I’ll never wear your broken crown.  |  On this day in music.

21.09.2012– | track: –Broken Crown– | artist: –Mumford & Sons– | album: -Babel-

Der Songtext „Broken crown“ von Mumford & Sons ist ein poetischer, emotional aufgeladener Monolog über inneren Konflikt, Schuld, Schwäche und den Kampf um Selbstbestimmung.

Die sprechende Person wehrt sich gegen äußere Einflüsse oder Erwartungen („I’ll never be your chosen one“, „I’ll never wear your broken crown“). Sie will sich nicht unterordnen oder von anderen abhängig machen. Es gibt ein starkes Gefühl der Selbstanklage („I took the road and I fucked it all away“), das auf Fehler, verpasste Chancen oder moralisches Versagen hindeutet. Die Person reflektiert über ihre eigenen Schwächen („My heart was flawed“, „I know my weakness“) und die Angst, in „Dunkelheit“ (symbolisch für Hoffnungslosigkeit oder einen moralischen Abgrund) zu versinken.

Die wiederholte Zeile „Crawl on my belly ‚til the sun goes down“ vermittelt ein Bild der Demütigung und Ausweglosigkeit. Die „Twilight“-Metapher steht für eine Phase der Ungewissheit oder des Übergangs, in der die Konsequenzen der eigenen Entscheidungen spürbar werden. Die Ablehnung von Lügen („Besser nicht atmen, als eine Lüge zu atmen“) und falschen Werten („Deine Werte sind alle hinfällig“) zeigt den Wunsch nach Authentizität, selbst um den Preis der Isolation.

Der Text ist düster, fast verzweifelt, aber auch kämpferisch. Es geht um den Kampf gegen innere Dämonen, äußere Erwartungen und die Akzeptanz der eigenen Fehler. Die Wiederholungen und die drastische Sprache („I fucked it all away“) unterstreichen die Intensität der Emotionen.

Der Text beschreibt einen Moment der Selbstreflexion und des Haderns mit dem eigenen Schicksal. Die Person ringt um Autonomie und Integrität, trotz der Erkenntnis, Fehler gemacht zu haben und sich in einer schwierigen Phase („Twilight“) zu befinden. Es ist ein Appell an sich selbst, nicht aufzugeben, aber auch eine Anerkennung der eigenen Grenzen.

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Autor: Bernd

» ... Ist es möglich; daß man trotz Erfindungen und Fortschritten, trotz Kultur, Religion und Weltweisheit an der Oberfläche des Lebens geblieben ist? Ist es möglich, daß man sogar diese Oberfläche, die doch immerhin etwas gewesen wäre, mit einem unglaublich langweiligen Stoff überzogen hat, so daß sie aussieht wie die Salonmöbel in den Sommerferien? Ja, es ist möglich. ... « – Rainer Maria Rilke, Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge, 1910 ====================