Heute ist so ein Tag, an dem ich mit dem einverstanden bin, was irgendwann sein kann, und mit allem, was war.

Der am 20.01.2012 auf dem Album „Erste Liebe / Letzter Tanz” veröffentlichte Song „Einverstanden” von Felix Meyer beschreibt einen Moment tiefer innerer Ruhe und Akzeptanz. Er thematisiert das Gefühl, ganz im Hier und Jetzt zu sein, und die Versöhnung mit der eigenen Biografie sowie der Ungewissheit der Zukunft. Der Song beginnt mit einem ruhigen, morgendlichen Szenario am Meer. Diese friedliche Umgebung dient als Kulisse für einen Zustand der Achtsamkeit. Der Protagonist beobachtet die Welt „mit geschlossenen Augen“, was auf eine starke Verinnerlichung und emotionale Klarheit hindeutet.

Ein zentrales Motiv ist das „Einverständnis“. Der Text drückt eine tiefe Akzeptanz für die Vergangenheit aus: Alles, was war, wird angenommen. In Bezug auf die Zukunft schwindet die Angst vor dem Ungewissen. Glück wird hier als ein Zustand definiert, in dem alle quälenden Fragen verstummen und man einfach nur existiert.

Besonders eindrücklich ist die Metapher des in den Sand gemalten Bildes, das von einer Welle fortgetragen wird. Sie zeigt einen positiven Umgang mit der Vergänglichkeit: Indem die Welle die „Idee von uns“ mitnimmt, entzieht sie diese dem Zugriff anderer und bewahrt sie in ihrer Reinheit, anstatt sie „verderben“ zu lassen. Der Text feiert den seltenen, kostbaren Moment, in dem der Mensch mit sich und der Welt im Reinen ist. Es geht um das Loslassen von Zweifeln und das Finden von Glück in der absoluten Gegenwart.

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Gas soll jetzt grün sein und das Gras schon bald gelb

Seh ich noch richtig
In dieser seltsamen Welt?
Gas soll jetzt grün sein
Und das Gras schon bald gelb

Kann dir kein Mensch erklären
Warum leere Flugzeuge fliegen
Die letzten Jahre, wen wundert′s
Waren die heißesten sieben

Warum man Öl, Gas und Kohle
Weiter subventioniert
Mit elf Millionen pro Minute
Wer bitte soll das kapieren?

Mit heiteren Mienen
Vertrösten sie uns
Wer vermisst auch schon Bienen
Solang die Wirtschaft noch brummt?

Doch von dem, was wir schützen
Ist sogar ein Tier dabei
Lebt auf dem Land und in Flüssen
Nennt sich „Leopard 2“

Resignieren kann jeder
Oder Lieder davon singen
Aber was kann Perspektive?
Und wer kann Hoffnung bringen?

Das ist nicht nur eine Phase
Es ist die Frage unsrer Zeit
Und die Antwort ist die Straße
Sie ruft laut: „Lützerath bleibt!“

Ihr wollt die Wirtschaft entfesseln
Und legt Menschen in Ketten
Nur wenn man das umdreht
Wär unsre Welt noch zu retten

Verhindert den Schaden
Christian Lindner den Schmerz
Während wir im Überfluss baden
Ertrinken Menschen im Meer

Menschenwürde im Konjunktiv
Ist das, wonach wir streben
Der globalen Erwärmung eine
Soziale Eiszeit entgegen, ich

Schreib Lieder voller Zynismus
Und ich hab leider Pech, denn
Kritik am Kapitalismus
Verkauft sich sehr schlecht

Doch resignieren kann jeder
Oder Lieder davon singen
Doch wenn alte Perspektiven
Uns um unsre Hoffnung bringen

Ist dann noch Zeit für leere Phrasen
Und dafür, dass noch jemand schreibt?
Wär es nicht Zeit, dass diese Frage
Uns alle auf die Straßen treibt?

