Beim NATO-Atomkriegsmanöver „Steadfast Noon“, an dem 2.000 Soldaten aus 14 Staaten teilnahmen, wurde der Einsatz der neuen, präziseren US-Atombombe B61-12 probiert. Dadurch wurde die Debatte über die nukleare Teilhabe sowie mögliche eigene Atomwaffen Deutschlands erneut angefacht.
Das Atomkriegsmanöver „Steadfast Noon”, bei dem der Einsatz von in Europa gelagerten US-Atombomben durch NATO-Militärjets simuliert wird, endete dieses Jahr mit der Beteiligung von rund 2.000 Soldaten und über 70 Flugzeugen aus 14 NATO-Staaten – darunter auch Finnland und Schweden. In diesem Jahr wurde insbesondere der Einsatz der neuen, präziseren US-Atombomben vom Typ B61-12 geübt. Dänemark nutzte erstmals seine Air Base Skrydstrup für das Manöver und positioniert sich damit aggressiver gegen Russland. Parallel zur nuklearen Teilhabe wird über die Schaffung eines europäischen Nuklearschirms oder die Möglichkeit einer eigenen deutschen Atombombe debattiert, wobei die öffentliche Meinung in Deutschland stark gespalten ist.
»Den Atomkrieg üben – Das diesjährige Atomkriegsmanöver „Steadfast Noon“ geht heute mit deutscher Beteiligung zu Ende. Die Debatte über einen europäischen Nuklearschirm oder eine deutsche Atombombe dauert an.«, 24.10.2025, https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10170