissenheit. Ein Mann ist fasziniert von der Schönheit einer Frau namens Esmeralda. Er beschreibt sie mit einer Intensität, die fast schon übernatürlich wirkt.

Der Text stellt einen Konflikt zwischen dem Wunsch nach spiritueller Reinheit, repräsentiert durch Notre-Dame und Gott, und einem überwältigenden, sündhaften Verlangen dar. Er fragt sich, ob diese Anziehungskraft vom Teufel stammt, um ihn vom rechten Weg abzubringen.

Er ist sich bewusst, dass seine Gefühle für Esmeralda möglicherweise gegen seine moralischen oder religiösen Überzeugungen verstoßen. Die Frau wird einerseits als unschuldiges Wesen und andererseits als Verführerin dargestellt, was die innere Unentschlossenheit des Protagonisten noch verstärkt. Er ist hin- und hergerissen zwischen seiner Liebe (bzw. Verlobung) mit Fleur-de-Lys und seiner Besessenheit von Esmeralda.

Zusammenfassend handelt der Text von einem Mann, der im Kampf zwischen leidenschaftlicher Liebe und religiöser Pflicht steht und sich unaufhaltsam zu einer Frau hingezogen fühlt, die für ihn sowohl Schönheit als auch Sünde verkörpert.

to the water, to the sunlight | On this day in music.

15.09.2023– | track: –Did You Make It Safe? (Orchestral Version) – Live- | artist: –New Model Army, Sinfonia Leipzig– | album: -Sinfonia-

Der Song beschreibt die lange und anstrengende Flucht vor einer bedrohlichen Gestalt mit Hörnern und Speer. Die Verfolgung findet in der Tageshitze statt, der Flüchtling ist erschöpft und am Ende seiner Kräfte.

Parallel dazu geht es um die Flucht aus der Heimat. Die Person hat ihre Heimatstadt mit den „rostenden Mühlen” und den Menschen, die sie nicht verstehen konnten, verlassen. Sie hat alles auf eine „versprochene” oder Traum-Destination gesetzt. Der Text fragt, ob diese neue Heimat sie akzeptiert hat.

Verfolgung und Flucht aus der Heimat scheinen miteinander verknüpft zu sein. Während der Flucht erinnert sich die Person an eine Begegnung mit einer anderen Person, die ebenfalls glaubte und betete, um es zu schaffen. Das Lied ist eine Reflexion über die Anstrengungen, die man auf sich nimmt, um ein Traumziel zu erreichen.

Wie vom Teufel gejagt. | On this day in music.

14.09.1993– | track: –Bat Out of Hell – Live from The United States / 1993– | artist: –Meat Loaf– | album: -Bat Out Of Hell II: Back into hell…-

Der Songtext „Bat out of hell“ von Meat Loaf ist eine leidenschaftliche und düstere Erzählung über Verzweiflung, Liebe und den unaufhaltsamen Drang nach Freiheit. Der Protagonist befindet sich in einer gefährlichen und korrupten Welt, die von Gewalt und Dunkelheit geprägt ist. Er sehnt sich danach, aus dieser Hölle zu entkommen, und findet in einer anderen Person das Einzige, was in seinem Leben „sauber und gut” ist.

Die Liebe zu dieser Person ist seine einzige Hoffnung, aber auch ein Fluch. Er will unbedingt vor dem Morgengrauen fliehen, um nicht verdammt zu werden. Doch er erkennt, dass er auch in der Ferne nicht gerettet sein wird. Paradoxerweise will er verdammt sein – aber nur, wenn er mit seiner geliebten Person zusammen ist.

Dieser Konflikt wird durch die Symbolik eines Motorrads – einem „Phantom aus schwarzem Metall“ – unterstrichen. Die Fahrt symbolisiert seine Flucht und den Wunsch, schnell und rücksichtslos zu entkommen. Doch diese Flucht wird auch sein Ende sein. Er rast blindlings seinem Schicksal entgegen, da er in Gedanken bei seiner Liebe ist. Er übersieht eine Kurve und stürzt.

Das Ende ist tragisch: Er stirbt in einem brennenden Wrack. Seine Seele, die wie eine „Fledermaus aus der Hölle” wegfliegt, kehrt jedoch am Ende immer wieder zu der Person zurück, die er liebt. Es ist ein Zyklus aus Flucht, Schicksal und unsterblicher Liebe, der den Tod überwindet.