Schlagwort: 012026
22.01.2026
20.01.2026
Gas soll jetzt grün sein und das Gras schon bald gelb
Seh ich noch richtig
In dieser seltsamen Welt?
Gas soll jetzt grün sein
Und das Gras schon bald gelbKann dir kein Mensch erklären
Warum leere Flugzeuge fliegen
Die letzten Jahre, wen wundert′s
Waren die heißesten siebenWarum man Öl, Gas und Kohle
Weiter subventioniert
Mit elf Millionen pro Minute
Wer bitte soll das kapieren?Mit heiteren Mienen
Vertrösten sie uns
Wer vermisst auch schon Bienen
Solang die Wirtschaft noch brummt?Doch von dem, was wir schützen
Ist sogar ein Tier dabei
Lebt auf dem Land und in Flüssen
Nennt sich „Leopard 2“Resignieren kann jeder
Oder Lieder davon singen
Aber was kann Perspektive?
Und wer kann Hoffnung bringen?Das ist nicht nur eine Phase
Es ist die Frage unsrer Zeit
Und die Antwort ist die Straße
Sie ruft laut: „Lützerath bleibt!“Ihr wollt die Wirtschaft entfesseln
Und legt Menschen in Ketten
Nur wenn man das umdreht
Wär unsre Welt noch zu rettenVerhindert den Schaden
Christian Lindner den Schmerz
Während wir im Überfluss baden
Ertrinken Menschen im MeerMenschenwürde im Konjunktiv
Ist das, wonach wir streben
Der globalen Erwärmung eine
Soziale Eiszeit entgegen, ichSchreib Lieder voller Zynismus
Und ich hab leider Pech, denn
Kritik am Kapitalismus
Verkauft sich sehr schlechtDoch resignieren kann jeder
Oder Lieder davon singen
Doch wenn alte Perspektiven
Uns um unsre Hoffnung bringenIst dann noch Zeit für leere Phrasen
Und dafür, dass noch jemand schreibt?
Wär es nicht Zeit, dass diese Frage
Uns alle auf die Straßen treibt?Ja, resignieren kann jeder
Lass uns lieber davon singen
Lass uns um Perspektiven
Und um jede Hoffnung ringenKomm, wir gehen auf die Straßen
Dann läuft die Zeit nicht mehr allein
Wir alle teilen eine Frage
Komm, lass uns Teil der Antwort seinSeh ich noch richtig
In dieser seltsamen Welt?
Gas soll jetzt grün sein
Und das Gras schon bald gelb
Der Song „grasgelb“ von Enno Bunger, veröffentlicht am 19.01.2024 auf dem Album „Der beste Verlierer“ ist ein gesellschaftskritischer Protestsong, der sich intensiv mit der Klimakrise, politischen Widersprüchen und systemischer Ungerechtigkeit auseinandersetzt. Der Text prangert die Widersprüche moderner Politik an. Er thematisiert, dass fossile Brennstoffe trotz Klimawandel massiv subventioniert werden („elf Millionen pro Minute“), während ökologische Symbole (wie das „Grüne Gas“) als Etikettenschwindel dargestellt werden. Besonders bissig ist der Vergleich des Naturschutzes mit dem Militär: Während Bienen sterben, scheint der „Schutz“ von Panzern (Leopard 2) Priorität zu haben.
Der Autor verbindet ökologische Zerstörung mit sozialer Ungerechtigkeit. Er stellt die „globale Erwärmung“ einer „sozialen Eiszeit“ gegenüber. Dabei wird der Kontrast zwischen westlichem Überfluss und dem Sterben von Geflüchteten im Mittelmeer scharf kritisiert. Namentlich genannte Politiker (wie Christian Lindner) dienen dabei als Symbole für eine Wirtschaftspolitik, die Profit über Menschenleben und Klimaschutz stellt. Der Text reflektiert die Schwierigkeit, gegen das System aufzubegehren. Der Künstler gibt zu, dass Kritik am Kapitalismus sich „schlecht verkauft“, und beschreibt ein Gefühl der Ohnmacht angesichts einer Welt, in der die Wirtschaft „brummen“ muss, egal zu welchem Preis.
