Worte waren nicht seine Stärke. Er hat uns die Kraft gegeben, zu fühlen, zu glauben, weiterzugehen, zu sehen und zwischen Recht und Unrecht zu unterscheiden. Er hat uns den Schritt von der Dunkelheit ins Licht ermöglicht. | on this day in music

Der Song „King” von Van Canto, veröffentlicht am 15.12.2006 auf dem Album „A Storm to Come”, beschreibt den Abschied einer sehr wichtigen, inspirierenden und königlich anmutenden Figur („der König”), dessen Weggang ein tiefes Gefühl von Verlust und Trauer in der Gemeinschaft hinterlässt.

Die Nacht bricht herein, während die lyrische Figur den „König” zum letzten Mal verabschiedet. Es ist kein einfacher Abschied, sondern einer, der eine tiefe Unsicherheit hervorruft, denn es ist klar, dass er nicht bleiben wird. Die Trauer der Zurückgebliebenen („Tausende weinen”) ist so groß, dass ihre Tränen sprichwörtlich einen Fluss bilden, auf dem der König davonzusegeln scheint. Trotz seines Weggangs hinterlässt der König ein mächtiges Erbe. Er war jemand, der das Leben der Gemeinschaft „erleuchtet“ hat, obwohl er nicht viele Worte machte. Er schenkte ihnen die „Kraft zu fühlen”, zu glauben, weiterzugehen, zwischen Richtig und Falsch zu unterscheiden und den Übergang „vom Dunkel ins Licht” zu erkennen.

Obwohl der König nun in ein „unbekanntes Land“ aufbricht, bleibt sein „Geist“ bei der Gemeinschaft und wird zu ihrem eigenen. Die lyrische Figur spürt kurzzeitig Angst vor der Zukunft, findet aber Trost und neue Entschlossenheit in der Erinnerung an die „Herrlichkeit” des Königs. Der Text schließt mit einer trotzigen Note der Hoffnung. Die Erkenntnis setzt ein, dass alles, was man sein möchte, durch Festhalten an diesem Geist in schwierigen Zeiten erreicht werden kann. Die Gemeinschaft „steigt empor“ („We are rising high“), angetrieben durch das Vermächtnis des Königs.

Zusammenfassend geht es um den schmerzhaften, aber inspirierenden Übergang nach dem Abschied von einer großen Führungspersönlichkeit, deren Vermächtnis von Hoffnung, Stärke und der Kraft der Gemeinschaft in die Zukunft getragen wird.

https://music.apple.com/us/song/king/1184691403

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Als ich aufwachte, waren die Tiere zum ersten Mal verschwunden.

Der am 07.11.2006 veröffentlichte Song „The Animals Were Gone” von Damien Rice aus dem Album „9” ist eine sehr persönliche, melancholische und ehrliche Reflexion über eine verlorene Liebe und die damit verbundenen Gefühle von Leere, Schuld und Sehnsucht. Der Song beginnt mit einem Gefühl des Verlusts („the animals were gone”) und der Einsamkeit. Die Abwesenheit der geliebten Person hat das Zuhause leer gemacht und der Erzähler fühlt sich fehl am Platz.

Trotz der Abwesenheit drückt der Erzähler eine tiefe, bedingungslose Liebe aus, die auch die Unvollkommenheiten der anderen Person umfasst („I love your depression, and I love your double chin”). Dies zeigt eine aufrichtige und intime Verbindung. Der Erzähler gesteht ein, Fehler gemacht und die geliebte Person verletzt zu haben („I know that I left you in places of despair“, „I know I’ve been a liar, and I know I’ve been a fool“). Diese Schuldgefühle sind ein zentrales Element.

Der Kummer über die Trennung ist so groß, dass der Erzähler das Aufwachen ohne die Person als „drinking from an empty cup” (wie das Trinken aus einem leeren Becher) beschreibt und sich wünscht, im Schlaf zu bleiben. Gleichzeitig gibt es den Wunsch, die Zeit zu nutzen, um die Beziehung wieder aufzunehmen und gemeinsame Zukunftspläne zu verwirklichen („We could get a house“, „We could make babies“). Obwohl sich der Erzähler isoliert fühlt („My cave is deep now”), ist die geliebte Person ständig in seinen Gedanken („still all I see is you”), was die Tiefe der emotionalen Bindung unterstreicht.

Zusammenfassend ist es ein Song über das Bedauern über begangene Fehler in einer Beziehung, die schmerzhafte Leere nach einer Trennung und die tiefe, unzerstörbare Liebe, die trotz allem weiterleuchtet und Hoffnung auf Versöhnung trägt.

Habe ich Tränen in den Augen, dass unsere Hände sich nicht mehr halten? | On this day in music.

03.10.2006– | track: –Caravane – Live 2006- | artist: –Raphaël– | album: -Une Nuit Au Châtelet-

Der Songtext „Caravane” von Raphaël ist eine melancholische und existenzielle Reise durch Fragen und Unsicherheiten. Der Interpret äußert eine tiefe emotionale Verletzlichkeit („j’en ai les larmes aux yeux“, „je tremble un peu“) und fragt sich, warum die Verbindung zu einer anderen Person verloren geht („nos mains ne tiennent plus ensemble“). Es gibt viele Fragen über die Zukunft, das Warten und den gemeinsamen Weg („Est-ce que je ne vais plus attendre“, „Est-ce qu’on va reprendre la route“).

Die Fragen weiten sich auf die Welt aus („Est-ce que ce monde a le vertige”) und thematisieren Schuld und Sühne („Est-ce qu’on sera un jour puni”). Der Songtext spricht eine fatalistische Sichtweise an, nach der das Schicksal vom „Bon Dieu“ (Gott) bestimmt wird, der sowohl erschafft als auch zerstört („C’est le Bon Dieu qui nous fait / C’est le Bon Dieu qui nous brise“).

Trotz all dieser Fragen und der Vergänglichkeit des Lebens („bientôt mes os seront dans le vent”) betont der Interpret seine Herkunft („Je suis né dans cette caravane”) und die Notwendigkeit, weiterzuziehen („Et nous partons, vas-y”).

Die „Caravane” dient hier als Metapher für das Leben selbst: eine ständige Reise, ein Zuhause in der Bewegung. Das Lied ist somit eine Aufforderung, trotz Dunkelheit und existenzieller Sorgen gemeinsam in die Zukunft aufzubrechen. Das einfache, beinah kindliche „Tu lu tu, tu lu tu …” unterstreicht dabei eine gewisse Resignation, aber auch eine anhaltende Hoffnung oder Leichtigkeit des Seins auf dieser ewigen Reise.