Und ich habe es so oft gesagt, tief versteckt in Poesie, tief versteckt in Idiotie.

Der am 27.01.2012 veröffentlichte Song „Im Stillen” von Max Prosa, der auf dem Album „Die Phantasie wird siegen” zu finden ist, beschreibt die Melancholie einer einseitigen oder unausgesprochenen Liebe. Er thematisiert das Scheitern der Kommunikation zwischen zwei Menschen und den daraus resultierenden Rückzug in die Isolation. Das lyrische Ich hat versucht, seine Gefühle durch Taten, Bilder oder Poesie auszudrücken, anstatt klare Worte zu benutzen. Dieser Versuch, den „Zauber” zu bewahren, führte jedoch dazu, dass die Botschaft nicht ankam.

Es herrscht eine schmerzhafte Distanz. Während das Gegenüber die Liebesbeweise nicht versteht oder nicht sieht, verharrt das lyrische Ich in tiefer Zuneigung. Als Reaktion auf Zurückweisung oder Unverständnis flüchtet sich die Person in Alkohol und Einsamkeit. Das repetitive Ende verdeutlicht, dass die Liebe im Verborgenen weiterlebt. Zwar ist man dem anderen weiterhin innerlich verfallen, doch diese Verbindung findet nur noch in der Gedankenwelt des lyrischen Ichs statt, nicht mehr in der Realität.

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Heute ist so ein Tag, an dem ich mit dem einverstanden bin, was irgendwann sein kann, und mit allem, was war.

Der am 20.01.2012 auf dem Album „Erste Liebe / Letzter Tanz” veröffentlichte Song „Einverstanden” von Felix Meyer beschreibt einen Moment tiefer innerer Ruhe und Akzeptanz. Er thematisiert das Gefühl, ganz im Hier und Jetzt zu sein, und die Versöhnung mit der eigenen Biografie sowie der Ungewissheit der Zukunft. Der Song beginnt mit einem ruhigen, morgendlichen Szenario am Meer. Diese friedliche Umgebung dient als Kulisse für einen Zustand der Achtsamkeit. Der Protagonist beobachtet die Welt „mit geschlossenen Augen“, was auf eine starke Verinnerlichung und emotionale Klarheit hindeutet.

Ein zentrales Motiv ist das „Einverständnis“. Der Text drückt eine tiefe Akzeptanz für die Vergangenheit aus: Alles, was war, wird angenommen. In Bezug auf die Zukunft schwindet die Angst vor dem Ungewissen. Glück wird hier als ein Zustand definiert, in dem alle quälenden Fragen verstummen und man einfach nur existiert.

Besonders eindrücklich ist die Metapher des in den Sand gemalten Bildes, das von einer Welle fortgetragen wird. Sie zeigt einen positiven Umgang mit der Vergänglichkeit: Indem die Welle die „Idee von uns“ mitnimmt, entzieht sie diese dem Zugriff anderer und bewahrt sie in ihrer Reinheit, anstatt sie „verderben“ zu lassen. Der Text feiert den seltenen, kostbaren Moment, in dem der Mensch mit sich und der Welt im Reinen ist. Es geht um das Loslassen von Zweifeln und das Finden von Glück in der absoluten Gegenwart.

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Samstage waren die besten.

Der Songtext „Saturdays Are The Greatest” von Kristina Train, veröffentlicht am 05.11.2012, vergleicht die Freude vergangener Samstage, die man in Gesellschaft eines geliebten Menschen verbracht hat, mit der melancholischen Realität der Gegenwart, in der diese Samstage allein verbracht werden. In den ersten Strophen werden idealisierte Samstage voller einfacher Freuden beschrieben: gemeinsam aufwachen, in der Sonne Zeitung lesen, Boote beobachten, Eis essen und ins Kino gehen. Diese Tage waren „die größten” und nur zum Spaß da.

Die späteren Strophen schildern einen aktuellen Samstagabend der Protagonistin, der mit Mühe (Make-up, Tischreservierung) beginnt und bei einer Party endet. Dieser Abend ist jedoch weniger erfüllend, da sie „ein Mädchen für sich allein“ ist. Der Übergang von Samstag auf Sonntag endet damit, dass sie allein aufwacht.

Der Refrain wiederholt die Aussage, dass Samstage die schönsten Tage waren und nur zum Spaß da waren. Er schließt jedoch mit der traurigen Erkenntnis: „Ich hatte früher jemanden” („I used to have someone”). Es ist der Spaß, der ihr vertraut ist, aber die Gesellschaft fehlt ihr.

Heute Nacht ist die Nacht, in der wir kämpfen, bis es vorbei ist.  |  On this day in music.