Ja, resignieren kann jeder
Lass uns lieber davon singen
Lass uns um Perspektiven
Und um jede Hoffnung ringen

Komm, wir gehen auf die Straßen
Dann läuft die Zeit nicht mehr allein
Wir alle teilen eine Frage
Komm, lass uns Teil der Antwort sein

Seh ich noch richtig
In dieser seltsamen Welt?
Gas soll jetzt grün sein
Und das Gras schon bald gelb

Der Song „grasgelb“ von Enno Bunger, veröffentlicht am 19.01.2024 auf dem Album „Der beste Verlierer“ ist ein gesellschaftskritischer Protestsong, der sich intensiv mit der Klimakrise, politischen Widersprüchen und systemischer Ungerechtigkeit auseinandersetzt. Der Text prangert die Widersprüche moderner Politik an. Er thematisiert, dass fossile Brennstoffe trotz Klimawandel massiv subventioniert werden („elf Millionen pro Minute“), während ökologische Symbole (wie das „Grüne Gas“) als Etikettenschwindel dargestellt werden. Besonders bissig ist der Vergleich des Naturschutzes mit dem Militär: Während Bienen sterben, scheint der „Schutz“ von Panzern (Leopard 2) Priorität zu haben.

Der Autor verbindet ökologische Zerstörung mit sozialer Ungerechtigkeit. Er stellt die „globale Erwärmung“ einer „sozialen Eiszeit“ gegenüber. Dabei wird der Kontrast zwischen westlichem Überfluss und dem Sterben von Geflüchteten im Mittelmeer scharf kritisiert. Namentlich genannte Politiker (wie Christian Lindner) dienen dabei als Symbole für eine Wirtschaftspolitik, die Profit über Menschenleben und Klimaschutz stellt. Der Text reflektiert die Schwierigkeit, gegen das System aufzubegehren. Der Künstler gibt zu, dass Kritik am Kapitalismus sich „schlecht verkauft“, und beschreibt ein Gefühl der Ohnmacht angesichts einer Welt, in der die Wirtschaft „brummen“ muss, egal zu welchem Preis.

Das zentrale Motiv des Liedes ist die Überwindung der Resignation. Der Text gipfelt in einem klaren Appell zum Widerstand auf der Straße. Mit dem Slogan „Lützerath bleibt!“ bezieht sich der Song konkret auf die Klimaproteste im rheinischen Braunkohlerevier. Die Kernaussage lautet: Reden und Singen reichen nicht mehr aus; die Antwort auf die Krisen unserer Zeit ist der aktive, gemeinschaftliche Protest. Der Song ist ein flammendes Plädoyer gegen das „Weiter-so“ der aktuellen Politik. Er fordert dazu auf, die Rolle des passiven Beobachters zu verlassen und Teil einer Bewegung zu werden, die Mensch und Natur vor wirtschaftliche Interessen stellt.

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Ich schaue zu, wie sich der Sonnenschein langsam im Meer versinkt.

In dem Song „Full moon“ von Tiwayo, veröffentlicht am 18.01.2019 auf dem Album „The gypsy soul of Tiwayo“, geht es um die sehnsuchtsvolle Suche nach innerer Befreiung, die durch die mystische Kraft des Vollmonds ausgelöst wird.

Der Song beginnt mit der Beobachtung eines Sonnenuntergangs. Dieser Übergang vom Tag zur Nacht markiert den Wechsel von der rationalen Welt hin zu einem Zustand, den der Sänger selbst nicht mit Theorien erklären kann. Es herrscht eine fast schon tranceartige Stimmung. Der Vollmond steht im Zentrum des Textes. Er wirkt als eine Art spirituelle Kraft, die den Protagonisten in Bewegung versetzt. Der Mond ist hier nicht nur ein Himmelskörper, sondern ein Symbol für Veränderung und Erwachen.

Das lyrische Ich fleht den Mond an, es zu befreien und seine „Ketten zu sprengen“. Dies deutet darauf hin, dass sich die Person zuvor gefangen, eingeengt oder ziellos gefühlt hat. Der Mondbesuch bietet die Chance, diese Lasten abzuwerfen. Am Ende steht das Versprechen, in dieser Verbindung zu verweilen. Der Protagonist hört auf zu wandern und entscheidet sich, bis zum Morgengrauen beim Licht des Mondes zu bleiben. Es ist ein Moment des Innehaltens und der totalen Hingabe an das befreiende Gefühl der Nacht.

Der Text beschreibt eine spirituelle Katharsis. Die Dunkelheit und der Vollmond werden nicht als bedrohlich, sondern als erlösend dargestellt – als Chance, dem Alltag zu entfliehen und wahre innere Freiheit zu finden.

https://www.deezer.com/en/track/590734202

https://music.apple.com/at/song/full-moon/1444067179

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