Der Song „Hey You” von Pink Floyd aus dem Album „The Wall”, das am 30. November 1979 veröffentlicht wurde, ist eine intensive, direkte Ansprache an eine isolierte Person, die sich allein, kalt und gefangen fühlt – sei es physisch oder emotional.
Der Protagonist drückt sowohl Empathie als auch eine dringende Bitte um Verbindung und Hilfe aus. Er stellt Fragen nach der Möglichkeit der Kontaktaufnahme und der Überwindung der Isolation: „Kannst du mich spüren?“, „Würdest du mich berühren?“ und „Würdest du mir helfen, den Stein zu tragen?“ zeigen seine verzweifelte Sehnsucht nach Verbindung.
Der Protagonist wird ermutigt, sich nicht zu ergeben und gegen die Kräfte anzukämpfen, die das „Licht begraben“ wollen.
Ein zentraler, pessimistischer Wendepunkt ist die Feststellung, dass diese Verbindung „nur Fantasie“ war, weil die „Mauer zu hoch“ ist. Dies symbolisiert eine unüberwindbare Barriere der Isolation, die den Protagonisten gefangen hält („Er konnte sich nicht befreien“, „die Würmer fraßen sich in sein Gehirn“). – ein Bild für geistigen Zerfall).
Der Song endet jedoch mit einem letzten Appell der Hoffnung und des gemeinsamen Handelns. Der Protagonist wird aufgefordert, die Hoffnung nicht aufzugeben, und es wird die Notwendigkeit der Solidarität angesichts der Barrieren betont („Gemeinsam stehen wir, getrennt fallen wir“).
Zusammenfassend handelt der Text von Isolation, dem Kampf um menschliche Verbindung, der Angst vor dem Scheitern und dem dringenden Wunsch nach Zusammenhalt und Widerstand.
Ich erinnere mich genau an „The Wall“ und „Hey you“. Das war ein riesen Umbruch. Ich war Pink Floyd Fan und zuerst genervt – ich dachte „Pink Floyd goes Pop“. Später wurde Hey you einer meiner Ohrwürmer. Starker Song. Aber trotzdem ein Umbruch und vielleicht der Anfang vom Ende… Mit Animals, Dark side of the moon, Wish you were here passte das nicht zusammen. Mit Umma Gumma oder Relics schon gar nicht. Vielleicht Phase 3?
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Mir gefällt es, wenn Musiker:innen sich wandeln und überraschen. Bei „The Wall” hatte Roger Waters das Zepter in der Hand. „The Wall” ist ein Gesamtkunstwerk. Zu dem Konzeptalbum gehört der Film untrennbar dazu. Alan Parker hat es kongenial verfilmt, mit den Trickfilmsequenzen von Gerald Scarfe. Als ich aus dem Kino kam, sagte ich zu mir selbst, dass ich nicht einmal meinem ärgsten „Feind” wünsche, sich diesen Film anschauen zu müssen. Dieser Film ist ein Anschlag auf die Seele und die Psyche. Ein Blick in den Abgrund. Ich habe den Film auf DVD, aber ich konnte ihn mir bis heute nicht wieder anschauen. Ein Meisterwerk für den Giftschrank. Er war seiner Zeit weit voraus. Sowohl Album als auch Film erhielten von mir die Höchstpunktzahl.
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