09.10.2012– | track: –Can’t Hold Us (feat. Ray Dalton)- | artist: –Macklemore, Ryan Lewis, Macklemore & Ryan Lewis, Ray Dalton– | album: -The Heist-

Der Songtext von „Can’t Hold Us” von Macklemore & Ryan Lewis feat. Ray Dalton ist eine hymnenartige Zusammenfassung von Ehrgeiz, Unabhängigkeit und der Feier des Erfolgs nach harter Arbeit. Im Kern ist der Song eine Hommage an das „Uns gegen den Rest der Welt“-Gefühl und den Durchbruch abseits des traditionellen Musikgeschäfts.

Macklemore betont seine Unabhängigkeit und seinen „I-N-D-E-P-E-N-D-E-N-T shit”. Er spricht über seinen langen Weg, wie er seit dem Teenageralter seinen Träumen nachgegangen ist und seine Kunst mit Leidenschaft entwickelt hat („I put my bones into everything I record”). Er drückt aus, wie er Plattenfirmen „zerdrückt” („crushing labels out here”) und ist stolz darauf, seine Musik direkt an die Leute zu bringen, ohne dass ihm jemand vorschreibt, was er zu tun hat („Nah, they can’t tell me nothin’”). Der wiederkehrende und eingängige Refrain (gesungen von Ray Dalton) ist ein kraftvoller Aufruf zum Handeln und Feiern:

„This is the moment, tonight is the night, we’ll fight ‚til it’s over.”
„So we put our hands up, like the ceiling can’t hold us.”

Diese Zeilen vermitteln ein Gefühl des Sieges über alle Hindernisse und der unaufhaltsamen Energie. Die Metapher „die Decke kann uns nicht halten” steht für grenzenloses Potenzial und den Rausch des Erfolgs.

Trotz des großen Erfolgs bleibt ein Element der Bescheidenheit erhalten. Macklemore spricht davon, den Erfolg weiterzugeben („to pass the torch and put on for my town”) und dass wahre Anerkennung („validation”) darin besteht, es den Leuten zurückzugeben. Er betont die Wichtigkeit seiner Gemeinschaft und seiner Heimatstadt („I got my city right behind me, if I fall, they got me”) und die Notwendigkeit, aus Fehlern zu lernen und Demut zu gewinnen („Learn from that failure, gain humility, and then we keep marching”).

Zusammenfassend ist „Can’t Hold Us” ein energiegeladener Motivationshymnus, der den triumphalen Aufstieg eines unabhängigen Künstlers feiert, der seinen eigenen Weg gegangen ist und nun die Früchte seiner Arbeit mit der Welt teilt.

I’ll never wear your broken crown.  |  On this day in music.

21.09.2012– | track: –Broken Crown– | artist: –Mumford & Sons– | album: -Babel-

Der Songtext „Broken crown“ von Mumford & Sons ist ein poetischer, emotional aufgeladener Monolog über inneren Konflikt, Schuld, Schwäche und den Kampf um Selbstbestimmung.

Die sprechende Person wehrt sich gegen äußere Einflüsse oder Erwartungen („I’ll never be your chosen one“, „I’ll never wear your broken crown“). Sie will sich nicht unterordnen oder von anderen abhängig machen. Es gibt ein starkes Gefühl der Selbstanklage („I took the road and I fucked it all away“), das auf Fehler, verpasste Chancen oder moralisches Versagen hindeutet. Die Person reflektiert über ihre eigenen Schwächen („My heart was flawed“, „I know my weakness“) und die Angst, in „Dunkelheit“ (symbolisch für Hoffnungslosigkeit oder einen moralischen Abgrund) zu versinken.

Die wiederholte Zeile „Crawl on my belly ‚til the sun goes down“ vermittelt ein Bild der Demütigung und Ausweglosigkeit. Die „Twilight“-Metapher steht für eine Phase der Ungewissheit oder des Übergangs, in der die Konsequenzen der eigenen Entscheidungen spürbar werden. Die Ablehnung von Lügen („Besser nicht atmen, als eine Lüge zu atmen“) und falschen Werten („Deine Werte sind alle hinfällig“) zeigt den Wunsch nach Authentizität, selbst um den Preis der Isolation.

Der Text ist düster, fast verzweifelt, aber auch kämpferisch. Es geht um den Kampf gegen innere Dämonen, äußere Erwartungen und die Akzeptanz der eigenen Fehler. Die Wiederholungen und die drastische Sprache („I fucked it all away“) unterstreichen die Intensität der Emotionen.

Der Text beschreibt einen Moment der Selbstreflexion und des Haderns mit dem eigenen Schicksal. Die Person ringt um Autonomie und Integrität, trotz der Erkenntnis, Fehler gemacht zu haben und sich in einer schwierigen Phase („Twilight“) zu befinden. Es ist ein Appell an sich selbst, nicht aufzugeben, aber auch eine Anerkennung der eigenen Grenzen.