Das zentrale Motiv des Liedes ist die Überwindung der Resignation. Der Text gipfelt in einem klaren Appell zum Widerstand auf der Straße. Mit dem Slogan „Lützerath bleibt!“ bezieht sich der Song konkret auf die Klimaproteste im rheinischen Braunkohlerevier. Die Kernaussage lautet: Reden und Singen reichen nicht mehr aus; die Antwort auf die Krisen unserer Zeit ist der aktive, gemeinschaftliche Protest. Der Song ist ein flammendes Plädoyer gegen das „Weiter-so“ der aktuellen Politik. Er fordert dazu auf, die Rolle des passiven Beobachters zu verlassen und Teil einer Bewegung zu werden, die Mensch und Natur vor wirtschaftliche Interessen stellt.
https://link.deezer.com/s/32c2V0cjDu8nbh2rhDpPB
https://music.apple.com/de/song/grasgelb-live-bei-tv-noir/1783346022
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14. Januare
Tag 23.917 | 12.01.2026
Ich habe sechs Stunden gut geschlafen (86 Punkte im Schlaftracking). Ich habe geträumt, aber die Träume wieder vergessen.
Zum Frühstück aß ich mein Müsli und trank eine Tasse Kaffee.
Parallel dazu hörte ich einzelne Beiträge aus der Sendung „Information und Musik” des Deutschlandfunks.
Nach der Morgentoilette ging ich ins Kaufland, um meinen wöchentlichen Einkauf zu erledigen.
Es nieselte. Das Wasser fror nicht zu Eis. Ich konnte wie immer gehen. Die Kassiererin wollte mir wieder einmal zeigen, wie schnell sie meinen Einkauf über den Scanner ziehen kann. Ich konnte mithalten.
Auf dem Heimweg war ich traurig. Beim Auspacken des Einkaufs war es nicht anders.
Ich trinke einen Kaffee und esse drei weiche Lebkuchenherzen.
Ich lese die gestern veröffentlichten WordPress.com-Blogbeiträge der anderen Blogger:innen.
Ich esse eine halbe Paprika, zwei kleine Tafeläpfel und ein „High Protein Toastbrötchen“ mit einem Gemüseaufstrich mit etwas Kala Namak und einer Käsealternative mit Bockshornklee.
Ich gehe 50 Minuten spazieren, während meine Gedanken kreisen, und trinke anschließend einen Kaffee im Café. Ich kann mich nicht aufs Lesen konzentrieren. Stattdessen habe ich Lust, ein Daily Prompt vorzubereiten. Der nächste Prompt, den ich noch nicht auf dem Schirm habe, lautet: „Kannst du eine Situation schildern, in der du dich geliebt gefühlt hast?” Zwei junge Männer setzen sich an den Nebentisch. Sie essen einen mitgebrachten Döner. Sie unterhalten sich laut. Einer von ihnen sucht das Gespräch mit mir. Er fragt mich, was ich gelernt habe und ob es schwer war. Ich antworte ihm freundlich und wahrheitsgemäß. Er spricht Deutsch mit ausländischem Akzent. Ungefragt erzählt er mir, dass er Kosovo-Albaner ist. In seiner Heimat hatte er angefangen, Programmieren zu lernen. Er fand es langweilig und brach ab. Jetzt sucht er einen Beruf und fragt mich, welcher der beste ist. Ich antworte ihm, dass es davon abhängt, wer einen Beruf erlernen möchte. Was ihm Freude bereitet oder ihm leichtfällt. Er versteht. Sorgen bereitet ihm sein Deutsch. Er hat Angst, dass es für eine deutsche Freundin nicht gut genug ist. Ich sage ihm, dass ich ihn sprachlich gut verstehen kann. Er hat drei Jahre gebraucht, um so sprechen zu können. Ich seufze innerlich, denn ich komme weder zum Lesen noch zum Schreiben. Immerhin habe ich eine Vorstellung davon, was ich schreiben werde. Ich packe zusammen, wünsche den beiden alles Gute und gehe nach Hause.
Dort bereite ich kommende Blogposts vor und lese weiter in den gestern veröffentlichten WordPress.com-Blogbeiträgen der anderen Blogger:innen.
Zum Abendessen gab es 500 g Brokkoli, Romanesco und Blumenkohl sowie eine Schnitzelalternative aus Weizen und eine Frikadellenalternative aus Erbsen. Außerdem esse ich ein paar Paprikachips, eine Handvoll Nüsse und drei Maronen. Ich trank ein alkoholfreies Bier, ein Glas Karottensaft und aß drei Datteln sowie ein Schälchen Heidelbeeren.
