Tobe, zürne, misch dich ein: Sage nein!

Der am 30.01.2009 auf dem Album „Caffè Caflisch” veröffentlichte Songtext „Grida No” von Pippo Pollina & Linard Bardill ist ein leidenschaftlicher Appell zum Widerstand und zur Zivilcourage. Er richtet sich gegen soziale Ungerechtigkeit, politische Korruption und die Manipulation der Massen. Zentrales Motiv ist das energische „GRIDA NO“ (Schrei Nein!) als Akt der Selbstbehauptung gegenüber einer sich verschlechternden Gesellschaft. Der Text warnt vor einem wachsenden Zynismus in der Gesellschaft. Er prangert Fremdenfeindlichkeit und die Sündenbock-Mentalität an, bei der Minderheiten – Migranten, Juden oder Homosexuelle – für die Probleme des Landes verantwortlich gemacht werden. Die Hörer:innen werden aufgefordert, sich diesem Hass entgegenzustellen.

Ein wesentlicher Teil des Songs kritisiert die Macht der Massenmedien (Fernsehen, Zeitungen) und multinationaler Konzerne. Diese würden Lügen verbreiten, die Geschichte umschreiben und die Menschen dazu bringen, sich der „Logik des Stärkeren“ kampflos unterzuordnen. Der Song betont, dass Widerstand keine Frage des Status ist. Egal ob:

arm oder reich, Student oder Hausfrau. Atheist oder gläubig. Zehn oder einhundert Jahre alt. Jeder, der „gegen den Wind“ schwimmt, ist Teil dieser Bewegung für Freiheit und Würde.

Die Lyrics greifen die politische Klasse scharf an, unabhängig von ihrer politischen Ausrichtung. Korruption, Mafia-Verstrickungen und Kriminalität hätten das Land „in den Schmutz“ gezogen. Der Song endet nicht mit Resignation, sondern mit einer kämpferischen Entscheidung: „Ich flüchte nicht, ich kämpfe, ich bleibe.“ Er ist eine Hymne auf den nonkonformistischen Geist und die Weigerung, die eigene Würde für ein korruptes System zu opfern.

https://link.deezer.com/s/32idqPidP3q52qIBBsq4s

https://music.apple.com/de/song/grida-no/303400722

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» ... Ist es möglich; daß man trotz Erfindungen und Fortschritten, trotz Kultur, Religion und Weltweisheit an der Oberfläche des Lebens geblieben ist? Ist es möglich, daß man sogar diese Oberfläche, die doch immerhin etwas gewesen wäre, mit einem unglaublich langweiligen Stoff überzogen hat, so daß sie aussieht wie die Salonmöbel in den Sommerferien? Ja, es ist möglich. ... « – Rainer Maria Rilke, Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge, 1910 ====================

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