Ist das das wahre Leben? Oder ist es nur Fantasie?

Der am 21. November 1975 veröffentlichte Songtext „Bohemian Rhapsody” von Queen ist eine sehr dramatische und vielschichtige Erzählung. Er beginnt mit Fragen nach der Realität. Der Protagonist fühlt sich in einer ausweglosen Situation gefangen und ist von einem Gefühl des Fatalismus durchdrungen. Er behauptet, dass ihm die Umstände egal sind, und bezeichnet sich selbst als armen Jungen, der keine Sympathie braucht.

Im Zentrum steht das Geständnis eines Mordes. Der Protagonist wendet sich direkt an seine „Mama” und gesteht, dass er einen Mann getötet hat. Er bereut, sein Leben weggeworfen zu haben.

Dieser Teil ist ein herzzerreißender Abschiedsbrief und eine Entschuldigung zugleich. Er bittet seine Mutter, so zu tun, als wäre nichts geschehen, da seine Zeit abgelaufen ist. Er fühlt sich dem Tod und der Wahrheit hilflos ausgeliefert.

Der Song wechselt zu einem operettenhaften, chaotischen Abschnitt, der den inneren Kampf und die Verzweiflung des Protagonisten widerspiegelt. Er fleht darum, losgelassen zu werden, doch eine chorähnliche Stimme verweigert es ihm. Es gibt Anspielungen auf mythologische und historische Figuren, die seine Wahnvorstellungen und seine innere Zerrissenheit angesichts seiner bevorstehenden Verdammnis unterstreichen.

Der Songtext ist der Monolog eines Mannes, der ein Verbrechen begangen hat. Er durchlebt eine emotionale Achterbahnfahrt aus existenzieller Angst, Reue und dem Abschied von seiner Mutter sowie einem verzweifelten Kampf gegen seine unausweichliche Verurteilung oder Verdammnis. Am Ende kehrt das Gefühl des Fatalismus zurück: Im Angesicht des Todes ist nichts mehr wichtig.

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Während mein Leben an mir vorbeizieht, frage ich mich, ob ich jemals wieder einen Sonnenaufgang erleben werde.

Der am 20.11.2009 veröffentlichte Songtext „Russian Roulette” von Rihanna beschreibt eine Situation extremer Anspannung, Angst und einer existenzbedrohenden Prüfung. Eine andere Person instruiert die Hauptfigur, sich zu beruhigen und sich auf einen sehr ernsten und endgültigen Akt vorzubereiten. Es ist eine Zwangslage, in der es keine Zeit zum Nachdenken gibt.

Der zentrale Konflikt liegt in der inneren Zerrissenheit der Hauptfigur: Ihr Herz klopft so stark, dass es „durch die Brust zu sehen” ist. Obwohl die Person Todesangst hat, weigert sie sich zu gehen oder aufzugeben.

Die Situation scheint ein russisches Roulette oder eine ähnliche Prüfung auf Leben und Tod zu sein. Dies wird durch die wiederholte Aufforderung, einfach den Abzug zu betätigen, sowie durch die Passage über das Verstreichen des Lebens und die Ungewissheit, jemals einen weiteren Sonnenaufgang zu sehen, stark impliziert.

Der Song handelt von Mut im Angesicht der Angst und der Akzeptanz eines Schicksals oder einer Konsequenz, die in der Vergangenheit festgelegt wurde.

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Ich wische mir nur noch schnell die Spinnweben aus dem Gesicht.

Der am 19.11.2001 veröffentlichte Songtext „Warte auf mich” von Element of Crime beschreibt die Vorbereitung und den Aufbruch eines lyrischen Ichs aus einem geschützten Innenraum in die unsichere und dunkle Außenwelt. Dabei sehnt es sich nach einer Begleitperson. Der Text vermittelt ein Gefühl von Zögern und Isolation.

In der ersten Strophe werden die körperlichen Anstrengungen und die Notwendigkeit, sich für den Weg fertigzumachen, beschrieben. Zudem wird die Vorsicht, mit der das lyrische Ich agiert, deutlich. Die Umgebung scheint verlassen zu sein oder es ist lange her, dass das lyrische Ich den Raum verlassen hat. Der zentrale, wiederholt auftretende Refrain „Draußen ist es zu dunkel für einen allein” drückt die Angst vor Einsamkeit und Feindseligkeit der Außenwelt aus. Das lyrische Ich fleht eine andere Person an, auf es zu warten und es nicht allein zu lassen.

In der zweiten Strophe wird deutlich, dass die Begleitperson bereits draußen oder voraus ist. Das lyrische Ich orientiert sich am Klang ihrer Schritte und kämpft damit, ihr zu folgen. Die Atmosphäre ist geheimnisvoll und melancholisch.

Im Kern ist es eine lyrische Darstellung von Abschied, der Überwindung von Trägheit, dem Kampf gegen Dunkelheit und Einsamkeit sowie dem starken Bedürfnis nach menschlicher Nähe und Führung in einer bedrohlichen Situation.

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Wir sind alle Teil dieses Universums.

Der am 17.11.1994 veröffentlichte Songtext „Der Ewige Kreis” von Jocelyn B. Smith ist eine hymnische Feier des Lebens und des ewigen Kreislaufs der Natur. Die einleitenden Zulu-Zeilen etablieren sofort eine Verbindung zur majestätischen Tierwelt und zur Natur. Sie kündigen den Beginn eines wichtigen Ereignisses an.

Der Songtext beschreibt die Geburt als den Beginn eines großen Erlebnisses, bei dem es viel zu sehen, zu lernen und zu verstehen gibt. Das Leben wird als Wunder dargestellt, als endlos und weit. Dabei symbolisiert die Sonne die Konstanz und die Führung in die Ewigkeit.

Die zentrale Botschaft ist der Kreislauf des Lebens. Der Songtext betont, dass alle Lebewesen dem Gesetz der Natur unterliegen und Teil eines größeren Universums sind. Das Leben selbst ist dieser sich ständig drehende, unendliche Kreis. Zusammenfassend drückt das Lied eine tiefe Verbundenheit mit der Natur aus und vermittelt die philosophische Botschaft, dass alles einem göttlichen oder natürlichen Kreislauf folgt, dem wir alle angehören. Es ist eine Ode an die Großartigkeit des Lebens und des Universums.

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