Dazu hörte ich die Folge „Liegt es an mir? Wenn die Partnersuche zum Lebensthema wird”. [aufklappen]
Anne hat Schwierigkeiten damit, gesunde Liebesbeziehungen zu führen. Einerseits plagt sie eine Verlustangst, andererseits fühlt sie sich aber auch schnell in ihrer Freiheit eingeengt. Deshalb weigert sie sich, Partnern näherzukommen, wenn diese die Beziehung intensivieren wollen. Wenn sie aber auf Männer trifft, die selbst eher beziehungsunfähig sind und wenig in die Beziehung investieren, passt sie sich diesen stark an und stellt ihre Bedürfnisse in den Hintergrund, um den Männern aus ihrer Sicht zu genügen. So hat sie das Problem, dass sie in Beziehungen nicht glücklich wird, da sie sich weder auf starke Zuneigung noch auf distanzierteres Verhalten von Männern ehrlich einlassen kann. Annes Schattenkind wurde von ihrer Mutter geprägt, zu der sie keine gute Beziehung hatte. Als Kind hat sich Anne permanent an ihre Mutter angepasst, da sie dachte, dass sie nur so von ihrer Mutter geliebt werden könne. Sie hat also als Kind die Verantwortung dafür übernommen, dass ihre Mutter sie liebt, obwohl dies allein die Verantwortung der Mutter gewesen wäre. Dieses Verhalten projiziert Anne nun auf ihre erwachsenen Beziehungen. Sie hat den Glaubenssatz, dass sie so, wie sie ist, nicht geliebt werden kann, und muss sich deshalb ihren Partnern anpassen. In unserem Gespräch zeige ich ihr, dass ihre Liebenswürdigkeit nicht von den Vorstellungen anderer Personen abhängig ist und wie sie sich von ihren kindlichen Prägungen lösen kann.
Den Tag ließ ich mit dem Hören von Neuerscheinungen und Lieblingssongs ausklingen. Dazu trank ich eine Tasse Kaffee und genoss einen Riegel Schokolade.
Ich bereitete mein Müsli für morgen zu.
Vor dem Einschlafen las ich weiter in dem Buch Xenozid – Ender-Saga 3 von Orson Scott Card. Hier eine Leseprobe: [aufklappen]
»Sie wird die Descolada nicht mitnehmen!«
»Sie hat keine Wahl. Die Descolada ist bereits in ihr. Sie ist in mir.«
Damit hatte er sie endlich geschafft. Er sah sie in ihren Augen – die Furcht.
»Sie wird auch in dir sein. Selbst wenn du in dein Schiff zurückläufst und mich abschottest und nicht infiziert worden bist, wird die Descolada in dich und deinen Mann und deine Kinder eindringen, sobald du auf Lusitania landest. Sie müssen die Chemikalien tagtäglich in ihre Nahrung und ihr Wasser geben, ihr Leben lang. Und sie können Lusitania nie wieder verlassen, oder sie werden den Tod und die Vernichtung mit sich nehmen.«
»Wir wussten wohl, dass diese Möglichkeit bestand«, sagte Valentine.
»Als ihr abgeflogen seid, war es nur eine Möglichkeit. Wir glaubten, die Descolada würde bald unter Kontrolle sein. Jetzt sind sie sich nicht mehr sicher, ob sie überhaupt je unter Kontrolle zu bekommen ist. Und das bedeutet, dass ihr Lusitania nie wieder verlassen könnt, sobald ihr erst einmal gelandet seid.«
»Hoffentlich gefällt uns das Wetter.«
Ich bin heute dankbar für:
– für einen guten Schlaf ohne Albträume,
– für den interessanten Podcast von Stefanie Stahl,
– für unfallfreies Bewegen im öffentlichen Raum und zu Hause,
– für den Song des Tages: „Mon dieu” von ZAZ, veröffentlicht am 19.09.2025 auf „Sains et saufs“ | Spotify | YouTube | Apple Music,
– für 9889 Schritte und 6,8 km.
12. Januare in | Fotos
Ich danke Katja vom Blog „Katja mittendrin„, dass ich ihre Idee der Alltagsschnipsel übernehmen darf: https://katja-mittendrin.de/category/alltagsschnipsel/

















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