Die NATO wird im Jahr 2026 mit dem Westfälischen Friedenspreis ausgezeichnet. Diese Entscheidung wird in der Öffentlichkeit als widersprüchlich und propagandistisch kritisiert, da die Aktionen der NATO, wie die Osterweiterung und militärische Interventionen, im Widerspruch zum Begriff des Friedens stehen.
In seinem Artikel kritisiert Tobias Riegel die geplante Vergabe des Westfälischen Friedenspreises an die NATO und deren Generalsekretär Mark Rutte im Jahr 2026. Er betrachtet diese Ehrung als absurd, da das Militärbündnis in der Vergangenheit durch aggressive Aktionen, wie die Bombardierung Jugoslawiens und die NATO-Osterweiterung, zum Ukraine-Krieg beigetragen hat. Riegel argumentiert, dass solche Preisverleihungen den Begriff „Frieden” entwerten und eine propagandistische Verzerrung der Realität darstellen. Dies erinnere an George Orwells Dystopie, in der widersprüchliche Botschaften als Wahrheit verkauft werden. Er warnt davor, dass die ständige Wiederholung solcher Widersprüche die Fähigkeit der Bürgerinnen und Bürger zur logischen Einordnung gefährdet und die öffentliche Meinung manipuliert.
»Geht es noch verrückter? NATO erhält „Westfälischen Friedenspreis“ – Die Propaganda mit Preisverleihungen geht unvermindert weiter: Nach dem Friedensnobelpreis für Machado, den Karlspreisen für Selenskyj und von der Leyen, den „Friedenspreisen“ des deutschen Buchhandels für Serhij Zhadan oder den Historiker Karl Schlögel folgt nun der „Friedenspreis“ für das Militärbündnis. Der Begriff „Frieden“ soll zunehmend seines Sinns beraubt werden. Die auftrumpfende Art, in diesen Preisverleihungen unüberbrückbare inhaltliche Widersprüche als logisch zu verkaufen, erinnert stark an George Orwell. Ein Kommentar von Tobias Riegel.«, 07.11.2025, https://www.nachdenkseiten.de/?p=141668
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