Der am 21. November 1975 veröffentlichte Songtext „Bohemian Rhapsody” von Queen ist eine sehr dramatische und vielschichtige Erzählung. Er beginnt mit Fragen nach der Realität. Der Protagonist fühlt sich in einer ausweglosen Situation gefangen und ist von einem Gefühl des Fatalismus durchdrungen. Er behauptet, dass ihm die Umstände egal sind, und bezeichnet sich selbst als armen Jungen, der keine Sympathie braucht.
Im Zentrum steht das Geständnis eines Mordes. Der Protagonist wendet sich direkt an seine „Mama” und gesteht, dass er einen Mann getötet hat. Er bereut, sein Leben weggeworfen zu haben.
Dieser Teil ist ein herzzerreißender Abschiedsbrief und eine Entschuldigung zugleich. Er bittet seine Mutter, so zu tun, als wäre nichts geschehen, da seine Zeit abgelaufen ist. Er fühlt sich dem Tod und der Wahrheit hilflos ausgeliefert.
Der Song wechselt zu einem operettenhaften, chaotischen Abschnitt, der den inneren Kampf und die Verzweiflung des Protagonisten widerspiegelt. Er fleht darum, losgelassen zu werden, doch eine chorähnliche Stimme verweigert es ihm. Es gibt Anspielungen auf mythologische und historische Figuren, die seine Wahnvorstellungen und seine innere Zerrissenheit angesichts seiner bevorstehenden Verdammnis unterstreichen.
Der Songtext ist der Monolog eines Mannes, der ein Verbrechen begangen hat. Er durchlebt eine emotionale Achterbahnfahrt aus existenzieller Angst, Reue und dem Abschied von seiner Mutter sowie einem verzweifelten Kampf gegen seine unausweichliche Verurteilung oder Verdammnis. Am Ende kehrt das Gefühl des Fatalismus zurück: Im Angesicht des Todes ist nichts mehr wichtig.
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