Wo brennt unser Feuer?  |  On this day in music.

25.09.2020– | track: –La dolce vita– | artist: –Crucchi Gang, Steiner & Madlaina– | album: -Crucchi Gang-

In dem Songtext „La dolce vita „ von Crucchi Gang, Steiner & Madlaina geht es um die Diskrepanz zwischen Wunsch und Realität. Es geht um die vielen „nutzlosen Worte” und die Erkenntnis, dass sich scheinbar nichts wirklich ändert. Das Lied beschreibt, wie Menschen nach außen hin eine „dolce vita” (ein süßes, unbeschwertes Leben) feiern, in dem es keine Herausforderungen („salita” – Steigung) gibt.

Doch diese Vorstellung entpuppt sich als Illusion. Das Leben wird als ein „Traum” oder „Schlaf” beschrieben, der verhindert, dass man die Wahrheit sieht. Die Protagonisten versuchen, sich mit falschem Lächeln davon zu überzeugen, dass alles gut ist, obwohl sie innerlich wissen, dass die Dinge so nicht bleiben können.

Es gibt jedoch auch einen Hoffnungsschimmer: Der Glaube an eine bessere Zukunft voller „Licht, Liebe und Freiheit” wird erwähnt. Die Hoffnung, dass sich die Erde verändern kann, besteht, auch wenn dies durch die Angst vor dem Scheitern und die ständige Wiederholung der gleichen Muster erschwert wird. Insgesamt zeigt der Text eine ambivalente Haltung: Einerseits wird die Resignation beschrieben, dass sich nichts ändert, andererseits wird die leise Hoffnung geäußert, dass eine Veränderung möglich ist, wenn man aufhört, sich von Illusionen blenden zu lassen.

We are sick.

11.09.2020– | track: –WE ARE CHAOS– | artist: –Marilyn Manson– | album: -WE ARE CHAOS-

In diesem Songtext „We are chaos“ von Marilyn Manson wird das Gefühl der Andersartigkeit und Unheilbarkeit beschrieben. Der Sänger im Lied sieht sich selbst und Menschen, die ihm ähnlich sind, als „krank, verfickt und kompliziert“ sowie als „Chaos, das nicht geheilt werden kann“.

Es wird die Idee angesprochen, dass Außenstehende versuchen, diese Menschen mit einfachen Lösungen wie Tabletten zu heilen, doch der Sprecher lehnt das ab. Es scheint, als habe er eine tiefe, existenzielle Erfahrung gemacht (den Tod), die ihn von anderen unterscheidet und alles andere als trivial erscheinen lässt.

Trotz dieser scheinbaren Hoffnungslosigkeit und des „Garbage Dump“, in dem alle enden, bietet der Sprecher eine Verbindung an, indem er verspricht, „die Hand zu halten“. Es geht also nicht nur um Isolation, sondern auch um eine tiefgründige, mysteriöse Beziehung, die die eigene „Miserabilität” beenden könnte.

Letztendlich stellt sich der Interpret die Frage nach seiner eigenen Identität – ob er eine reale Person ist oder nur ein Schauspiel. Die wiederholte Phrase „We are sick, fucked up and complicated“ unterstreicht das zentrale Thema der nicht heilbaren inneren Zerrissenheit.